Falsche Berufswahl...Was soll ich machen?

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Ich kann Dein Dilemma gut verstehen. Mein Ratschlag ist der: Wenn Du total unglücklich bist und Du es Dir irgendwie leisten kannst (ratenabzahlung oder so), dann wechsle den Studiengang. Es gibt auch soziale duale Studiengänge, bei denen man gleich schon Geld verdient und viele von denen haben später gute Jobaussichten. Lass Dich aber davor UNBEDINGT beraten. Es gibt an Deiner Hochschule oder in Deiner Stadt sicherlich ein Büro, das Studenten in der Berufs- und Studienwahl berät.

Ansonsten gäbe es aber auch noch die Möglichkeit, sich eben zu fügen und sich den Job so gut wie möglich zu machen. Oftmals liegt es an der eigenen Psyche. Bestimmt ist nicht alles schlecht im Job und er hat auch gute Seiten, auf die man sich konzentrieren muss. Es ist leider in Deutschland so, dass man für alles immer erste eine Ausbildung und ein Zertifikat usw. braucht. Manchmal muss man eben da durch. Vielleicht kannst Du nach Deiner Ausbildung noch eine Fortbildung drauf setzen die Dich näher an Dein Berufsziel bringt oder Du kannst das Amt wechseln.

Ich wünsch Dir die richtige Entscheidung und dass du sie nicht später bereust!

Du stehst ganz am Anfang Deines beruflichen Werdegangs und hast eine Entscheidung getroffen....zu der MUSST DU jetzt auch stehen, ohne dass relativ harte Konsequenzen ,wie Du ja selbst beschrieben hast auf Dich zukommen.

Ich kann Dir sagen, dass ich im Medizinstudium auch gedacht hatte, es würde ganz anders laufen....ich dachte auch, ich hätte von Anfang an Kontakt zu Patienten, Kranken etc. könnte real helfen.

Dann kamen die JAHRE in denen nur oder überwiegend NUR THEORIE, THEORIE und nochmal Theorie Programm war...auch kamen diesselben Gedanken zumal ich ein Teilstipendiat hatte und im Ausland studiert habe (USA) was die Konsequenzen sind, wenn ich abbrechen würde etc.

Zum Teil ist das was Du da durch machst völlig normal, ich wette mit Dir dass viele andere Studenten diesbezüglich genau die gleichen Zweifel hegen.

Ich an Deiner Stelle würde NICHT abbrechen, erstens hast Du keine Alternative parat, zweitens die vorgenannten Konsequenzen und drittens...ist es doch den Versuch wert, das Studium mal durchzuziehen, denn Du hast auf alle Fälle SICHER eine ARBEIT (der Arbeitsmarkt ist alles andere als SICHER), Du hängst nicht da und hast keinen Plan wie es jetzt weitergehen soll ganz zu schweigen von WAS DU DANN MACHEN SOLLST!

Und....glaube mir, Du studierst grade mal ein paar Monate....das wird sich alles verändern...es wird sich wirklich verändern...es wird mehr und andere Praxis dazukommen, als das was Du bislang in der Praxis erlebt hast....Du wirst auch andere Interessen im Berufsfeld an Dir entdecken, je weiter es führt....gebe Dir dich Chance....und bleibe Dir gegenüber mal hart, auch wenn es soviel einfacher erscheint den Kram in die Ecke zu werfen.

Glückseligkeit wirst Du in keiner Ausbildung oder Studium von Anfang an finden...das findet sich mit der Zeit. Solltest DU nach dem Studium immer noch so denken, hast DU zumindest den Titel in der Tasche und kannst damit Querbrücken in andere Bereiche oder in andere Berufe schlagen, aber ABBRECHEN, kann und darf nicht Deine Entscheidung sein.

Lass Dir mal durch den Kopf gehen was ich da geschrieben habe. Ich wünsche Dir Glück für die Zukunft und hoffe dass ich ein wenig helfen konnte. Alles Gute.

Hallo Elijj

Sorry für deinen Frust. Allerdings wundert mich, welche Vorstellungen du von deiner Ausbildung und dem praktischen Einsatz hast.  Keine Beratungsgespräche ?!...

Du bist gerade mal ein paar Monate am Studieren, machst ein kurzes Praktikum um ein Amt kennenzulernen und willst sofort anfangen  Menschen mit komplexen Problemen beraten? Dann müsstest du kein Studium mehr machen.

Ev. hilft dir der Vergleich mit einem Medizinstudium, damit du auf den realen Boden deiner Ausbildung kommst. Z.B.  kommt ein Medizinstudent nach ein paar Monaten für ein Praktikum auf eine Krankenhausstation und  möchte mit dem Operieren anfangen, weil er ja seinen grossen Berufswunsch als Chirurg verwirklichen will. Leuchtet schon jedem ein, dass er in den ersten Jahren seines Studiums nicht selber zum Operieren kommt.

... also was sollst du machen? Wenn du dein Berufsziel erreichen willst, musst du deine Ausbildung und dein  Studium erfolgreich abschliessen! Um Menschen in schwierigen Situationen helfen zu können braucht es viel mehr, als nur den Willen zum Helfen. Du musst Zusammenhänge und Gesetze erkennen, deine Entscheidungen und Beratungen korrekt und angemessen treffen, wissen woher du Geld und Unterstützungen für die Menschen bekommst, Dienstwege und Gefahren deines Jobs kennen lernen und vieles mehr.

Wenn dir das alles noch nicht bewusst war, ist es höchste Zeit, dass du deine Einstellung aktualisiertest. Am Besten suchst du eine Person, die diesen Beruf mit abgeschlossenem Studium schon einige Jahre ausübt und bittest sie um ein persönliches Beratungsgespräch (auf privater Ebene).

Ich glaube, dass du in deinem gewählten Beruf noch viel Freude und Erfolge haben wirst. Die Ausbildung und das Studium sind einfach die wichtigen Schritte um zum ziel zu kommen.   

Lieben Gruss mary

Sorry, aber ganz dumm bin ich auch nicht. Dass ich das, was ich mir vorstelle, in keinem Beruf direkt am ersten Tag mache ist mir schon klar. Ich habe nur mittlerweile rausgefunden, dass auch später der Kontakt zu den Menschen fast nur über Email stattfinden wird, ab und zu mal über Telefon. Aber man hat die Person nie direkt vor sich sitzen. Und das hatte ich eben falsch verstanden.

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Nachtrag: Eventuelle Rechtschreib-/Grammatikfehler sind meinem sehr langen Arbeitstag zuzuschreiben, der mittlerweile 14 Stunden andauert und weitere 10 dauern wird...ich bitte diese zu entschuldigen

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