Darf der Chef einen anschreien?

20 Antworten

Bleib ruhig, wenn der Chef sich im Ton vergreift. Signalisiere ihm Gesprächsbereitschaft, wenn er wieder in der Lage ist, dies in einem angemessenem Ton zu tun. Gehe niemals auf die gleiche Ebene herunter, dann hast Du schon gewonnen. Und immer schön freundlich bleiben, dann hast Du gewonnen. Nicht wer schreit hat Recht.Kritik üben ist i.O., aber auf sachlicher Ebene. Warte ab, bis er sich wieder beruhigt hat, und dann suche Du das sachliche Gepräch bei ihm. Habe es selbst erprobt, hat super funktioniert. Probier es mal aus. L.G. und viel Erfolg Nordi

Für alle die hier sagen "natürlich darf er das." sage ich nur, UNSINN. Auch ein Chef hat NICHT das Recht die Leute anzubrüllen. In keinem Arbeitsvertrag steht dass man sich auf Arbeit anbrüllen lassen muss, selbst wenn mal etwas schief geht. Gegen sowas kann man auch angehen.

Sehe ich anders. Wenn Anschreien die hauptsächliche Kommunikationsform des Chefs ist zudem mit Beleidigungen gewürzt ist, dann erfüllt dies mitunter die Definition von Mobbing.

http://mobbing-recht-aktuell.blogspot.com/

Ich für meinem Teil würde in solchen Fällen, den Chef lauthals auslachen, damit er noch mehr im Dreieck hüpft und sich so richtig vergreift um ihn dann wegen Beleidigung und Verletzung des Ehrgefühls strafrechtlich zu belangen. Am besten vor Zeugen oder auf Microrecorder aufnehmen. Die Aufnahme dann einem Dritten vorspielen, dann greift § 201 STGB nämlich nicht mehr. :-)

Genau, wir provozieren den Chef bis aufs Blut, damit wir ihm eine reindrücken können, und nennen es dann Mobbing. Einfach ekelhaft, besonders im Vergleich zu echten Mobbingopfern!

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Hallo Alexnu, eigentlich sollte ein Gespräch vom Chef zum Mitarbeiter ruhig verlaufen, brüllen ist keine Alternative. Ich denke in Ruhe kann so manches Problem gelöst werden und dabei sollte auch eine gewissene Höflichkeit bestehen. Wenn das Dein Chef nicht kann, dann ist Er nicht in der Lage Mitarbeiter zu führen, es wäre ratsam in diesem Fall, das Dein Chef erstmal ein Seminar für Mitarbeiterführung besucht.

Eine sprachliche Kommunikation setzt vorraus, daß beide Gesprächssubjekte sich nach Soziolekt und Intention auf einer Basis bewegen. Sonst kommt es zu keiner vernünftigen Kommunikation, die das beabsichtigte Ergebnis hervorbringt. Der Chef hatte wohl die Absicht mit seinen sprachlichen Äußerungen und der Wahl der Stimmlage und Art und Weise, den Gesprächspartner zu einer das Ergebnis seiner Handlungsabsicht zeitigenden Handlung oder Verhalten aufzufordern, was ihm anderweitig in der Wahl seiner Mittel präsumptiv in der Situation nicht möglich schien. OK. Soweit das Linguistik- und Soziologie-Chinesisch. Im Klartext: Kann er machen. Nur muß er auch mit einer entsprechenden affektiven Abwehrreaktion seines Untergebenen rechnen. Denn: Anschreien ist nach heutiger Rechtsprechung eine besondere Form von Gewalt. Und Gewalt ist abzulehnen. Gewalt produziert Gegengewalt und Eskalation der Situation bis hin zur "echten" Körperverletzung, Prügelei etc. Das sehen die meisten Richter heute auch so.

Eine Lehrerein wurde deswegen schon von ihrem Schüler verklagt.

Wenn mich mein Chef anbrüllen würde, würde ich gleich ans Telefon gehen und den nächsthöheren Vorgesetzten anrufen. Nichts ist ein größeres Zeichen von Führungsstilschwäche, wenn ein Vorgesetzter sich in der Wahl seiner Mittel vergreift. Und das hätte für den "Brüller" unter Umständen ernsthafte Konsequenzen. So etwas dürfte in einer vernünftig geführten Firma nicht passieren. Heute werden die Vorgesetzten in "Ethik-Kursen" daraufhin geschult.

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@AnonymerNutzer

In unserer Firma gibt es für solche Fälle sogar einen "Ethics-Beauftragten" mit Hotline und Emailadresse. Dient alles dazu, das Betriebsklima vorbildlich zu gestalten. Ist leider noch nicht überall so.

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