An die Christen: Ich hab keine Hoffnung mehr - was tun?

Meine Oma ist der geschlossenen Psychiatrie, aufgrund ihres zweifachen Selbstmordversuchs und weil sie Dinge sieht, die nicht existieren und Stimmen hört, die nicht existieren. Sie sah zum Beispiel auch während wir mit ihr redeten Schatten, Menschen, Gestalten in ihrer Wohnung, als sie noch zu Hause war, die jedoch nicht existierten. Dann hörte sich auch noch ständig Schritte, Menschen und Stimmen in ihrer Wohnung, die redeten und nachts sagte sie, reden die Stimmen immer mit ihr und sie sagt, es ist ganz schlimm. Dann meint sie, singen und flüstern ihr Leute immer was ins Ohr, wenn sie alleine ist, die jedoch nicht existieren. Ist ne lange, lange Geschichte. Ich kann das gar nicht alles aufzählen.

Jedenfalls: Ihr Kopf wurde untersucht. Man hat ein MRT von ihrem Kopf gemacht, aber man hat nichts auffälliges gefunden. 

Wie dem auch sei. Sie wird ja jetzt in der geschlossenen Psychiatrie weiter behandelt. Jetzt kam es so, dass sie morgen bis Sonntag eigentlich nach Hause kommen darf. Danach muss sie jedoch wieder in die Psychiatrie. Mein Bruder ist nun nach langer Zeit wieder zu Hause, doch leider hat es unsere ganze Familie eiskalt erwischt. Wir haben alle eine schwere Erkältung und deshalb kann meine Oma morgen doch nicht nach Hause, weil sie sich nicht anstecken soll und meine Oma ist damit einverstanden. Jetzt können wir uns nur leider doch nicht wiedersehen. :(

Wir dürfen sie jederzeit besuchen. Das hat man uns erlaubt. Aber wir sind ja alle stark erkältet, also geht das im Moment nicht. :( Wir müssen warten, bis alle wieder richtig gesund sind. Erst dann können wir sie besuchen und genau da fängt meine Hoffnungslosigkeit an.

Meine Oma ist immerhin schon sehr alt und im hohen Alter. Sie ist 96 und ich weiß nicht. Wer kann mir denn garantieren, dass sie nächste Woche überhaupt noch lebt? Vielleicht lebt sie ja nächste Woche nicht mehr. :( Sie ist zwar im Moment stabil und in guter Verfassung, aber mit 96 kann es eines Tages auch ganz plötzlich schnell zu Ende sein. In ihrem Alter kann immer was passieren. Und diese Gedanken führen bei mir gerade leider zu Hoffnungslosigkeit. Ich weiß nicht was ich tun soll, um wieder Hoffnung zu schöpfen, außer zu beten. Es kann doch nicht alles mit beten besser werden. Wie oft hab ich schon gebetet. Zum allergrößten Teil haben meine Gebete geholfen und sie wurden auch erhört. Und ja, Gott hat sogar meine Familie wieder zusammengebracht, aber manche Dinge haben sich eben nicht verbessert, obwohl ich gebetet habe. Es ist zwar schade, aber ich habe damit kein Problem, weil ich weiß, dass ich lernen muss, damit zu leben, aber im allergrößten Notfall ist Gott immer für mich da, rettet, bewahrt, warnt und beschützt mich. Im allergrößten Notfall kann ich mich immer auf Gott verlassen. Aber ich weiß eben nicht, was ich sonst noch außer beten tun kann, um Hoffnung zu schöpfen. 

Religion, Christentum, Psychologie, Gott
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