Darf man im Islam soviel beten, wie man will?

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Zunächst gibt es verschiedene freiwillige Gebetseinheiten, die vor und nach den Pflichtgebeten verrichtet werden können. Dies sind zwei vor dem Morgengebet, zwei oder vier vor sowie zwei nach dem Mittagsgebet, zwei oder vier vor dem Nachmittagsgebet, zwei nach dem Abendgebet und zwei oder vier vor sowie zwei nach dem Nachtgebet. Davon sind die beiden Gebetseinheiten vor dem Morgengebet – die sogar zwischen Sonnenaufgang und Mittagsgebet nachgeholt werden, falls man sie versäumt hat – sowie die beiden nach dem Abendgebet besonders stark empfohlen, da der Prophet sie stets gebetet und nicht unterlassen hat. Man kann auch nach dem Abendgebet noch weitere freiwillige Gebetseinheiten (Rak’at) verrichten, und zwar bis zu 20. Ebenfalls sehr stark empfohlen ist das Schaf’i und Witr-Gebet nach dem Nachtgebet, das als letztes Gebet des Tages verrichtet wird und aus einer ungeraden Zahl von Gebetseinheiten besteht (in der Regel sind drei üblich). Auch gibt es das Salat Ad-Duha, das Gebet am Vormittag, am frühen Vormittag zwischen Sonnenaufgang und Mittag, über dessen Exzellenz es ebenfalls Überlieferungen gibt. Keine freiwilligen Gebete verrichten darf man in der Zeit zwischen Morgengebet und Sonnenaufgang sowie zwischen Nachmittagsgebet und Abendgebet. Weiterhin überliefert sind zwei Gebetseinheiten vor Antritt einer Reise, zwei nach jedem Wudu’ (ritueller Waschung), zwei Rak’at aus Dankbarkeit oder in Verbindung mit einem Gelöbnis, zwei Gebetseinheiten beim Betreten einer Moschee oder die zwei Gebetseinheiten vor dem Istikhara-Gebet, bei dem man Allah um Hilfe bei einer schwierigen Entscheidung bittet. Das freiwillige Tahadschud-Gebet in der Nacht, oft auch „Qijam Al-Lail“, „Stehen in der Nacht“, genannt, hat einen besonderen Stellenwert. Allah sagt im Qur’an beispielsweise: „Und unterbrich deswegen in der Nacht deinen Schlaf – vollbringe diese Leistung freiwillig. Es mag sein, dass dich dein Herr dafür zu einem löblichen Rang erhebt.“ (Al-Isra’, 79). Der Prophet hat das freiwillige nächtliche Gebet als das beste Gebet nach den Pflichtgebeten bezeichnet. ‘A’ischa berichtete: „Der Gesandte Allahs, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden schenken, stand nachts auf, um zu beten, bis dass seine Füße anschwollen. Ich sagte zu ihm: ‘Warum tust Du das, o Gesandter Allahs, wenn Dir doch Deine vergangenen und zukünftigen falschen Handlungen bereits vergeben worden sind?’ Er sagte: ‘Soll ich nicht ein dankbarer Diener sein?’“ (Bukhari) Als beste Zeit für das Gebet gilt das letzte Drittel der Nacht.

Die gemeinschaftlichen Tarawih-Gebete im Fastenmonat Ramadan werden von den Muslimen wegen ihrer Atmosphäre und der besonderen spirituellen Erfahrung hochgeschätzt. Nach dem Fastenbrechen geht man in die Moschee, betet dort das Nachtgebet, und im Anschluss daran das Tarawih-Gebet. Die Tarawih-Gebete müssen aber nicht in der Moschee verrichtet werden, sondern können auch zu Hause, allein oder mit der Familie, gebetet werden. Doch ist, wie auch generell, das gemeinschaftliche Gebet besser und segensreicher, und es wird zu den Sunan des Ramadan gezählt, das Tarawih in den Moscheen in Gemeinschaft zu beten.

Deine Pflicht Gebete und du kannst zusätzlich natürlich so viel Beeten wie du möchtest.

ich glaube es ist eine grenze gesetzt. es gibt ja auch noch andere gebete wie z.b nachtgebet und freitags gebet

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