Administrations- und Dispositionssysteme

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1 Antwort

Administrations- und Dispositionssysteme werden in der Regel in Form von Software eingesetzt, wobei man bei der Administration eher Hardware / Geräte und auch Software überwacht und bei der Disposition Waren, Betriebsgegenstände (LKWs, Schiffe, Container) oder Mitarbeiter. Ein paar Beispiele: Administrationssysteme überwachen in Unternehmen z.B. die Verfügbarkeit und Auslastung von PCs, Drucker, Router, Netzwerk, Server, Telefonanlagen etc. Mit den Administrationssystemen werden auch Wartungsarbeiten durchgeführt, Softwareupdates eingespielt etc. In größeren Firmen gibt es dafür meist eine eigene IT-Abteilung. Da sitzen also Mitarbeiter an Computern, die eine bestimmte Software zur Überwachung der Systeme ( = Router, Server etc) installiert haben. Administrationssysteme können z.B. auch zur Gebäudeüberwachung eingesetzt werden: sind alle Türen geschlossen, ist die Alarmanlage scharf geschaltet, welche Tür darf mit welchem Code von welchem Mitarbeiter geöffnet werden etc. Mit Adminstrationssystemen werden aber auch Industrieanlagen gesteuert: welches Ventil ist wie weit geöffnet (Durchflußsteuerung), welche Maschine läuft, welcher Behälter hat welchen Füllstand etc. Dispositionssysteme kommen eher in Logistik- und Handels-Unternehmen zum Einsatz: welche Ware ist in welchen Lager vorhanden, wo muß wieder Ware aufgefüllt /nachbestellt werden etc. Oder: welches Schiff, welcher LKW ist mit welcher Ladung wohin unterwegs, wann kommt es an und welche Ladung kommt dann wieder drauf. Auch Mitarbeiter kann man disponieren. Stell Dir eine große Firma vor mit mehreren Standorten und / oder mit Aussendienstmitarbeitern vor. Damit man einen Überblick behält, welcher Mitarbeiter (z.B. Techniker) wo im Einsatz ist und wo ggf. ein Mitarbeiter fehlt (wegen Krankheit, Urlaub oder wegen besonders vieler Aufträge), setzt man solche Systeme ein, um das zu planen. Die Software, die zum Administrieren oder Disponieren eingesetzt wird, ist je nach Unternehmen sehr unterschiedlich. Stell Dir einfach vor es ist eine Software auf einem PC, bei der dann statt grüne rote Lämpchen leuchten, wenn irgendetwas aus dem Ruder läuft. Dann muß ein Mitarbeiter, der diese Software betreut, reagieren. Manche Sachen lassen sich auch automatisch mit der Software beheben und steuern. Aber auch dieser Automatismus muß natürlich von einem Mitarbeiter eingestellt worden sein. Adminstrations- und Dispositionssysteme sind oft sehr umfangreich und man braucht mehrere Wochen bis Jahre Ausbildung, um sich damit auszukennen. Und aufgrund des Umfanges sind solche Systeme auch sehr teuer (ausser es ist opensource) und somit für einen normal sterblichen nicht erschwinglich. Macht ja aber auch keinen Sinn, so etwas privat einzusetzen. Wenn Deine Festplatte am PC voll ist, merkste das schon irgendwie und die eigene Familie braucht man auch nicht zu disponieren bzw. macht man eine Aufgabenverteilung vielleicht morgens am Frühstückstisch. :-) Beide System-Arten werden zur Prozeßoptimierung eingesetzt. Was letztendlich Zeit und Geld spart. Stell Dir vor, Mitarbeiter stehen sich die Beine in den Bauch, weil der Aussendienst-Techniker z.B. keinen Auftrag erhalten hat oder die Mitarbeiter in einer Bank nicht arbeiten können, weil irgendwo ein Netzwerkkabel defekt ist oder das email-Programm nicht zur Verfügung steht. Stell Dir vor ein Kunde will ein Unternehmen beauftragen, Ware von a nach b zu transportieren und das Unternehmen weiß nicht, auf welchem Schiff noch Platz für weitere Container ist. Nicht arbeitende Mitarbeiter oder nicht ausgelastete Betriebsgegenstände (rumstehende Schiffe oder LKWs) sind teuer und nicht wirtschaftlich für ein Unternehmen. Ohne Adminstrations- und Dispositionssysteme würdest Du z.B. kein einziges Paket nach nur zwei bis drei Tagen erhalten, wenn Du irgendwo etwas bestellt hast. ;-)

Hoffe, ich konnte etwas Licht ins Dunkel bringen? Deine Vorstellung ist also auf jeden Fall schon mal richtig.

Jena21 23.02.2014, 15:53

Großes Dankeschön! Du hast mir sehr geholfen.

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