Gibt es in der Tierwelt Inzest?

6 Antworten

Im Grunde ja. Es gibt Strategien, um ihn zu vermeiden, z.B. die Selbstunfruchtbarkeit bei Zwittern. Aber oft (bei schwierigem Zugang zu Geschlechtspartnern) funktioniert auch die ungeschlechtliche Fortpflanzung. Das ist eigentlich Inzest mit sich selbst.

Moment mal: Eine Befruchtung und das homozygote Zusammentreffen von Allelen ist bei der ungeschlechtlichen Fortpflanzung ausgeschlossen. Ich würde die Verwendung des Inzestbegriffs

schon gern auf die sexuelle Fortpflanzung begrenzen.

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@evaness

Bei der sexuellen Fortpflanzung gibt es Verwandtenerkennung (das weiß man schon lange, und erklärt zB altruistisches Verhalten damit, oder das Töten von fremdem Nachwuchs), und es gibt Inzuchtvermeidung, nicht nur bei Pflanzen, sondern auch bei den meisten Säugetieren. Das fängt schon damit an, daß Jungtiere die Gruppen / Familien wechseln müssen (anderenfalls werden sie auch gern mal totgebissen), und hört damit nicht auf, daß zB Kaninchen - wenn sie die Chance dazu haben - sich nicht mal mit "Cousinen" und "Cousins" paaren.

Gäbe es solche Vermeidung nicht, wären im Lauf der Zeit alle WIldtierpopulationen zu "Reinzuchten" (homozygoten) geworden, und genau das ist nicht der Fall, im Gegenteil, die genetische Varianz bei WIldtieren ist erheblich höher als erwartet.

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@pecudis

Guckst Du zB Uni Bayreuth, die haben Populationsgenetik von Wildkaninchen - inkl. DNA - in einer Langzeit-Studie untersucht, für Rehwild ist sowas inzwischen imho auch belegt.

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Ja, zum Beispiel Kater decken auch ihre Wurfgeschwister.

Nein nur Inzucht

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