Fährt ein Auto schneller, wenn die Räder größer sind?

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10 Antworten

Im Prinzip ja, aber nur wenn die Motorleistung die höhere Geschwindigkeit nicht mit einem Drehzahlabfall beantwortet. Der Kraftstrang Motor-Getriebe- Differential- Antriebsräder ist vom Konstrukteur aufeinander ganz genau abgestimmt. Mit einem Eingriff an irgend einer Stelle wirst du das Konzept vermutlich nachteilig beeinflussen.

Ic rede hier nur von marginalen Vergrösserungen der Räder, nicht von einer Verdopplung das würden selbst die Räder nicht aushalten oder versuche einmal die großen Räder eines Traktors auf die Geschindigkeit eines PKW zu bringen.

klar bei gleicher umdrehungszahl würde es schneller,praktisch müsstest die motorleistung erhöhen um das zu erreichen.stell dir einen polo vor mit den großen rädern,das wäre dann wie wenn du im fünften gang anfährst

GAnz Einfach. Je grösser das Rad, desto größer der Abrollumfang. Bei GLEICHER ACHSDREHZAHL ist die Geschwindigkeit dann HÖHER weil der Abrollumfang GRÖSSER IST. Wer es nicht glaubt, kann ja mal folgendes versuchen: Drehbank auf 1000 U/min stellen. Garnrolle mit 10mm benutzen um die aufzuspulen. danach: Garnrolle mit 30mm benutzen um die aufzuspulen.

Noch einfacher ist es zu erklären wenn man Breitband Kinofilme als Beispiel benutzt. Der Rückspuler hat eine Umdrehungszahl von ca.250. Wenn die aufnehmende Rolle voller wird, also deren "abrollumfang" steigt mit jedem Meter Film den die Spule aufnimmt, steigt auf der anderen Seite die Drehzahl der "abgebenden" Spule.

Du denkst falsch: der Motor liefert die Kraft, die Getriebe plus Räder gemeinsam im Zusammenwirken auf die Straße bringen.

Anders sieht das bei Fahrrädern ohne Gangschaltung und Dampflokomotiven aus, wobei es bei Fahrrädern immerhin noch eine Übersetzung (einfachstes 'Getriebe' sozusagen) gibt. Bei Dampflokomotiven treibt der Dampf den Kolben, der seine Bewegung über ein Gestänge auf die Räder überträgt. Hier verteilt sich eine Energie (eines Kolbenhubs) über die Räder auf eine Wegstrecke, die umso größer ist, je größer die Räder sind - dabei wird mit größeren Rädern die auf die Schiene übertragene Kraft kleiner, doch die Höchstgeschwiindigkeit wächst. Daher haben Personenzug(dampf)loks größere Räder als Güterzugloks.

waren rein praktische gründe,güterzüge waren schwerer deshalb die kleineren räder,die waren das getriebe(untersetzung)

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Wenn Die Räder Größer wären würde ( herlich soviele umlaute :P ) Mehr Energie aufwand gebraucht werden für eine Umdrehung. wenn du ganz kleinere Räder hättest würdest du auf mehr Umdrehungen kommen aber auf weniger Strecke beides bringt dir im grunde keinen Geschwindigkeitsvorteil

Richtig, deine Denkweise stimmt. Es kommt immer auf die Übersetzung an. Wenn die Räder doppelt so groß sind, wie ursprünglich geplant, erhöht sich auch die Geschwindigkeit. In der Praxis macht das zwar aus anderen Gründen keinen Sinn, ist aber Sicht der Physik richtig.

Stell dir ein Fahrrad vor: Je kleiner der Zahnkranz am Hinterrad ist, desto schneller macht er eine Umdrehung = das Rad fährt schneller. Großer Zahnkranz = Das Rad fährt langsamer. Dieses einfache Beispiel sollte es auf den Punkt bringen.

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@Justus2012

Damit ändere ich aber nicht die Radgröße, sondern das Übersetzungsverhältnis von Pedal zu Hinterrad, also effektiv die Antriebsleistung.

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@Hilfsbereit2011

Es ging in der Frage doch nur ums Verhältnis Antriebsachse - Durchmesser Reifen und nicht um die Antriebsleistung, die natürlich steigt, je höher der letztendliche Durchmesser ist. Oder bin ich jetzt ganz auf dem Holzweg?

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Jede Umdrehung würde jedoch mehr Kraft benötigen. Dein Spritverbrauch würde also auch deutlich steigen.

Bei gleichem Kraftaufwand (Motorleistung) würden sie in der gleichen Zeit aber nur halb soviele Umdrehungen schaffen. Die Geschwindigkeit bliebe damit gleich.

Aber keine Angst, das lernst du alles noch im Physikunterricht der 5. Klasse.

In der Frage war aber explizit nach derselben Umdrehungsgeschwindigkeit gefragt.

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@Xapoklakk

Okay, ich ziehe den Kommentar zurück :D Ist schon spät...

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@Hilfsbereit2011

Zu welchem Zweck ?

Du hast also ein Auto.

Die Motorleistung bleibt gleich

Du verdoppelst die Größe der Räder.

Um die Geschwindigkeit zu erhalten, musst du die Getriebeübersetzung halbieren. Sonst funktioniert das nicht.

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All die Leute, die hier Bullshit schreiben, haben offenbar die Frage nicht richtig verstanden.

Ich finde die Frage im übrigen sehr gut!

Ich würde mal sagen ja, du hast Recht mit der Vermutung. Erhöhe ich den Durchmesser des Rades, erhöhe ich bei gleicher Umdrehungsfrequenz damit die Winkelgeschwindigkeit und somit müsste sich eigentlich auch die Geschwindigkeit der Vorwärtsbewegung erhöhen. Anders ausgedrückt: Pro Umdrehung habe ich eine größere Abrollfläche, also auch eine höhere Strecke, die zurückgelegt wird.

Wenn ich mich irren sollte, darf man mich gerne mit einem Physikbuch 5. Klasse bewerfen ;)

Genau so ist es richtig. Beispiel: Ich habe ein 28" Fahrrad, keine Gangschaltung (nur 1 Gang). Ich montiere die 28" Räder ab und schraube doppelt so große Räder dran. (Theoretisch) Wenn ich dann einmal die Pedale durchgetreten habe, habe ich auch einen entsprechend größeren Weg zurückgelegt (Fahrstrecke)

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@Justus2012

schwachsinn....je leichter das fahrrad desto besser kommst auch nach vorne....plus starren gang noch mehr vortrieb weil die niedrigste kraft zum antreten in die höchstmögliche energie für de vortrieb umgewandelt wird

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@herb3000

herb 3000 du brauchst bei gleicher übersetzung und größeren rädern wesendlich mehr kraft um voranzukommen,außer du verdoppelst deine kraft was als radfahrer nur mit untersetzung möglich ist und damit ist der vorteil der größeren räder aufgehoben

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Also ich sollte noch hinzufügen, dass ich von gleichbleibender Umdrehungsfrequenz ausgegangen bin. Ich hatte im Hinterkopf das hätte in der Frage irgendwo gestanden. Wenn das nicht explizit gegeben ist, dann gilt meine Überlegung natürlich nicht.

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Die Geschwindigkeit v ist direkt abhängig vom Durchmesser.

v = (d x pi x n)

d in Meter, n die Drehzahl pro Sekunde, ergibt, v = m/s

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