Billige Reithose von fouganza?

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1 Antwort

Du musst Dir dazu die Frage beantworten, was Deine Reithose "können" muss. Billige und dazu gehören auch die Discountmarken der großen Häuser, wie die, die Du schon hast, neigen halt dazu, sich bei täglicher Nutzung inkl. häufigem Waschen in Wohlgefallen aufzulösen. In aller Regel muss man eine Markenhose nicht so oft nachnähen, wie eine solche.

ABER: Wenn sie richtig billig ist, kann man schon überlegen, ob man sich die Mühe mit dem Nähen macht oder einfach eine neue kauft.

Wichtig ist die Passform. Die ganzen obigen Überlegungen helfen nichts, wenn sie Dich einengt oder irgendwo zu weit ist, sodass sie sich verdreht, wenn Dir die Länge dann im Stiefel unangenehm ist oder irgend sowas. Da hilft für die Entscheidung nur anprobieren. Wenn sie Dir passt, ist erst mal schon halb gewonnen. Ich persönlich finde, die meisten Reithosen am Markt verhindern den losgelassenen Sitz schon alleine dadurch, dass sie einen in der Beweglichkeit einschränken durch ihren starren Stoff.

Dann stellt sich die Besatzfrage: Ohne Besatz am Gesäß kann man wunderbar ein bisschen umsitzen, wenn man merkt, man sollte dem Pferd in der Biegung helfen oder man sitzt nicht in seiner Mitte, mit stark haftenden Besätzen muss man dafür schier aufstehen, was natürlich nicht unbemerkt bleibt - weder vom Pferd noch vom Trainer. Dafür kann man mit einem mittel haftenden Besatz Gewichtshilfen gut über den Sattel auf's Pferd übertragen, wohingegen man mit reinem Stoff manchmal im Sattel etwas rutscht, also ein Teil der Hilfe "verpufft". Es hat alles Vor- und Nachteile und es schult, in verschiedenen Hosen zu reiten, um sowohl die Vor- und Nachteile zu spüren als auch sie dann gezielt nutzen bzw. kompensieren zu können. So wird sich irgendwann auch eine Lieblingshose finden, die einfach am meisten Spaß beim Reiten gibt.

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