Behandlung Hornzipfel?

6 Antworten

Der letzte Beitrag ist zwar schon eine Weile her, aber ich möchte trotzdem mal mein Statement dazu geben. Das könnte für den einen oder anderen Betroffenen interessant sein. Bitte bis zum Schluss lesen.

Ich selbst hatte auch Hornzipfel und wusste damals mit 15 Jahren (das war im Jahre 2000) überhaupt nicht, was das ist. Internet gab es schon, allerdings war alles noch in den Anfängen und man fand zu diesem Thema kaum Informationen.

Also ging ich zum Hausarzt. Er diagnostizierte fälschlicher Weise Feigwarzen und verschrieb mir eine ätzende Lösung gegen Feigwarzen. Dieses Mittel wendete ich vorschriftsmäßig an. Nach einigen Wochen vergingen die stechenden Schmerzen und der Bereich um die Eichel war verheilt. Leider waren die Hornzipfel nicht weg. Sie waren nur kleiner und weicher. Mist. Ich wollte doch so gerne meinen ersten Sex erleben und hätte sogar einige interessierte „Kandidatinnen“ dafür zur Verfügung gehabt.

Ungefähr ein Jahr später ging mein Hausarzt in Rente und es kam ein neuer Arzt. Das war meine Chance, dachte ich. Damals immer noch als Jungfrau und mit der falschen Diagnose „Feigwarzen“ unterwegs. Also ging ich gleich zu dem neuen Arzt und stellte ihm die Sache vor. Seine Diagnose lautete wieder: Feigwarzen. Auch er verschrieb mir ein ätzendes Mittel gegen Warzen. Das Ergebnis war das gleiche wie ein Jahr zuvor. Nach einigen Wochen mit Schmerzen und einer verkrusteten Wunde waren die Hornzipfel wieder da. Irgendwie hatte ich keine Lust mehr, mich deshalb wieder beim Hausarzt vorzustellen, und ließ die Sache ruhen. Ich war verzweifelt und verunsichert.

Mit 18 wurde ich dann zum Wehrdienst einberufen und bekam mit, dass sich meine Kameraden des Öfteren durch ihr ausuferndes Sexualleben (Bordellbesuche, One-Night-Stands usw.) mit Geschlechtskrankheiten (Tripper, Warzen, Herpes usw.) infizierten. Man sprach beim Bund relativ offen über solche Dinge. Der Militärarzt musste also Erfahrung haben, dachte ich mir. Also stellte ich bei ihm vor. Er stellte keine Diagnose und überwies mich zu einem zivilen Urologen. Auf Grund der hohen Nachfrage fuhr jeden Mittwoch ein Bus aus der Kaserne zum Urologen. Dieser Urologe stellte leider wieder die falsche Diagnose: Feigwarzen. Als ich ihm erzählte, dass ich schon zwei Mal erfolglos gegen Feigwarzen behandelt wurde, meinte er: „Wir müssen ein stärkeres Mittel, was nur der Arzt anwenden darf, einsetzen“. Er trug eine extrem ätzende Lösung auf, wodurch die Schmerzen und das Ausmaß der Wunde die beiden vorherigen Behandlungen deutlich übertrafen. Am Tag der Behandlung bekam ich gleich einen neuen Termin ein paar Wochen später zur Nachuntersuchung. Anfangs sah es aus, als wären die Hornzipfel weg, aber sie kamen wieder. Bei der Nachuntersuchung wurde die Sache dann endlich aufgeklärt. Der Urologe sagte mir: „Die Dinger sind keine Feigwarzen. Ich habe mich geirrt. Nach Rücksprache mit einem Fachkollegen kann ich dir sagen, dass das keine Krankheit ist und nicht behandelt werden muss. Man kann es wegoperieren oder weglasern, aber das wäre eine Schönheits-OP und wird von der Kasse nicht bezahlt“. Das Wort „Hornzipfel“ erwähnte er allerdings nicht. Wahrscheinlich waren Hornzipfel auch was völlig Neues für ihn. Nun war ich wenigstens erstmal beruhigt, dass es keine Krankheit ist.

Es folgten über die nächsten Jahre mehrere Beziehungen und sexuelle Bekanntschaften. Es waren knapp 20 verschiedene Frauen, mit denen ich Verkehr hatte. Keine der Frauen hat sich davor geekelt oder die Sache mal angesprochen, was ich schon ein wenig verwundert. Schließlich war der Befall bei mir relativ stark (fast wie auf den Fotos bei Wikipedia) und ich hatte mit den meisten Frauen auch Oralverkehr, 69 usw. bei Tageslicht.

Dann, mit 35 Jahren, lernte ich eine ältere Dame (41) kennen, die schon sehr erfahren war. Sie sprach die Sache während des Oralverkehrs direkt an. Sie: „Oh, Du hast ja Hornzipfelchen“. Ich (ein wenig verängstigt): „Jo“. Sie: macht weiter :D

Angeregt durch diese Erfahrung befasste ich mich wieder mit dem Thema und durchstöberte das Internet, was nun umfassende Informationen lieferte. Ich stieß auf die Website eines Urologen in Kornwestheim, der sich auf die Entfernung von Hornzipfeln spezialisiert hat, und dachte mir: „Warum denn nicht? Ich komme zwar mit den Dingern klar, aber ohne wäre es doch noch schöner und ich würde mich gerade bei neuen Kontakten einfach besser fühlen. Und die Kosten sind im Moment auch kein Problem für mich“. Also schrieb ich den Urologen über Email an und schilderte mein Anliegen. Anhand von ein paar Fotos, die ich ihm schickte, machte er mir einen Kostenvoranschlag von 300€. Des Weiteren bekam ich einen ambulanten Termin für die LASER-OP und ein Rezept für eine Betäubungscreme (Anesderm 25mg/g + 25mg/g 30g), die man auch ohne Rezept im Internet bestellen kann. Am Tag der OP reiste ich in Kornwestheim an und trug eine Stunde vor dem Termin die Creme auf. Kurz vor der OP sollte ich die Creme nochmals schön dick auftragen. Während der OP liegt man in einem Gynäkologenstuhl. Ein unangenehmes Gefühl, aber dafür sehr bequem . Der Arzt sitzt vor einem und zwischen den gespreizten Beinen. Die Behandlung an sich war bei mir absolut schmerzlos und hat ca. eine halbe Stunde gedauert. Der CO2-LASER verdampft die Hornzipfel mit einer Leistung von 4W. Der durch die Verdampfung aufsteigende Qualm/Rauch wird von einer Assistentin mit einem Schlauch abgesaugt. Wo vorher Hornzipfel waren, bleibt nur noch eine schwarze Kruste übrig. Schon 15 Minuten nach der OP saß ich wieder im Auto und fuhr glücklich und zufrieden nach Hause.

In den darauffolgenden Tagen kam ich mit einem Tierarzt in Gespräch und erzählte ihm von der OP. Er meinte: „Ja, kann man lasern. Aber hätte man auch günstiger mit einem Elektrokauter wegmachen können.“ Was ist denn nun ein Elektrokauter? Ein Elektrokauter ist ein Gerät, was Hitze in das Gewebe einträgt und es dadurch verdampft bzw. verödet. Es gibt im frei verkäuflichen Bereich zwei Arten: Erstens klassische Elektrokauter mit einer heißen Drahtschlaufe, die nach dem Prinzip „Lötkolben“ funktionieren. Zweitens sogenannte Plasma-Pens, bei denen zwischen der Spitze des Gerätes und der Haut ein kleiner Lichtbogen erzeugt wird, der die Haut verbrennt/kauterisiert. Üblicher Weise werden die Plasma-Pens zur Entfernung von Warzen, Muttermalen und sogar Tattoos verwendet. Bei Youtube gibt es zahlreiche Videos zur Anwendung.

Zwei Wochen nach der LASER-OP war mein Penis komplett ohne Narben und ohne Taubheitsgefühle verheilt. Ein perfektes Ergebnis - bis auf drei Hornzipfel, die der Urologe leider übersehen hatte. Er sagte mir schon während der OP, dass ich mich melden und einen zweiten Termin ausmachen soll, falls er was übersehen hat. Um die Sache mit dem Elektrokauter mal auszuprobieren und mir die lange Anreise zum Urologen zu ersparen, bestellte ich einen Plasma-Pen für ca. 30€ und ein Wund-Desinfektions-Spray. Ich trug diesmal bewusst keine Betäubungscreme vor der Behandlung auf, um nicht zu tief einzubrennen. Mein Elektrokauter (ein China-Produkt) hat 9 Intensitätsstufen. Ich musste nach der Desinfektion schon die höchste Stufe nutzen und jeweils mindestens 2 Sekunden draufhalten, um einen Hornzipfel zu verdampfen. Das war natürlich mit Schmerzen verbunden. Aber man kann es ertragen. Es entstand eine ähnliche schwarze Kruste wie beim Lasern. Im Abstand von ein paar Tagen wiederholte ich die Behandlung noch zwei Mal mit Betäubungscreme. Nun sind die drei Hornzipfel auch noch weg. Auch wieder ohne Narben und ohne Taubheitsgefühle. Sehr schön :D Was ich noch sagen kann ist, dass die Behandlung mit dem Plasma-Pen trotz Betäubungscreme etwas Schmerz verursacht. Vermutlich, weil durch den elektrischen Stromfluss des Lichtbogens auch tiefliegende Nerven angesprochen werden. Ich denke, dass da der klassische Elektrokauter mit einer heißen Drahtschlaufe, der auf den ersten Blick martialisch anmutet, ähnlich schmerzlos wie der LASER ist. Außerdem vermute ich, dass beim klassischen Elektrokauter eine einmalige Behandlung ausreicht. Dafür ist der Plasma-Pen aber besser dosierbar.

Das sollt hier keine Anstiftung zur Selbstbehandlung sein. Entweder Ihr lebt mit den Hornzipfeln, was ohne Frage möglich ist, oder geht bitte zur LASER-OP. Ich habe den Versuch mit dem Elektrokauter gemacht, aber da kann auch einiges schiefgehen (Entzündungen, Narben…).

Es gibt im Internet auch einige Scharlatane, die irgendwelche Wundermittel gegen Hornzipfel verkaufen (Cremes, Bücher, Anleitungen usw.). Fallt da bitte nicht drauf rein. Das funktioniert alles nicht.

Ich hoffe, ich konnte mit meiner Geschichte dem einen oder anderen Betroffenen weiterhelfen.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Du kannst sie ganz einfach selbst entfernen.

Vorgehen:

-Betroffene Stelle säubern und trocknen.

-Eine Schicht Zahnpasta auftragen und auf der betroffenen Stelle verteilen, kurz antrocknen .

ACHTUNG: Weiße Zahnpaste, mit Flourid, kein Gelee. Bspw. Signal funktioniert

-Eine einzelne Lage eines Tempos auf"kleben".

-Jeden Abend Wiederholen, Morgens sauber machen.

Nach spätestens 3-4 Tagen merkst du Unterschiede. Das Flourid entzieht der Hautschicht die Feuchtigkeit, dadurch schält sich diese mitsamt den Schädlingen. Haut kannst du auch selbst etwas abziehen.

Schmerzfrei, gesundheitlich idR. unbedenklich.

Muss es weiße Zahnpasta sein?

habe nur diese Standart Zahnpasta mit den 3 Farben

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@Sakamura2002

Ich sag mal, Signal geht auch. Aber ja, es sollte weiße Zahnpasta sein, zumindest kein Gel/Gelee. Falls sie gefärbt ist kannst du es trotzdem mal Probieren

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@Sakamura2002

Vielleicht für ganz kurz, geht aber schnell weg. Mach dir keine Sorgen da kann nichts passieren, die Haut schält sich erst nach 3-4 Nächsten gut. Dann weiter wiederholen und nach 4 Tagen mal eine Pause für ne Woche. Dann nochmal wiederholen und die bist auf der sicheren Seite.

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Hornzipfel sind harmlos. Eine Operation ist nicht notwendig.

Wenn du sie trotzdem durchführen möchtest musst du die Kosten selber tragen. Wird glaube ich mit einem CO2-Laser gemacht.

Hallo.

Hornzipfel sind nicht ansteckend oder so, sie sehen nur unschön aus. Soweit ich weiß, zahlt die Entfernung die Krankenkasse nicht aber sie können operativ entfernt werden.

Liebe Grüße :)

Man kann sie operativ entfernen lassen. Muss man aber selber bezahlen, weil es ein kosmetischer Eingriff ist.

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