Darf ich hier Bambus anpflanzen?

3 Antworten

Hallo,

grundsätzlich darf man in Deutschland Bambus pflanzen. In meinem Garten stehen mehjr als ein Dutzend verschiedener Bambus Pflanzen, darunter auch Rhizome bildende, die bis zu 8m hoch werden.

Was Deinen konkreten Fall betrifft, ist es ohne Fotos schwer genau zu beurteilen. Die angesprochenen Steine haben einen Nutzen. Sie sollen einerseits verhindern, dass dort unnötig Unkraut wuchert und damit Regenwasser besser und schneller abfließt.

In Deutschland gibt es je nach Bundesland unterschiedliche Gesetze und Verordnungen, die eine Bepflanzung bzw. einen Abstand für Bebauung oder Bepflanzung zu einem Nachbargrundstück regeln. Wenn es Deinen Fall nicht betrifft, dann würde prinzipiell nichts gegen eine Bepflanzung mit Bambus sprechen.

Allerdings ist bei Bambus Vorsicht geboten.

Alle Fargesien Arten kannst Du problemlos pflanzen. Dabei handelt es sich um eine Obergruppe von Bambus Varianten die horstig wachsen und keine Ausläufer bilden. Das bedeutet, dass diese Pflanzen sich nicht unkontrolliert vermehren. Diese Bambus Arten werden nur jährlich etwas dicker und höher.

Von Rhizome bildende Bambus Arten, wie z.B. alle Phyllostachys Varianten solltest Du jedoch Abstand nehmen. Dafür ist weder genügend Platz vorhanden und es wäre sehr aufwendig, da eine professionelle Rhizomsperre dringendst erforderlich ist. Anderenfalls würde Dir dieser Bambus in wenigen Jahren die Garagen zerstören. Wenn ich von zerstören schreibe ist es genauso gemeint. Bambus ist die am schnellsten wachsende Pflanze. Bambussprossen bestehen aus Hartholz. Die Rhizome sprengen in kurzer Zeit jede Terrasse, jede Mauer, jeden Beton.

Fargesien hingegen machen keine Probleme. Sie benötigen ausreichend Wasser, viel Licht, aber auch viel Erde. Du müsstest etwas Erde austauschen. Es gibt viele verschiedene Varianten. Sie werden ca. 2-4m hoch, lassen sich aber auch gut beschneiden, theoretisch auch zu einer Hecke.

Die beste Location für passende Bambuspflanzen ist online. Gartencenter und Baumärkte haben zwar Bambus Arten, aber fast immer wissen sie nicht genau welche Bambus Varianten sie anbieten. Auf den Etiketten stehen oft nur die Namen der Obergruppe.

Gruß, RayAnderson  😏

Einerseits gilt es den allfälligen Grenzabstand zu beachten.

In Bremen, Hamburg und Mecklenburg – Vorpommern wurde bewusst auf gesetzliche Vorgaben verzichtet, welche die Grenzbepflanzung regeln. Dort wird einerseits auf die nachbarschaftlicheEinigung gepocht und andererseits von Fall zu Fall entschieden.

Alle anderen Bundesländer haben feste Vorgaben. Der Grenzabstand richtet sich dabei nach der Art oder der Höhe der Pflanze. Wird nach dem Wachstumstyp entschieden, so gibt es für Bäume, Sträucher und Hecken jeweils unterschiedliche Abstandsbestimmungen.

https://www.gartenhaus.ch/magazin/fakten-zum-nachbarschaftsrecht/

Bei Bambus gilt zu beachten, ob

  • kompakt wachsende Bambusarten - mit horstig wachsendes und nicht wucherndes Wurzelwachstum - ähnlich der hier beheimateten Stauden und Gehölze.

Es gibt auch bambusähnliche Arten, die keine Wurzelausläufer treiben, sondern "horstbildend" sind. Es sind die eher kleinbleibenden Fargesien. Wer sich bergbauliche Tätigkeiten für eine Wurzelsperre ersparen will, sollte damit Vorlieb nehmen. Andernfalls müssen Sie unbedingt eine Rhizomsperre vorsehen!

https://www.gartenpflege-tipps.de/gartenpflanzen/bambuswurzeln

  • oder ausläufertreibenden ...

"Bei ausläufertreibenden Arten muss man eine sogenannte Wurzelstock- oder Rhizomsperre einsetzen" ...  Fehlt sie, ist aus zu weichem Material oder wurde nicht richtig gesetzt, haben sie die spitzen Rhizome schnell geknackt. Sie durchstoßen mühelos Teichfolien, Pflanzkübel und sogar Fundamente, Fassaden und Isolierungen. Sie hangeln sich entlang von Wasserrohren und Elektrokabeln in die Innenräume. So sind Schäden und Streit in der Nachbarschaft vorprogrammiert.

https://www.sparkassenversicherung.de/content/privatkunden/presse/detailseite/Schaeden-durch-Bambus-vermeiden/

die Rhizomsperre muss tief genug, 1m+ & stabil sein!! http://www.bambus-lexikon.de/rhizomsperre.html

Hallo,

diese Kieselsteine sind bewusst dort angelegt worden, damit sie Pflanzenwachstum verhindern sollen. Wachsen Pflanzen (Bäume, Sträucher..) zu nahe am Haus, so können die Wurzeln das Fundament schädigen oder evtl. Feuchtigkeitssperren beschädigen und Feuchtigkeit kann so in das Gemäuer eindringen.

Bambus wäre hier ungeeignet, denn er wäre nur sehr schwer kontrollierbar und wenn, dann nur mit sehr aufwendigen Rhizomsperren.

Wenn Du etwas Abstand von diesen Steinen hältst, kannst Du alles mögliche dort pflanzen und wenn es Dein eigener Garten ist, so würde ich mir gut überlegen, was dort Sinn macht.

Was hast du grundsätzlich mit dem Garten vor? was möchtest Du? Einen Naturgarten, der auch einen gewissen Nutzen bietet, einen Ziergarten? Es gibt so viele Möglichkeiten, das schön und interessant zu gestalten.

LG Jürgen

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