Gedichtinterpretation Bertolt brefcht.

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5 Antworten

Auf die schnelle ein paar Stichworte dazu, aus denen Du vielleicht noch was machen kannst:

Form: Parallelismus (Wiederholungen von Satzbau, einleitendem Satz, aber andere Fragestellungen und andere Antworten).

Der Vater antwortet auf völlig anderer Ebene als auf der, auf der der Sohn fragt:

  • Der Sohn ist jung, nach Orientierung suchend, versucht noch, sein Leben zu gestalten, hat noch Erwartungen usw...
  • Der Vater antwortet resigniert, auf die nackte Existenz reduziert (Brot, Bauch, übrigbleiben - das sind Metaphern für einen fatalistischen, vielleicht existenzialistischen Überlebenskampf, bei dem es nur noch ums Durchkommen geht, darum keinen Hunger zu haben und am Ende vielleicht gerade noch "übrig zu bleiben".

Versuche, bei Deiner Interpretation den Gegensatz der zwei Lebensgefühle, oder Lebensperspektiven herauszustellen. Der Sohn fragend, erwartend, der Vater resigniert, fatalistisch.

Es erinnert fast an den Beginn von Faust, der resigniert resümmiert "Habe nun ach ... studiert..."

Viel Erfolg

Am Ende ist es doch so, dass der Vater nun endlich ja zum Lernen sagt. Wie könnte man das mit einbeziehen. Ich meine Bertolt Brecht ist eigentlich fürs Lernen und am Ende sagt er ja auch lerne.

Ist diese Einleitung soweit in Ordnung? In dem Lehrgedicht von Bertolt Brecht wurde im Jahre 1940 erfasst, geht es um einen jungen Knaben, der nach Orientierung sucht und seinen Vater um Rat fragt. Der Vater jedoch beantwortet die Fragen auf einer ganz anderen Ebene und entmutigt den Jungen zu lernen und ratet ihm indirekt das Lernen bis zu der dritten Strophe ab. Nach der dritten Strophe ist er plötzlich für das Lernen .

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@einstein992

Sorry, ich war gestern so spät nicht mehr online.

Mach' lieber kürzere Sätze, z.B.: "Das Lehrgedicht von B.B. stammt aus dem Jahre 1940." Es ist als Dialog zwischen Vater und Sohn abgefasst. Der Sohn, jung und fragend, bittet seinen Vater um Rat, usw..."

Behalte Dir den Knackpunkt vom Schluss des Gedichtes ("Lerne...") für den Schluss Deiner Interpretation auf. Stelle dabei heraus, dass der Vater etwas völlig anderes mit "Lernen" meint, nämlich die Fähigkeit einfach nur zu überleben...

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Meine Interpretation In dem Lehrgedicht von Bertolt Brecht wurde im Jahre 1940 erfasst, geht es um einen Jungen, der fragt, ob er für bedingte Bereiche lernen soll. Das Gedicht besteht aus vier Strophen von unregelmäßigem Umfang, sie variieren zwischen zwei und vier Versen.

1.Bertolt Brecht´s Gedicht ist von Anaphern geprägt. Von der ersten bis zu der dritten Strophe, wird immer „Mein junger Sohn fragt mich“ gesagt, anschließend eine Frage gestellt und im zweiten Vers in fast jeder Strophe stechen die Anaphern „ Wozu möchte ich sagen“ ins Auge. Außerdem vergleicht er Brot mit Mathematik und sagt, dass zwei Stücke Brot mehr ist als eines und dass er zu dieser Erkenntnis die Mathematik nicht benötigt. Somit vermischt er Metaphern mit Ironie. Das lyrische Ich fragt weiter, ob er Französisch und Geschichte lernen soll. Der Vater sieht dies als unwichtig, jedoch am Ende benutzt er Imperativ und betont seine Aussage indem er diese wiederhol, also ist der letzte Teil auch von Anaphern geprägt.

2.Anfangs zieht Bertolt Brecht die Fragen ins Lächerliche und sagt, dass er ohne Lernen grundsätzliches Wissen erwerben wird. Beim Durchlesen bis zu der dritten Strophe vermutet man, dass er das Unwissen akzeptiert und das Lernen als überflüssig sieht. Nachdem die letzte Strophe gelesen ist, merkt man, dass er das eigentlich gar nicht so meint und möchte das viel Wissen wie möglich erlernt wird. Außerdem ist der letzte Teil die Kernaussage, was das Ausrufezeichen deutlich macht. Vor allem betont er seine Ansicht erst mal mit einem einfachen Ja und einem Punkt. Erst danach fängt er an das Imperativ zu benutzen und zählt, die oben gefragten Fachgebiete eins nach dem anderen, auf.

Jeder macht es nun mal etwas anders! Lass es so, das wird schon eine 1! Geh` auf die Situation ein abschließend, warum der Vater so demotiviert ist! Es ist Krieg, was nützt es da, etwas zu lernen, wenn du morgen schon tot sein kannst!

  1. "Deine" Interpretation kann nicht 1940 verfasst worden sein.

  2. Die gesamte so genannte Interpretation verdient ihren Namen nicht.

  3. Du begnügst dich mit einer bloßen Aneinanderreihung von Einzelheiten. Diese Details auf ihre besondere Aussage hin zu untersuchen, unterlässt Du.

  4. Es fehlen Deine eigenen Erfahrungen und Einstellungen zu den Problemen des Lernens und zum historischen Fehler, sich nicht in die Politik einzumischen.

  5. Auf die Frage der Stilistik gehe ich gar nicht erst ein.

Sehr gut. Du begründest und belegst! Fehlt nur noch ein passender Abschluss!

und wie sollte man ein passenden Abschluss formulieren, haste hilfreiche Lösungsansätze??

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Wovon redest Du? Das "Werk" ist nichts wert.

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@fesch

Ich gehe mal davon aus, dass der Verfasser erst 16, 17 ist und dafür ist es sehr gut! Zumal eine Gedichtinterpretation eine Königsdisziplin im Deutschunterricht ist!!!

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