Was ist die Bedeutung von diesem Zitat von Bertolt Brecht?

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5 Antworten

Das ist eine problematische Aussage. Das merkt man, wenn man die Aussage umdreht: "Der Mensch ist erst wirklich nicht mehr lebendig, wenn niemand mehr an ihn denkt." Zum lebend sein eines Menschen gehört, dass er aktiv sein kann, dass er z.B. Widerspruch einlegen kann, wenn ein falsches Bild von ihm verbreitet wird. Nur noch im Gedächtnis von Personen zu bleiben, ist nicht "lebendig", weil man keinen Einfluss mehr darauf hat, wie die Erinnerung ausgestaltet wird. Man kann sich nicht mehr wehren, wenn faustdicke Lügen verbreitet werden.

Der Mensch ist vor allem ein psychisches Wesen, dass so in seinen Angehörigen und Freunden eingehaust ist. Diese haben vom Verstorbenen Bilder seiner im Kopf, daher ist er so nicht völlig tot.

Erst mit einem solchen Verblassen ist der Tod dann perfekt.

Die gottgleichen Herrscher haben das schon immer gemacht mit ihren baulichen Monumenten. Bert Brecht wollte sicher literarische Monumente hinterlassen.

Hallo,

solange die Menschen noch an den Toten denken,

lebt er in ihren Gedanken und ihren Herzen weiter.

Wenn man zu Lebzeit etwas getan hat, an das die Nachwelt sich erinnert, dann existiert man in den Köpfen der Leute weiter (z.B. Beethoven-Hype in Bonn)

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