Astronomie; Horizontsystem und Äquatorsystem

1 Antwort

Hallo sss27,

mit beiden Koordinatensystemen kannst Du die exakte Lage eines Sternes am Nachthimmel beschreiben. Unterschiedlich ist aber, welche "Koordinatenachsen" Du verwendest und daraus resultierend, wann welches System praktisch ist.

Im Prinzip ist aber die Idee nicht anders wie auf der Erde. Auch hier geben wir die Lage einer Stadt auf dem Globus ja in Koordinaten an - geographische Länge und Breite. Genauso machen das Astronomen auch:

Entweder man orientiert sich als Basis der Koordinaten am eigenen Horizont. Einfallsreich und kreativ, wie Astronomen nun mal sind, nennen wir dieses Koordinatensystem dann das "Horizontsystem".

Im Horizontsystem beschreibt man die Position eines Sterns mit zwei Winkeln: seiner Höhe - über dem Horizont und dem sogenannten Azimut, das ist der Winkel zur Nordrichtung.

Das Horizontsystem mag einleuchtend definiert sein, es hat aber einen Nachteil: Die Sterne verändern ständig ihre Koordinaten darin. Da ein Stern ja im Osten aufgeht, im Westen untergeht, verändern sich seine Höhe und sein Abstand von der Nordrichtung permanent.

Angaben im Horizontsystem sind also praktisch, weil sie leicht vor Ort messbar sind, man muss aber immer die Beobachtungszeit und den Beobachtungsort mit angeben, damit jemand anders umrechnen und den beobachten Stern wiederfinden kann.

Deswegen verwenden Astronomen noch ein anderes Koordinatensystem, bei dem ein Stern feste, also für übliche Beobachtungszeiträume nicht zeitabhängige Koordinaten hat. Als Basislinie dient hier der (Himmels-)Äquator. Und ja, auch hier waren die Astronomen bei der Namensgebung einfallsreich und kreativ: wir nennen dieses Koordinatensystem das "Äquatorialsystem"

Die zwei Winkel, die für jeden Stern als Koordniaten dienen, sind hier sein Abstand vom Himmelsäquator("Deklination") und seine sogenannte "Rektazension", sein Abstand vom Frühlingspunkt - dem Punkt auf dem Äquator, an dem die Sonne beim Frühlingsanfang steht.

Diese beiden Winkel sind (kurzfristig) fest für jeden Stern und man kann sie an andere Astronomen weitergeben und die können dann damit den Stern, den man beobachtet hat, selber auch finden.

Die Koordinatensysteme sind hier genau erklärt:

http://www.leifiphysik.de/themenbereiche/sternbeobachtung#Koordinatensysteme

Da siehst Du die erwähnten Winkel eingetragen. 

Ich hoffe, das hilft etwas.

Grüße

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