Kaninchen-Opa vernachlässigt Fellpflege und Fell verfilzt, was nun?

Hallo zusammen, ich habe ein Problem mit meinem Kaninchen-Opa (max. 13 Jahre alt) Ich habe festgestellt das er sich selten bis gar nicht mehr putzt und entsprechend sieht sein Fell auch aus. Es ist unten am Bauch hart und hat eben so harte Spitzen, wie angetrocknete Flüssigkeit. Ich weiß nicht. Das Fell ist an manchen Bereichen leicht verfilzt und an den Beinen Außenseiten dicke Klumpen. Auch die Fußunterseite ist hart und verschmutzt. Der Genitalbereich ist aber sauber. Kot ist normal. Meine Tiere leben im Außengehege auch im Winter. Dort ist viel Erde zum graben. Sein Gehör scheint auch etwas nachgelassen zu haben. Fressen tut er wie ein verrückter, aber mager ist er trotzdem. Er hoppelt nicht mehr so herum wie früher, sondern ruht viel aus.

Ich bin nun etwas ratlos und weiß nicht was ich machen soll. Wenn ich ihm das Fell abscheren würde, dann hat er aber immer noch das Problem weil er sich nicht mehr putzt. Ich hab ihn nicht permanent im Blick, da der Garten wo auch das Gehege ist außerhalb meiner Wohnung ist, also ich kann nicht kurz nach gucken gehen, sondern muss erst zum Garten hin fahren mit dem Rad oder Auto.

Ich mache mir Gedanken im Winter dann. Wenn ich das Fell kürze, fehlt auch das Winterfell. Den Opi rein holen ist nicht drin. Er lebt schon immer draußen und will ihn auf keinen Fall die Freiheit draußen nehmen, außerdem hab ich ein knapp 4 Jähriges Kind und Hund in der Wohnung die laut sind. Das möchte ich nicht.

Kann ich ihn baden? Aber ob das gut ist wegen Stress. Er ist allgemein extrem scheu und kriegt schon Panik wenn ich ihn anfasse.

Ein Tierarztbesuch ist bestimmt sinnvoll was ich auch machen will, nur löst es das Problem nicht langfristig.

Habt ihr eine Idee? Und wie ich das Fell erst mal vom Filz und Dreck befreien könnte? Ich wollte ihn mal bei warmen Wetter etwas nass machen, ob er sich dann wieder putzt.

Er ist aber auch sehr alt. Vielleicht die Knochen?

DANKE EUCH !

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Ein Kaninchen dieses Alters ist schon eine Seltenheit und spricht für ein Tier mit guter Gesundheit und guten Lebensumständen. Aber wie ein Mensch, der ein hohes Alter erreicht hat, sich mit mehr und mehr Einschränkungen abzufinden hat, zeigt auch ein Tier, das in freier Natur vielleicht 3-5 Jahre lebt, Verschleißerscheinungen auf der rein körperlichen wie auch der mentalen Ebene. Dein Kaninchen hat mit Sicherheit Bewegungseinschränkungen durch Arthrose, eingeschränkte Nahrungsverwertung, die zum Abbau der Muskulatur führt (Abmagern, Schwäche), vielleicht eine Störung der Niere und der Harnwegsfunktionen und mit Sicherheit auch eine Einschränkung im Verhaltensbereich, so dass es weniger Antrieb zu Aktivitäten zeigt. Ich habe selbst ein Kaninchen von 11 Jahren, das phasenweise fast nur schläft, oft desorientiert wirkt, nicht immer ausreichend frisst und trinkt, so dass ich ihm etwas anbieten muss.

Du solltest meines Erachtens unbedingt zum Tierarzt mit ihm gehen, alle Funktionen kontrollieren lassen, vor allem die Zähne (!) und abklären, ob die hoffnungslos verfilzten Fellpartien abzuscheren sind und wie die nachfolgende Pflege auszusehen hat. Ihn einfach weiter unbeobachtet zu halten, würde ich nicht fertig bringen, denn die Winterkälte und die jüngeren Kaninchen, mit denen er wohl zusammenlebt, könnten ihm sehr zusetzen. Vermutlich wäre es das beste ihn zu idealistischen Menschen zu geben, die auf die Haltung alter oder chronisch kranker Tiere eingerichtet sind, denn in Einzelhaltung wirst Du ihn wohl nicht glücklich machen, wenn er so menschenscheu ist. Zumindest solltest Du häufiger nach ihm sehen.

Ich weiß, das kostet viel Mühe. Ich wünsche Dir ,dass Du eine gute Lösung findest!

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Ich würde eher zu einer Häsin als Gefährtin raten. Gibt es in dem betreffenden Wurf kein Mädchen? Das wäre ideal. Frühe Kastration des Männchens natürlich vorausgesetzt. Auch ein anderes Weibchen im jugendlichen Alter wäre unkompliziert bei der Vergesellschaftung. Bei zwei Kastraten, auch Geschwistern, ist der Verlauf der Beziehung ungewiss. Der kastrierte Rammler, den ich als Partner für meine "verwitwete" Häsin übernahm, wurde als Jungtier mit seinem ebenfalls kastrierten Bruder gehalten, bis sich die beiden an die Kehle gingen und getrennt werden mussten. Mein "Flocke" ist allerdings auch ein sehr selbstbewusstes Tier, das meine kleine sonst auch ziemlich freche Häsin vom ersten Tag an dominiert hat, während meine früheren kastrierten Kaninchenmännchen eher schüchtern waren. Die Langohren sind untereinander halt auch verschieden. Geh lieber auf "Nummer sicher": Eine Vergesellschaftung erwachsener Tiere bedeutet immer Stress, auch wenn sie sich hinterher vertragen.

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Ich meine auch, das müsstest Du aus der Mengenangabe erschließen können. In einen größeren Topf mit Suppe, Eintopf etc. gibt man höchstens 3 Esslöffel des Brühe-Konzentrats; flüssige Bouillon aber in der Größenordnung von Tassen, 1/4 Litern o.ä. Wenn bereits Wasser oder sonstige Flüssigkeit vorgelegt wurde, ist in der Regel Konzentrat gemeint. Gutes Gelingen!

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Ich bin kein Katzen-"Besitzer", hab mich aber in letzter Zeit kundig gemacht über deren Verhalten und habe diverse Male bei Ratgeber-Foren gelesen, dass die Kastration (nicht nur Sterilisation!) die einzige wirksame Methode ist, die sehr ausgeprägten Symptome der "Rolligkeit" abzustellen. Es wird auch ausdrücklich empfohlen, dies zu tun, um der Kätzin das Leben mit dem Menschen leichter zu machen, da die Tiere selbst offenbar stark unter dem nicht auslebbaren hormonell bedingten Drang zur Fortpflanzung leiden, genau wie die Männchen. Steht denn die Möglichkeit,Deinem Tier doch einmal die Gelegenheit zum Kinderkriegen zu geben, ernsthaft zur Debatte? Dann sollte man das doch am besten nicht zu lange hinausschieben. Ansonsten müsst Ihr ja doch zumindest per Hormonspritze eine Verhütung der Trächtigkeit erreichen, sofern die Katze Freigängerin ist. Vielleicht kann man ja hormonell auch das Sexualverhalten beeinflussen? Darüber ist mir allerdings nichts Definitives bekannt. Angesichts der unzähligen ungewollten Jungtiere, um deren Vermittlung sich die Tierschutzinstitutionen täglich bemühen würde ich ohnehin zu einem Verzicht auf "Eigenvermehrung", also zur sofortigen Kastration neigen. Aber das musst Du als Betreuerin Deines Tiers allein mit Dir ausmachen. Alles Gute!

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Es ist eine schreckliche, bedrückende Situation, in die Du geraten bist. Gewalt unter Jugendlichen ist aber ein Thema, das durch seine Brisanz zum Glück mittlerweile starkes öffentliches Interesse auf den Plan gerufen hat. Ich bin überzeugt, dass es diverse Anlaufstellen gibt (Jugendamt, Schuldezernat, Psychologische Beratungsstellen und natürlich bestimmte Spezialbereiche der Polizei), bei denen Du Dir Rat und Unterstützung auch im Sinne eines Mediators (Vermittlers) holen kannst. Vielleicht gibt es etwas dergleichen in Deinem Wohnort (Großstadt), oder Du kannst über eine telefonische Beraturnsstelle eine Verbindung herstellen. Ich wünsche Dir ales, alles Gute, eine Lösung aus dieser einseitigen "Gewaltspirale" zu finden.

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Als im Geist des Idealismus und des Nachkriegs-Christentums Herangewachsene fühle ich mich durch die Frage nach Schuld und Vergebung existenziell berührt. Ohne meine schon ziemlich fortgeschrittene persönliche Lebenserfahrung hätte ich Dir prompt geantwortet: "immer ist Vergebung die bessere Variante, vor allem auch für Deine eigene Seele". Rache zieht Dich auf den Level dessen herunter, der Dich verletzt und geschädigt hat, aber Rachegedanken sind zumindest in der Phase der ersten, noch nicht aufgearbeiteten Stufe des Traumas meines Erachtens als Ventil legitim, um Zorn und Hilflosigkeit zu kanalisieren, solange man diese primitivste Form der Abwehr im Reich der Phantasie belässt. Was die Vergebung angelangt, hat sich mein "jugendlich-totaler" Anspruch doch etwas modifiziert. Sie ist m. E. nur da am Platze, wo der "Gegner" Anlass zu Hoffnung auf eine positive Entwicklung gibt. Einem Menschen, der zu jung und unreif war, das Unrechtmäßige seines Tuns zu erkennen kann man vergeben, denn es besteht die Chance einer verspäteten Einsicht, eines Lernvorgangs also. Einem Menschen, der bereits begriffen hat, welchen Schaden er verursacht hat, und um Verzeihung bittet, kann man vergeben, denn er besitzt Empathie und reflektives Denken und wird vermutlich in Zukunft vorsichtiger sein. Einem skrupellosen, amoralischen Menschenverächter und Egomanen möchte ich heute nicht mehr vergeben, weil die Welt durch die fortschreitenden moralische Liberalisierung und die öffentliche Akzeptanz von Zynismus immer inhumaner wird, und ich einen solchen Menschen durch mein Entgegenkommen nur in seiner Haltung bestärke, da ihm die Vorstellungen von menschlicher Größe längst abhanden gekommen sind. "Gegnern" dieser Couleur sollte man eine wirksame Barriere entgegensetzen, die sie in ihrer Selbstherrlichkeit bremst, sofern es überhaupt möglich ist. Das ist natürlich eine schwierige Gratwanderung, im Bereich der "Zivilcourage" zu bleiben, ohne in die Niederungen der destruktiven Rache zu verfallen. Dies ist meine eher differenzierte Ansicht zu diesem Thema. Alles Gute für die Verarbeitung des hier angebotenen Spektrums für Dich selbst!

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Ich kann Kochstuebchens Bedenken nur zustimmen! Neu gekaufte Tiere brauchen erst mal Ruhe, Ruhe und nochmals Ruhe, um nicht durchzudrehen. Ein Reise ist schon für eingewöhnte, mit den beteiligten Menschen vertraute Tiere ein Riesenstress. Kennen die beiden sich denn wenigstens untereinander? Sonst ist der gemeinsame Transport in einer Kiste ein Ding der Unmöglichkeit. Und wie sollen sie in der Ferienunterkunft gehalten werden? Mein Rat: Lass die Beiden für die Zeit Eures Urlaubs im Zoogeschäft. Man kann sie dort u.U. auch separat unterbringen, wie es mit "Gasttieren" von Leuten im Urlaub üblich ist, vorausgesetzt wieder, die Kaninchen sind bereits aneinander gewöhnt. Das kostet ein Kleinigkeit, aber es ist sicher besser, Du bringst die Tierchen nach der Hüttentour direkt in ihr zukünftiges Heim. Überleg Dir alles nochmal. Alles Gute!.

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Ein "überoptimaler" Auslöser sendet Reize aus, deren Wirkung die des unter "Normalverhältnissen" vorhandenen Auslösers deutlich übertrifft. Ein gutes Beispiel aus der Natur: Ein Kuckuckskind im Nest der (unfreiwilligen) Wirtsvogelart zeigt beim "Sperren" nach Futter einen größeren Rachen als die kleineren eigenen Jungvögel. Die Vogeleltern neigen dazu, diesen "überoptimalen" Auslösereiz zu bevorzugen und füttern das "falsche" Kind eifriger als die eigenen, die immer schwächer werden und schließlich von dem gut genährten Kuckuck aus dem Nest gedrängt werden. Im menschlichen Bereich kann man die Steigerung von sexuellen Reizen durch entsprechende Kleiidung als Beispiel anführen: z.B. Push-up-BH, eingeschnürte Taille, Betonung des Po-Bereichs durch gerafften Stoff im 19. Jahrhundert.

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Träume sind nicht "Schäume", sondern eine Botschaft aus den Regionen des Unterbewusstseins. Ich hatte selbst mehrfach solche "Liebesträume" und de facto spielten die darin auftauchenden "geliebten Personen" eine bedeutsame Rolle für mich. Du hast ja mit gewissen Widerständen Dein Interesse an diesem Mädchen bereits eingeräumt. Dein Kommentar dazu lässt erkennen, dass Du Dich vor dem Risiko einer missglückten Annäherung fürchtest. Natürlich hat dieser Traum keine Aussage hinsichtlich der Erfolgsschancen. Aber er kann für Dich eine Möglichkeit sein, Dich selbst in Deiner Ganzheit kennenzulernen. Aus meiner eigenen (ziemlich reichhaltigen) Lebenserfahrung heraus möchte ich Dich ermutigen, Deiner Gefühlswelt mehr Raum in Deinem Leben zu geben, auch wenn das Risiko, verletzt zu werden, größer wird. Dein Erlebensbereich wird nämlich auch viel Wunderbares für Dich gewinnen. Nur Mut!

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Es ist so, wie bereits bemerkt wurde; Je nach Bakterienart, Lebensform des Bakteriums (Sporen) und je nach Beschaffenheit der Oberfläche (mit oder ohne verwertbare mikroskopische "Nahrungspartikel" für die Bakterien) muss die Frage unterschiedlich beantwortet werden. Aber viel wichtiger: Worauf willst Du mit dieser Frage hinaus? Hast Du Dich von den dümmlichen Trends in der Putzmittelwerbung (Fa. Sagrotan ist hier federführend) in Panik versetzen lassen? Versuch das abzubauen! Die meisten Bakterien in der Umwelt sind völlig harmlos, viele Arten sogar wichtig für das gute Funktionieren Deines Organismus. Eine bewusste Desinfektions und "Verhütungs"-Aktivität ist nur sinnvoll, wenn jemand in Deiner Umgebung an einer schwerwiegenden Erkrankung (z.B. Tuberkulose, Salmonelle) leidet und diese Keime unkontrollierbar in die Umgebung ausscheidet. Dann sollte man sinnvolle Maßnahmen ergreifen, um die Mitmenschen zu schützen. Schildere doch Deine speziellen Befürchtungen etwas genauer! Ü

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Meines Erachtens spielen beide Prinzipien für den Verlauf eines Lebens eine Rolle, wobei ich "Schicksal" weniger als "Beschluss von oben", sondern als die Bedingungen begreife, die von Kindesbeinen an als nahezu unveränderliche Leitmotive der Biografie vorhanden sind. Ich meine die genetisch programmierten und die durch frühkindliche Prägung von der Umgebung geformten Persönlichkeitsmerkmale, die uns immer wieder in eine bestimmte Richtung lenken, ob uns das gefällt oder nicht. Aus interner "Kursvorgabe" und zufallsbedingten Ereignissen und Begegnungen ergibt sich ein komplexes Gewebe, unser Leben. Mit dieser Thematik hat sich u.a. Max Frisch sehr intensiv auseinandergesetzt.

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"Bedingungslose" Liebe ist eine fast unerfüllbare Forderung, auch seitens der Eltern. Ich wurde in den letzten eineinhalb Jahren mit einer Fülle Eltern-Kind-Probleme konfrontiert und habe den Prozess, diese Eindrücke zu verarbeiten und einen sicheren Standpunkt zu erreichen, längst noch nicht abgeschlossen. Deine Frage berührt mich daher tief.Wie änderte sich die Beziehungssituation durch die Trennung Deiner Eltern? Bist Du bei Deiner Mutter geblieben und hast Deinen Vater nur "nach Vereinbarung" getroffen? Hast Du gewählt, bei wem Du bleiben wolltest? Vielleicht war die Rolle des "Gelegenheitsvaters" für Deinen Vater ein schmerzlicher Verlust an Nähe und Wichtigkeit. Vielleicht hat er sich (unbewusst) von Dir distanziert, um Schmerz und Kränkung in Grenzen zu halten? Es ist schwer, die Gefühle für den ehemaligen Partner und das dazugehörige Kind zu trennen. Mir kamen beispielsweise durch den 2008 erfolgten Bruch meiner Beziehung (durch "Ausbruch" meines Partners aus unserer langjährigen Patchworkfamilie)schlagartig seine 3 Kinder "abhanden". Die beiden Töchter ließen mich rigoros fallen und zeigten keinerlei Interesse für meine neue Lebenssituation; mit dem Sohn versuche ich gerade vorsichtig, unsere Freundschaft aus den Trümmern zu retten. Eine solche Erfahrung, und dann noch mit einem eigenen Kind, tut wahsinnig weh, und ich habe mich gegenüber meinen "Stieftöchtern" regelrecht verhärtet und versuche meinerseits, "dicht zu machen". Sollte es in Deinem Fall ganz anders gelaufen sein, wäre es gut, wenn Du diese Entwicklung genauer schilderst. Der Sohn meines Expartners ist auch ein Beispiel für eine tragische Vater-Sohn-Beziehung. Bei ihm liegt es wirklich an fehlender Akzeptanz seitens seines Vaters, unter der er furchtbar leidet. Er ist in den Augen seines Vaters "kein richtiger Mann und ein Versager", da er sensibel, kein Macho, labil und nicht erfolgsorientiert ist und damit weit von der Lebensstrategie dieses Vaters abweicht. Dieser fühlt sich sozusagen als Vorbild missachtet. Ich glaube, viele Eltern werden mit einem Kind, das ihnen gar nicht ähnelt, nur schwer einig, obwohl das wirklich unmenschlich ist, da das Kind sich seinen Charakter ja nicht ausgesucht hat. Versuche einmal, Deinen Vater als verletzlichen, unvollkommenen Menschen zu sehen; vielleicht gelingt es Dir so, besser in ihn "einzusteigen". Und versuche wirklich, das Ganze zwischen Euch zur Sprache zu bringen, auch wenn Dir die Erfolgsaussichten gering erscheinen. Ich wünsch Dir viel Stärke für diese schwere Aufgabe!

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Sex ist ein Teil des menschlichen Lebens. Nicht absolut lebensnotwendig, aber für einen Teil der Menschen von enormem Stellenwert. Als Thema hat er einen hohen Reiz, also einen hohen Unterhaltungs- und Vermarktungswert. Wir befinden uns in einer gesellschaftlichen Phase der hochgradigen Liberalisierung, allerdings schon einige Jahrzehnte nach der "sexuellen Revolution", und das Sensationelle der Befreiung droht abzuflauen, so dass mehr und mehr die Extremformen ins Rampenlicht gestellt werden müssen, um überhaupt noch eine Medienwirksamkeit zu erreichen. Der nahezu unbegrenzte Exhibitionismus hat - meines Erachtens - eine zerstörerische Wirkung: Er stumpft allgemein ab, fördert die menschlich fragwürdige (wenn auch uralte) merkantile Form der Sexualität (wo man sich jegliche Perversion erlauben kann, wenn man bezahlt) und ist vor allem für Kinder und Jugendliche ein Gift,das viele gesellschaftliche Werte in Frage stellt respektive zersetzt (z.B. das Vertrauen zu und die Achtung vor "Erwachsenen"). Gleichzeitig steigert sich, wiederum gefördert von den verlogenen Produkten der Medien ("Soaps") die Anspruchshaltung gegenüber Liebesbeziehungen ins Unrealistische, so dass der Trend zu gescheiterten "Dauerbeziehungen" und häufigem Partnerwechsel zunimmt. Auch dies wirkt sich natürlich auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen aus. Die persönliche Freiheit, die wir sicher alle nicht gerne wieder zugunsten einer traditionellen Maßregelung "von oben" opfern wollen, hat ihren bitteren Preis. Es ist wie mit der wunderbaren Utopie des Sozialismus: Wären alle Menschen verantwortungsvoll, verzichtsbereit, bewusst denkend und lebend, also "gut", könnte unser Gesellschaftssystem ein idealer Boden für persönliches Glück und gute Beziehungen sein,. Da aber die Nachtseite des Menschen sehr stark ist, treibt das Schiff in Richtung Dekadenz, Gefühlsverarmung und Zynismus. Es ist äußerst wichtig, all dies im Auge zu behalten und immer wieder als Einzelner , als Verantwortlicher in der Öffentlichkeit, als Mitarbeiter ethisch "guter" Medien für die Menschlichkeit auch in diesem Bereich zu kämpfen, Werte zu verteidigen. Sex ist in diesem Fall ein Beispiel, ein Indikator für die Prinzipien, nach denen wir unsere Welt gestalten.

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Wenn Dir wirklich gar nichts einfällt oder wenn Du zu schüchtern bist, starte mit einem Lächeln. Und sag direkt, dass Du kein großes Konversationstalent bist (was sich später vielleicht als nicht zutreffend erweisen wird). Der/die "Andere" hat dann schon ein Thema, um auf Dich zuzugehen. Nur Mut!

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elementares Gold, wie es als "Blattgold" zur Dekoration von Speisen verwendet wird, ist durch Säuren, die im Organismus vorkommen, nicht angreifbar, wandelt sich also nicht in lösliche Goldsalze um, die im Verdauungstrakt resorbiert werden können. Daher wird es unverändert über den Darm ausgeschieden. Wenn eine Gefährdung in dieser Form gegeben wäre, dürften die entsprechenden Lebensmittel im Handel nicht vertrieben werden.

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Dies ist nun auch eine Spekulation wie eigentlich alle Antworten hier: Ich könnte mir vorstellen, einen Menschen nicht darzustellen bzw. nicht in ein bestimmtes "Ordnungsschema" zu integrieren heißt: ihn verdrängen in das Nicht-Sein, weil seine Rolle schmerzvoll aus dem Schema der vorhandenen Denkwelt fällt. D.h.: der leibliche Vater kann von deinem Sohn nicht als "Vater" gesehen werden, weil er die Rolle des Schreckgespensts spielt, das nicht "dazugehören" darf. Ob diese Negativschau seine eigene Sicht oder die von dir übernommene Sicht ist, kann ich nicht beurteilen. Auf jeden Fall ist der Konflikt zwischen dem grundsätzlichen Sinngehalt der Vaterrolle und der tatsächlich bestehenden Vorstellung ein Problem, das du unbedingt im Auge behalten musst. Die Wichtigkeit der nicht präsenten leiblichen Eltern wird häufig unterschätzt. Ich wünsche dir und deinem Sohn, dass ihr hier mit professioneller Hilfe eine Lösung findet.

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Ich neige auch wie Thalia1 dazu, mich nicht mit "Pubertät" als immer passender Erklärung aller Probleme zufriedenzugeben. Für die Phase der totalen Aufmüpfigkeit ist ein Alter von 10 Jahren ein bisschen früh, finde ich. Leider schreibst Du nicht, Wann und unter welchen Umständen du mit Mann und Kind zusammengekommen bist, warum z. B. deine "Stieftochter" bei ihrem Vater lebt, wie du und dein Partner bei den Interaktionen mit ihr zusammenwirkt. Ich habe mich 10 Jahre mit einer Situation als "Patchworkfamilienmutter" herumgeschlagen und weiß, wie kompliziert eine derartige neu konstruierte soziale Zelle für alle Beteiligten ist. Ohnehin neigt eine Konstellation von 3 Personen zu Spannungen, weil einer sich in der Regel im Hintertreffen fühlt. Ich würde dir auf jeden Fall raten, dass Du und Dein Mann Euer "Einigsein" (was ja für Dich grundsätzlich sehr hilfreich ist) nicht in geballter Ladung in Richtung des Mädchens zielen solltet. Es ist bei Konflikten sicher menschlicher, ihm jeweils einzeln entgegenzutreten, wobei der primär nicht Angesprochene sich zurückhält. Die Kleine fühlt sich sonst hoffnungslos unterlegen, wozu sicher noch eine Portion Eifersucht tritt (völlig normal aus ihrer Sicht). Und aus dem Gefühl der aussichtslosen Position erwächst viel Trotz und Aggression. Du wirst viel Geduld und Toleranz brauchen; denk immer, dass die Tochter deines Partners nicht in Deinen Schuhen geht, d.h. eine andere Wahrnehmung der Situation hat. Und gestatte Dir, Deine Gefühle des Zorns zu haben. Du bist auch (nur) ein Mensch. Alles Gute Euch Dreien!.

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