Frage von pferdressur, 93

Was sollte man bei einer Pflegebeteiligung wissen?

Hi... Da die besi heute sich das ansieht ob das Pferd für mich als Pflegebeteiligung was wäre, deswegen wollte ich euch fragen, was ich alles wissen muss :)

Antwort
von Viowow, 60

pflegebeteiligung ist bei uns so: du darfst allles mit dem pferd machen, nur eben nicht reiten. bezahlt wird trotzdem. warum? es gibt kein pferd umsonst. pferde kosten immer etwas.

was du wissen solltest? alles was du bei einer rb oder als besi auch wissen musst:
vernunftige bodenarbeit, richtiges longieren, evtl. fahren vom boden, zirzensik, handarbeit etc.
krankheiten erkennen, erste hilfe, fütterung, haltung, usw.

die frage ist aber eher, warum es deine PB ist: kannst du es nicht reiten vom können her? ist es krank?

Expertenantwort
von Sallyvita, Community-Experte für Pferde & reiten, 71

Pflegebeteiligung - meines Wissens nach handelt es sich lediglich um ein Pferd, welches man putzen darf, vielleicht mal auf die Weide bringen oder von der Weide holen, eventuell wird erwartet, dass man die Box mistet und davor fegt, unter Umständen das vorgesehene Futter gibt, das Sattelzeug sauber hält - aber eben nicht reiten darf.

Reitbeteiligung - da macht man all das oben beschriebene meist auch, aber  darf eben auch reiten.

Für ersteres würde ich keinen Cent bezahlen, für weiteres schon.

Was Du für eine Pflegebeteiligung wissen musst, ist eigentlich nicht besonders viel. Du musst lieb zu Pferden sein, gut mit ihnen umgehen und den Rest kann man Dir erklären.

Kommentar von Viowow ,

warum sollte ein PB pferd andere ansprüche haben als ein RB pferd? Man muss trotzdem alles nötige wissen.

Kommentar von Sallyvita ,

Mal ehrlich - ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass man tatsächlich viele unheimlich Pferde-kundige findet, die damit zufrieden sind, für andere den Stallburschen zu machen und nicht einmal reiten zu dürfen. Wenn ich das mit der Pferdepflege nicht selber machen wollen würde und ich würde jemanden dafür suchen, dann denke ich schon, dass man ihn in die Tätigkeiten einweisen könnte, die man abwälzen will. 

Aber sicherlich kann ich damit auch total falsch liegen.

Kommentar von Dahika ,

nein, das seh ich genauso. Ich habe eine Art Pflegebeteiligung an meinem Pferd. Es ist ein  sehr gut geförderter geistig behinderter Jugendlicher, der Riesenspaß an Pferden hat. Obwohl er reiten lernt in einer Behindertengruppe, wird er mein Pferd niemals reiten können. Aber er darf es mit mir zusammen von der Weide holen, er darf die Schubkarre schieben, wenn ich abäppel, er darf putzen, etc... Er ist begeistert, dass er sich nützlich machen darf, ich erkläre auch gerne den Umgang mit den Tieren.
Abwälzen tu  ich allerdings nichts auf ihn, na ja, außer manchmal die Schubkarre über die große Wiese schieben, denn er ist sehr kräftig. Er kommt freiwillig und sehr gerne, ist stolz, wenn er mitarbeiten darf, und wenn er keine Lust mehr hat, geht er wieder.

Kommentar von Sallyvita ,

Respekt! DAS finde ich toll!! Großartig, dass Du ihm diese Möglichkeit gibst. 

Kommentar von Viowow ,

ok, dann gehegen aber die meinungen was eine PB ist auch weit auseinander. meine PBs müssen gar keine stallarbeit o.ä. machen. sie sollen sich nur um das jeweilige pferd kümmern. nur eben ohne reiten

Kommentar von Viowow ,

dahika, das finde ich spitzenklasse, das du einem jungen diese chance gibst. toll. ich hab lange in dem bereich gearbeitet und finde es absolut faszinierend, wie pferde auf menschen wirken können. gerade in einem bereich, vor dem viele menschen angst haben.

Kommentar von MontyReiter ,

Ich habe neben meiner Rb auch noch ein Pflegepferd das ich nicht reiten kann, da er nicht reitbar ist. Ich liebe ihn über alles und wir gehen einfach an und zu mal spazieren aber normalerweise putze und betüddel ich ihn halt nur.

Expertenantwort
von Dahika, Community-Experte für Pferde, 35

Nix.

Bei einer Pflegebeteiligung ist es Aufgabe der Besitzerin, dir das beizubringen. Wenn sie eine geschulte Kraft haben will, dann muss sie die bezahlen.

Antwort
von Freibergertypen, 61

Ich denke als Pflegebeteiligung geht es darum Zeit mit dem pferd zu verbringen. Putzen, Streicheln, von der Weide holen. Genau wie mein Vorredner auch schon gesagt hat: Dafür sollte man nicht zahlen! Du kommst und kümmerst dich und reitest aber nicht....manche bekommen sogar Geld dafür.

Ich kenne Pflegebeteiligungen, die auch Bodenarbeit und Zirkuslektionen, sowie Spaziergänge wünschen.

LG Freibergertypen

Kommentar von Viowow ,

die, die dafür geld bekommen, haben eine ausbildung und verdienen sich ihren lebensunterhalt damit....

Kommentar von Freibergertypen ,

Stimmt auch wieder.

Aber ich würde für eine PB nichts verlangen, weil ich ja glücklich wäre, dass jemand sich um mein Pferd kümmert ohne es zu reiten

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