10 jähriges Pferd mit Dämpfigkeit reitbar?

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3 Antworten

Ja klar - normalerweise schon. Ist wie Asthma bei Menschen. Wenn Du fragst, wird es nicht so stark sein. Wenn das Pferd so stark betroffen ist, dasscDu es nicht mehr reiten solltest, merkst du es selber - das Elend ist dann  nicht zu übersehen. 

Du wirst schnell herausfinden, wie hoch die Beansprungung für das Pferd sein darf  - und ihm sogar besser tut, als völlig faulenzen...

Kann auch sehr nach Tagesform schwanken ( habe nur die Kurzfform gelesen)

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Ein Pferd mit Dämpfigkeit ( chronische Lungenerkrankung ), kann sehr wohl noch geritten werden....je nach Grad der Erkrankung....allerdings nur ruhige Spazierritte...keine Turniere etc...auch sollte es beim Reiten nicht in Schweiss geraten..

Auch sollte ein dämpfiges Pferd nicht einer Reithalle bewegt werden, da es noch mehr Atemprobleme bekommen würde durch den Staub....am meisten hilft ihm viel Weidegang...je nach Temperatur mit einer Decke...und viel frische Luft. Achte darauf, dass im Stall kein Durchzug ist, dass das Pferd aber eine Aussenbox hat, wo es frische Luft bekommt.

Wenn es aber bereits die Nüstern im Stehen weit bläht, weil es zu wenig Luft kriegt...sollte man es nicht mehr reiten, und mit dem Tierarzt besprechen, wie`s weiter gehen soll.

Des weiteren sollte man das Heu anfeuchten bevor man es füttert., da auch der Heustaub schadet.


 

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Kommentar von Urlewas
19.10.2016, 21:24

Nun, das kommt auch auf die Qualität der Reithalle an. Ein gepflegter Terratex boden oder wenn der Belag regelmäßig ausgewechselt und gewässert wird, kann da das Staibaufkommen unter Umständen geringer sein,mals auf einem trockenen Feldweg.. Aber das merkt man ja jeweils selber.

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Wenn ein Pferd für dämpfig erklärt wird, ist das meistens ein ziemlich weiter Begriff. Man spricht ja schon von dämpfig, wenn bei der Ausatmung die Bauchmuskeln (Dampfrinne) benutzt werden.

Bei optimaler Haltung und Fütterung kann diese Erkrankung aber durchaus heilbar sein. Unser altes Pony war jahrelang auch lt. TA dämpfig.

Durch Offenstallhaltung, gewaschenes Heu oder gute Heulage, und zufüttern von Bronchialkräutern wurde er wieder total fit.

Wichtig ist bei solchen Pferden, dass sie bei dieser Erkrankung nur eingeschränkt reitbar sind. Werden sie zu stark belastet können die Lungenbläschen platzen, und das Pferd hat nach einer bestimmten Zeit soviel zerstörtes Lungengewebe das es unter Sauerstoffnot leidet und eingeschläfert werden muß.

Ich hoffe das ich Dir etwas helfen konnte!

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Kommentar von Baroque
19.10.2016, 10:07

Mit Heulage wird sie Probleme bekommen, weil das Pferd nicht so viel Sport machen kann, dass es die verstoffwechseln kann und das Pony da in die Rehegefahr rutscht, die brauchen ja generell weniger. Heulage ist ja quasi das Raufutter der Hochleistungssportler. Man weiß heute, dass Rennpferde dann kein Kraftfutter mehr benötigen, also null, nix, gar nix. Heulage ist einfach deutlich energie- und nährstoffreicher als Heu.

Aber alleine raus stellen an die Luft, keine Box mehr (ist zwar vor Ort aktuell nicht gegeben, aber auf dem Hof der Oma ist ein entsprechender Umbau leichter zu bewerkstelligen als auf einer Fremdanlage, wo man nur einen Platz anmietet) können sich die Probleme mit der Zeit lösen. Dieses Heu wässern, was man so oft beobachtet, macht grad mal 10% Erleichterung verglichen mit Umstellung in Offenstallhaltung bei ganz normalem Heu aus der Raufe. Wichtiger ist wirklich, dass wenn die Pferde pinkeln, der austretende Ammoniak vom Wind weg geweht wird und nicht im Gebäude bleibt, daher Offenstall. Und den Unterstand auch möglichst großzügig öffnen, also wenn es geht, die Südwand komplett entfernen. Wenn dazu bestehende Gebäude genutzt werden, ist halt oft keine Südwand verfügbar, da muss man dann halt mit Vordächern o.ä. Wetter weg halten.

Gewaschenes Heu gibt man normal nicht Pferden mit Atemwegsproblemen, sondern Rehepatienten, da ein Großteil der Nährstoffe ausgewaschen wird.

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