Fahrrad billig und schnell lackieren

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4 Antworten

So, das Fahrrad ist inzwischen schon seit längerem fertig.

Ich habe alle Anbauteile bis auf Pedalarme, Sattel und Lenker komplett demontiert. Sattel und Lenker habe ich absichtlich drangelassen und abgeklebt, damit ich das Fahrrad auf den Kopf stellen konnte, ohne dass zu lackierende Teile den Boden berühren. Dann habe ich alle zu lackierenden Teile mit feinem Sandpapier abgerieben. Im Baumarkt gibts für wenig Geld auch einen, ich nenns mal "Sandpapierschwamm". Dieser ist wesentlich handlicher und man kommt damit auch ein schwer erreichbare Stellen. (Kostenpunkt: 1,50€). Gute Investition. Nach dem Aufrauhen der Teile habe ich alles vom Staub gereinigt, damit der Lack später auch hält und alles glatt aussieht. Nach dem Trocknen wurde endlich lackiert. Benutzt habe ich einen 2-Schicht-Lack aus dem Auto-Zubehör. Dieser deckt sehr gut. Ich habe 3 Dosen dieses Lackes für das komplette Fahrrad inkl. relevanter Anbauteile gebraucht. Nach dem trocknen habe ich noch eine Schicht Klarlack darüber gegeben. Dazu reicht eine Dose. Nach nochmaligem trocknen habe ich wieder alle Teile zusammengebaut und fertig war das kleine Projekt. Einigermaßen Stoßfest scheint der Lack auch zu sein.

Ich muss sagen, ich bin für den doch recht kleinen Aufwand sehr zufrieden mit dem Ergebnis und ein kleines bisschen stolz, dafür dass es mein erstes Mal "Lackierarbeit" war. ;-) Jedem, der es auch machen will rate ich ebenfalls, wie schon genannt, es mit dem Lack nicht zu übertreiben. Geht nicht zu nah dran, sonst gibts direkt Lacknasen und die sehen echt hässlich aus.

Viel Erfolg!

Jep ist ok so wie du es beschrieben hast. Aber denk daran alle beweglichen Teile vorher auszubauen, wie zB. Hinterrad, Vorderrad, Gabel, Lenker, Innenlager oder zumindest halt abdecken (ist aber nur eine Notlösung, das Abdecken). Sonst klebts^^ Hab so mein altes BMX lackiert^^

Dein beschriebenes Vorgehen passt. Besonders bei Fahrrad-Rahmen gilt weniger ist mehr. Lieber ein mal mehr mit der Sprühdose drüber gehen als Nasen zu riskieren. Der ganze Spaß dauert natürlich länger als einen Kotflügel zu lackieren - eben weil die Flächen so klein sind und viel Krümmungen (Rohre) dran sind.

Deshalb ist das ptofessionelle Lackieren eines Rahmens so vergleichsweise teuer.

Nachdem du alle Anbauteile entfernt hast, bitte den Rahmen an den Aufallenden sowie Steuersatz, Innenlager und Sattelstütze auf Rostpunkte achten und eventuell anschleifen und mit Rostschutz behandeln.

Wenn du schon den Rahmen entkernst, kannst du gleich noch prüfen, ob Innenlager, Sattelstützenrohr und Steuersatz ordentlich geplant und gefräst sind. Ansonsten lohnt es sich dies dann in einem Radladen oder Bekannten planfräsen zu lassen. Das macht sich am besten nach der Lackieren, besonders im Falle des Steuersatzes, aber zuvor schon kontrollieren, um später nicht zu erwachen.

Wenn es schnell und billig sein soll, dann solltest Du die Idee mit der Sprühdose lassen, denn da müsstest Du alles pingelig abkleben, und stattdessen lieber einen Pinsel nehmen.

Da die Flächen ja sehr klein sind, wird das auch bei einem "Laien" akzeptabel aussehen.

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