erörterung Haustiere?

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1 Antwort

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Es gibt m.W. Studien über den positiven Einfluss von Haustieren auf Kinder. Sie lernen mit den Tieren unter andrem Empathie (Mitempfinden, sich in das Tier hineinversetzen) und Verantwortung (Tier rechtzeitig füttern, ggf. säubern/ Käfig säubern etc.). Einsame Menschen haben durch die Tiere einen Sinn im Leben und ggf. einen "Ansprechpartner" (reden mit Hunden etc.). Tiere können teilweise tröstlich oder aufbauend wirken, der Hund kuschelt sich an einen, wenn man traurig ist oder die Katze bringt einen durch ihr Spiel wieder zum Lachen etc.

Bei Kindern könnte man noch hinzufügen, dass sie etwas über das Tier lernen, also ggf. Bedürfnisse, Anatomie, evtl. auch Geschichte ("Vom Wolf zum Hund" etc.). Außerdem schult Heimtierhaltung bei vielen Haltern die Beobachtungsgabe, z.B. muss man bei vielen Arten sehr genau darauf achten, ob sie anders aussehen, sich anders verhalten, um frühzeitig zum Tierarzt zu kommen (z.B. Papageien als Fluchttiere "verstecken" ihre Krankheiten und man kommt nur rechtzeitig zum Tierarzt, wenn man die Vögel sehr gut kennt und dadurch merkt, wenn sie stiller sind als sonst oder sich ungewöhnlich verhalten).

Kinder und ältere Menschen müssen Verantwortung übernehmen - Kinder lernen sie so, ältere Menschen werden so gezwungen, täglich ihre Aufgaben zu verrichten, kommen durch Hunde vielleicht mehr vor die Tür, als das sonst der Fall wäre.

Tiere können Kommunikation mit anderen Tierhaltern fördern, entweder beim Hundespaziergang, beim Tierarzt oder über Internetforen, und so einsamen Menschen - hier vor allem älteren - überhaupt Gespräche ermöglicen, falls sich die Halter sonst sehr zurückziehe würden.

Allg. wirkt sich Haustierhaltung durch die beschriebenen Punkte oft förderlich auf die Gesundheit aus - man wird weniger anfällig für Depressionen, weil man Verantwortung und Freude im Leben hat (falls das sonst nicht der Fall ist), man kommuniziert mit dem Tier, man bleibt - vor allem im Alter - fitter, weil man das Tier versorgen muss, das Tier munter einen durch sein Verhalten auf. Man bleibt also im Idealfall länger körperlich und geistig fit, falls man sonst keine Gründe dafür hat.

Einige Tiere, besonders Kleintiere, die richtig gehalten werden, machen dem Vermieter keinen Ärger, sind leise, wenn sie richitg versorgt werden, gibt es weder Gerüche/ Gestank noch Schäden an der Wohnung (zernagte Tapeten etc.), weil die Tiere Beschäftigungsmöglichkeiten haben, die ihren arteigenen Bedürfnissen entsprechen und so keinen Grund haben, Tapeten etc. anzunagen usw.

Man könnte argumentieren, dass Halter durch das Beachten und Erfüllen dieser Bedürfnisse auch ihren Mitmenschen gegenüber umsichtiger werden, aber leider stellt man immer wieder fest, dass das bei vielen gerade nicht der Fall ist, dass sie nur noch ihre Tiere als des Mitgefühls und der Aufmerksamkeit würdig ansehen und andere Menschen nicht mehr....

Seien wir aber ehrlich: Es gibt für den Vermieter keinen Vorteil der Tierhaltung! Die Wohnung ist leichter zu vermieten, wenn da vorher keine Tiere drin waren (Allergien, Schäden, Lärm, Nachbarschaftsärger etc.). Einzig - und das ist sehr weit hergeholt - könnte ein sensibles Tier als früher Rauchmelder fungieren. Das kam tatsächlich schon vor, so haben Hunde oder Katzen Halter aus dem Schlaf geweckt, als es anfing zu brennen und das Feuer konnte verhindert bzw. Menschen frühzeitig gewarnt/ evakuiert werden.

In einem Fall schrieb eine Halterin in den Vogelforen mal, dass ihre Weihnachtskerzen die Deko in Brand steckten, während sie schlief. Als der Hund, der im Nebenzimmer eingesperrt war, sie nicht wach bekam durch Bellen etc. hat er die Vogelvoliere umgeworfen - Voliere und Vögel machten genug Lärm, dass die Halterin das Feuer rechtzeitig löschen konnte.

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