Anisotrope Verhalten von Graphit?

2 Antworten

Isotrop nennt man eine Eigenschaft eines Körpers dann, wenn sie nicht davon abhängt, aus welcher Richtung man auf den Körper einwirkt. Dagegen nennt man sie anisotrop, wenn es auf die Richtung ankommt.

Beispiel Butter: Wenn man Nägel in ein Stück Butter klopfen will, dann geht das von allen Seiten gleich gut. Die Härte der Butter ist isotrop.

Beispiel Holz: Beim Holzhacken kommt es darauf an, aus welcher Richtung die Axt auf das Holz trifft. In Faserrichtung läßt sich das Holz gut spalten, aber quer zur Faserrichtung ist es sehr mühsam. Die Spaltbarkeit des Holzes ist anisotrop.

Graphit besteht ja aus den wabenförmigen Schichten. Anisotropie ist beispielsweise bei der elektrischen Leitfähigkeit zu beobachten, da Graphit nur entlang der Schichten leitet, nicht aber quer durch die Schichten.

Warum leitet Graphit bei Hitze besser?

Wir haben in Physik eigentlich nur durchgenommen, warum Eisen, wenn's warm wird schlechter leitet. Daneben haben wir uns aber noch angeguckt, wie sich die Leitfähigkeit bei Graphit und wie bei Konsantan (die verändert sich gar nicht). Als eine nachgefragt hat, warum das bei Graphit so ist, hat er gesagt, dass man das im Gymnasium dran nehmen würde und das ein Bisschen komplizierter ist, als bei Eisen, weil das ein Halbleiter ist und so, aber dass eine sehr stark vereinfachte Erklärung ist, dass die Elektronen teilweise etwas fester an ihrem Platz sind und die erst Energie brauchen, damit sich überhaupt frei bewegen können. Zuhause hab ich mal gegooglet und da stand, dass sie die Elektronen nur auf so Ebenen in der Kristallstruktur frei bewegen können und senkrecht dazu nicht, dass aber bei üblichem Graphit in Bleistiften und so diese Kristallstruktur gebrochen ist, sodass es egal ist, an welchen Seiten man die Spannung anlegt. Ist das jetzt so, dass die Elektronen bei mehr Energie größere Abstände bei diesen gebrochenen Kristallstrukturen überwinden können? Und wenn nicht, was ist es dann?

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