Gelbes Wasser im Pool

6 Antworten

Hochstwahrscheinlich habt Ihr im Brunnenwasser Eisen(II), welches durch das Chlor zu Eisen(III) oxidiert wurde. Ohne Chlor hätte der Sauerstoff der Luft das auch geschafft, nur langsamer.

Eine Patentlösung gibt es nicht - vor allem jetzt, nachdem das gelbe Zeug schon als Trübung vorliegt. Der einzig sichere Weg wurde von hrvatski genannt, bei einem kleinen Pool mit zehn oder zwanzig Kubikmetern würde ich mir auch gar keine weiteren Gedanken machen, wie ich den mit Brunnenwasser betreiben kann.

Für einen richtig großen Pool: Der hat einen externen Sandfilter, und dann kann es funktionieren, mit AlCl3 nach Anleitung eine Al(OH)3 Fällung durchzuführen - mit etwas Glück bleiben dann die Al(OH)3-Flocken samt den eingeschlossenen Fe(OH)3-Mikroflocken im Filter hängen. Evtl. mittels Flockungshilfsmittel (Handelsname z.B. Bayrol Superklar) die Filtrierbarkeit verbessern. 

Anleitung beachten ist wichtig - die Ausbildung von Flocken benötigt Zeit, in dieser Zeit muss das Wasser ruhig stehen. Im Idealfall lässt sich der größte Teil hinterher vom Boden absaugen, der Rest bleibt im Sandfilter.

Zum Wasser-Nachfüllen dann aber nur noch Leitungswasser verwenden, sonst fällt gleich wieder neues Eisenhydroxid aus.

Oder *vor* der Chlorzugabe das Wasser mit einem Komplexierungsmittel ("gegen Schwermetallausfällung" oder so ähnlich steht da in der Werbung) versetzen. Das kann man im 1-l-Becherglas vorher testen, ob das funktioniert, kommt auf die Eisenmenge an.

Problem ist das Brunnenwasser. Raus mit dem Wasser und Wasser aus der Wasserleitung einfüllen und dann ist alles ok. Im Brunnenwasser ist in jedem Falle gelöstes Eisen enthalten was durch Zugabe von Chlor ausfällt uns somit sichtbar wird. Schwimmbadfilter sind nicht in der Lage hier dauerhaft Abhilfe zu schaffen, daher bleibt nur der Wasserwechsel. Ist leider so.

Gruß Thomas Schwimmbadbauer seit 1972

Mein Lieber Herr Kollege Thomas, selbstverständlich sind ordentliche Sandfilter  ( nicht ebay für 15o,--) in der Lage, ausgefälltes Eisen auszufiltern! Sollte der Filter wider Erwarten dieses nicht so schnell schaffen, dann neuen und den richtigen Filtersand oder -glas einbauen. Und dann haben wir auch noch Plockkartuschen, PAC, Alusulfat...... solltest du als Schwimmbadbauer sogar in deinem Verkaufsregal parat haben...                                                                              mfG Rüdiger Drechsler, Schwimmbad- und Saunabauer seit 1980                                                         

> ordentliche Sandfilter  ( nicht ebay für 15o,--)

Von welcher Preisklasse redest Du? Damit der Fragesteller sich überlegen kann, ob ein guter Filter nicht teurer kommt als lebenslang Leitungswasser nachzufüllen...

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Da ich (Thomas) Wasseraufbereitung (öffentlicher Trinkwasser Bereich) gelernt habe, muss ich sagen das stimmt so nicht. Ein Schwimmbadfilter ist immer noch ein Schnellfilter große Oberfläche wenig Schichttiefe. Um Eisen wirklich zu entfernen benötigt man einen Hochfilter mit einer kleinen Oberfläche und hohe Schichttiefe. Die Filterleistung einer solchen Wasseraufbereitung liegt bei ca. 2 cbm/h. Die Filtergeschwimdigkeit muss sehr gering sein und nicht wie bei einem Schwimmbadfilter bei über 30 m liegen.

Wenn das Eisen in einem Schwimmbadfilter ausgeflockt werden kann (die Chemi machts möglich), dann muss der Schwimmbadfilter rückgespült werden und womit wird dann des fehlende Wasser nachgefüllt? Wieder mit eisenhaltigem Wasser? Ein endloser Kreislauf. ...und dann ist der Filtersand verschlammt und muss getauscht werden.

Ein ordentlicher Schwimmbadfilter kostet dann aber immer über 1000 Euro - Wie viel Wasser ist denn im Schwimmbad des Fragestellers?

Also ich bleibe dabei - Wasser raus - Wasser aus der Leitung rein und das Problem ist einfach und ohne großen Aufwand gelöst.

Im meinem Verkaufsregal steht nichts mehr, denn ich sitze seit einigen Jahren hier und schaue auf die blaue Adria in Kroatien.

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