Eine interessante, offene Frage. Wie man am Spektrum der Antworten sieht. fordert sie die unterschiedlichsten Antworten heraus. Manche sind sehr sachlich formuliert, manche weniger. Ich fürchte nur, dass diejenigen, die sich bei dem Wort "Bibel" angepiekst fühlen, ihre ganz persönliche Betroffenheit mit einer Vehemenz vertreten, dass einem Angst und Bange werden kann.

Der Unterschied zu Andersens oder Grimms Märchen liegt auf der Hand: Der Frosch aus dem Märchen wird mit Königskrone und dem Spruch "Küss mich..." auf T-Shirts getragen oder auf Postkarten gemalt und sorgt so bei vielen für Erheiterung. Allerdings ist, wer darüber lacht, lange aus dem Alter heraus, in dem der Froschkönig noch ernst zu nehmen erschien. Inzwischen weiß der Lacher es besser - glaubt er. Liest er nach, entdeckt er, dass die Gebrüder Grimm den Frosch gar nicht "Küss mich..." sagen lassen. Aber das Leben gestaltet das Märchen um und passt es den naheliegenderen Wünschen der Menschen an.

Das Kreuz, Symbol des Leidens Christi, wurde leider nicht nur auf Verbandskoffer, sondern allzu oft auch auf Kriegsflaggen gemalt. Es sorgte für alles andere, aber nicht für Erheiterung. Im Grunde ist diese Einstellung bis heute vorhanden: Wer im Namen angeblich "christlich-abendländischer Werte" Streit vom Zaun bricht, kann man täglich in den Nachrichten lesen. Auch hier wird die Bibel umgedeutet - und missbraucht.

Nichts anderes geschieht mit dem Koran, aus dem manche selbsternannten Dschihadisten kaum eine Sure komplett zu zitieren wissen - geschweige denn, ihren tieferen Sinn im Zusammenhang des Buches verstehen. Der Zeitpunkt, an dem sich jeder Leser der Bibel (oder des Korans) den Schweiß von der Stirn wischt und denkt: "Gott sei Dank, das waren nur moralisierende Geschichten" - der ist noch lange nicht gekommen.

Offenbar gibt es Unterschiede zwischen Märchen und Religionen. Letztere haben weitergehende Funktionen. Vielen Menschen sind und bleiben sie zeitlebens und im Angesichts des Todes eine wichtige Stütze im diesseitigen Leben und Hoffnung für das Jenseits - anders als ein Märchen es sein kann. Das sollten wir respektieren.

Auch mir hat die intensive Lektüre der Bibel geholfen, mich zu öffnen für die Erkenntnis dessen, was da ist: Jahwe. Mit dieser Erkenntnis muss man dann umgehen - mit oder ohne Bibel.

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Schwierig zu beantworten. Aber ich glaube, Du hast Dein eigentliches Anliegen gar nicht richtig formuliert:


1.) Scheitern des Euro? - kann vieles heißen. Von einer schleichenden Entwertung (die wir natürlich längst haben) über eine starke, wesentlich schnellere Entwertung (die aber nicht über Nacht kommen dürfte, sondern sich sicherlich eher langsam zuspitzen würde, sodass man noch ein wenig gegensteuern kann) bis zur nächsten "Währungsreform", in der alle Euro-Guthaben drastisch abgewertet würden, ist alles drin. Dagegen kannst Du nichts machen. Du kannst aber dafür sorgen, dass Du nicht mehr Geld als unbedingt nötig in "Papier"- oder "Giral-"Geld angelegt hast. Investiere in Sachwerte, und die Geldentwertung des Euros geht Dir weitgehend am A... vorbei!


2.) Aktienfonds? - Glückwunsch! Auch Aktienfonds leiden in der Krise, berappeln sich aber immer wieder schnell. Damit bist Du mittelbar in produktiven Firmenvermögen investiert, und die Menschen, die diese Firmen lenken, werden aus ihrem ureigensten Interesse alles daran setzen, aus jeder Krise schnell wieder herauszukommen. Durch ihre Anstrengungen, ihren Fleiß und ihre Ideen wird nach jedem Wirtschaftseinbruch Dein Investmentvermögen wieder nach oben schnellen. Das hast Du absolut richtig gemacht, bleib dabei!


3.) Renten? - Das ist Geschmackssache. Unternehmensanleihen mögen ja noch Sinn machen, aber ich würde stets Aktien desselben Unternehmens bevorzugen - oder noch besser: Investmentfonds. Dann muss nicht ich jeden Morgen die Börsennachrichten studieren, sondern kann das Profis überlassen! Staatsanleihen dagegen sind so gut oder schlecht wie Euros auf der Bank: Steigt die Währung im Wert (was sie selten tut, in welche Währung Du auch investierst), steigen auch Deine Staatsanleihen. Fällt der Euro, (was er laufend tut), fallen auch diese Werte. Deshalb weg damit!


4.) Festanlage? - Dazu lässt sich allgemein gar nichts sagen, da müsstest Du schon mehr schreiben. Falls "Festanlage" term-fix angelegtes Geld in Euro heißt, kann ich nur raten: Weg damit, sobald es geht!


5.) Omas Bausparvertrag? - Laufen lassen - bis Du eine Immobilie erwirbst. Der Vermögenswert dieses Sparvertrages in Euro ist natürlich nicht gegen den Wertverfall des Euro abgesichert, ebensowenig wie der erwartete Zeitpunkt der Zuteilung. Der kann sich um Jahre verschieben. Aber der Bausparzins ist garantiert - jetzt als Guthabenzins, später als Kreditzins. Im Sinne einer vernünftigen Diversifikation einerseits, einer mittelfristigen Verwendungsmöglichkeit für einen Immobilienerwerb andererseits, würde ich an Deiner Stelle den Bausparvertrag solange weiterbesparen, bis er etwa 10-20% des Wertes enthält, den Du später in eine Immobilie investieren willst. Ein Bausparvertrag ist immer eine ideale Beimischung zur Immobilienfinanzierung. Sparst Du allerdings mehr an als die empfohlenen 10-20%, tut der unvermeidliche Verlsut im Falle einer Euro-Entwertung natürlich auch mehr weh. Also wähle ein vernünftiges Augenmaß!


6.) ausländische Währung? - Auch das ist Geschmacksache. Man kann in vieles investieren, darf dabei aber den Überblick nicht verlieren. Warum ausgerechnet in die Norwegische Krone? Was glaubst Du denn, was mit der Krone passiert, wenn der Euro abgewertet wird? Meinst Du, die Norweger merken davon nichts? Norwegen ist weitgehend vom Handel mit Europa abhängig. Fällt der Euro, kann sich Norwegen nicht davon abkoppeln - ebensowenig wie die Schweiz. Man kann trotzdem aus Gründen der besseren Vermögensstreuung dort investieren - aber ob das messbare Gewinne bringt, kann Dir niemand vorhersagen. Dann müsstest Du schon in eine Währung invstieren, die vom Euro weitestgehend unabhängig ist - wie den Samoanischen Tala. Aber will man das ernsthaft tun?


7.) Was willst Du denn eigentlich ereichen? Wozu sparst Du Dein Geld an und lebst nicht einfach in den Tag hinein? - Einer Antwort weiter unten entnehme ich, dass Du in 5 - 7 Jahren eine Immobilie erwerben willst. Wenn das ernsthaft Dein Ziel ist, solltest Du Dich genau darauf fokussieren - und alle anderen Überlegungen hinten anstellen. Dazu drei Tips:


a)  Dornröschens Schloss wäre schick, ist aber teuer und völlig unrealistisch. Auch eine Anderthalb-Zimmer-Wohnung bietet Dir ein Dach über'm Kopf und lässt sich viel leichter finanzieren (und auf Dauer unterhalten - das ist ein ganz wesentlicher Gesichtpunkt!). Wenn Du sie nicht selbst nutzen willst und stattdessen gut vermietest, ist das eine hervorragende Geldanlage: wertstabil, bestandssicher - und vor allem eine gute Basis, um später eine weitere, größere Wohnung kaufen zu können! Die Finanzierung Deiner zweiten Immobilie fällt jeder Bank leichter, wenn Du schon eine erste hast. Glaub's mir!

b)  Verfällt der Wert der Währung, steigen die Preise für "Sachwerte" - wie Immobilien. Das ist fast schon ein Naturgesetz, denn an irgendwas müssen sich die Menschen ja festhalten. Je länger Du mit dem Immobilienerwerb wartest, umso teurer werden die Immobilien. Natürlich gibt es auch welche, die billiger werden. Aber die will keiner haben - und im Zweifel auch Du nicht. Also mach schnell - und entscheide Dich kurzfristig für Deine erste Immobilie! Dann kann Dir der Wertverlust des Euro nur recht sein: Dein Sachvermögen bleibt wertvoll!

c)  Natürlich ist es leichter, eine Immobilie zu erwerben, wenn man ein gewisses Startkapital hat. Toll, wenn jemand die Hälfte in bar bezahlen kann. Doch die Erfahrung zeigt, dass auch ein Anteil von 10-15% ausreicht, um zu sehr guten Konditionen in Grund und Boden investieren und die Tilgung heute schon bis zum letzten Tag ausrechnen zu können.


Wenn Du also nicht gerade nach einer 3-Millionen-Villa suchst, sondern im ersten Schritt mit einer hübschen Wohnung für deutlich unter 300.000 Euro zufrieden bist, kannst Du schon loslegen; angespart hast Du genug. Die "Stene am Zinshimmel" stehen günstig - und wenn Du weitere Fragen hast, schreib mich gerne an.


Viel Erfolg!


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Hallo, mein Nachbar behauptet ich wäre mit meiner Drohne über sein Hausgrundstück geflogen und hätte Fotos gemacht?

So bekam ich ein Schreiben von seinem Anwalt, mit einer Frist wo ich die Fotos zur Vorlage bringen sollte, und das fliegen über sein Grundstück wurde mir darin untersagt. Da mein Nachbar bereits mit einigen Leuten aus dem Ort wegen ähnlichen Vorfällen vor Gericht ist, bin ich halt zum Rechtsanwalt gegangen. Die Anschuldigung habe ich jedoch vorher meinem Versicherungsvertreter vorgelegt (Rechtschutzversicherung). Der Anwalt hat dann ein Schreiben aufgesetzt, worin die Tat bestritten wurde. Nachdem die Rechnung des Anwalt über 413,64€ ins Haus kam, lehnte mein Rechtsschutz dann ab. Zitat "Die Abwehr von Schadensersatzansprüchen (Unterlassungsansprüche) ist dagegen nicht Rechtsschutzfähig." Tolle Sache, man darf also jemanden beschuldigen eine Tat begangen zu haben, will derjenige sich dann aber mit Rechtlichen Mitteln wehren tritt die Versicherung nicht ein. Ich bin definitiv nicht über das besagte Grundstück geflogen und habe auch kein Bildmaterial davon. Die Drohne benutze ich nur aus Spaß an der Freude, und fliege unsere Wiesen und Felder ab und zu damit ab. Habe also nie die Privatsphäre anderer Menschen auch nur ansatzweise verletzt. Es ist so, wir sind hier in einem kleinen Dorf und mein Nachbar sitzt im Glashaus und wirft mit Steinen (Hat selbst einiges im Solper) könnte mit vielen andern Dingen Anzeige gegen Ihn erstatten. Dazu habe ich jedoch weder die Zeit noch die Lust und würde mir auch nicht weiter helfen. Kann man in solch einem Fall etwas unternehmen um die Anwaltsrechnung erstattet zu bekommen, Verleugnung oder etwas in der Art?

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Im Prinzip war es wirklich ungeschickt von Dir, erstmal auf eigene Faust einen Rechtsanwalt zu konsultieren, um hinterher darauf zu hoffen, dass die Rechtsschutzversicherung die Kosten übernimmt.


Ärgerlich ist aber auch, dass der Anwalt nicht die Kostendeckungszusage der Rechtsschutzversicherung abgewartet hat. Hast Du vorher mit ihm darüber gesprochen? Er hätte Dich dann über die Möglichkeit informieren müssen, dass man die Deckungszusage der Rechtsschutzversicherung abwarten könnte, bevor man Kosten produziert.


Was Dein Versicherungsvertreter Dir gesagt hat (oder auch nicht), ist unklar. Eine verbindliche Zusage darf er nicht abgeben, aber den Weg, erstmal eine Kostenzusage einzuholen, bevor man den Anwalt tätig werden lässt, hätte er Dir auf jeden Fall erläutern müssen.


Auch die Reaktion der Rechtsschutzversicherung irritiert mich. Zitat "Die Abwehr von Schadensersatzansprüchen (Unterlassungsansprüche) ist dagegen nicht Rechtsschutzfähig."

Da wird zweierlei vermischt: Die Abwehr von Schadensersatzansprüchen ist - zutreffender Weise - nicht Gegenstand der Rechtsschutzversicherung, sondern Deiner privaten Haftpflichtversicherung. Hast Du Deine Drohne versehentlich(!) über das Grundstück Deines Nachbarn gelenkt und ebenso versehentlich(?) Photos geschossen, haftest Du für den Deinem Nachbarn entstandenen immateriellen Schaden. Dafür wiederum ist Deine Privathaftpflichtversicherung zuständig. Das hätte Dir Dein Versicherungsverteter sagen müssen, anstatt Dich auf die Rechtsschutzversicherung zu verweisen.

Hast Du's absichtlich gemacht, haftest Du genauso, aber Deine Privathaftpflichtversicherung ist da raus. Du trägst den Schaden allein. Der wäre dann aber erstmal zu beziffern.

Aber von Schadensersatzansprüchen war doch gar nicht die Rede!? - Hast Du uns etwas Wesentliches nicht gesagt - oder hat der Sachbearbeiter der Rechtsschutzversicherung diese "Schadensersatzansprüche" frei hinzugedichtet?

Hast Du, wie Du schreibst, gar keine Drohne über das Nachbargrundstück fliegen lassen, ist das Ganze ein Fall von übler Nachrede. Dafür braucht man zwar nicht gleich zum Anwalt zu laufen, aber man kann das natürlich tun.  

Die Kostendeckung eines Rechtsanwaltes gegen zu Unrecht behauptete Unterlassungsansprüche ist jedenfalls sehr wohl vom Rechtsschutz umfasst. Wenn ganz allein(!) das Grund der anwaltlichen Tätigkeit war, müsste Deine Rechtsschutzversicherung sehr wohl zahlen. Auf welche Ausschlußklausel beruft sich denn die Rechtsschutzversicherung?


Bitte Deinen Anwalt, dass er das für Dich klärt, denn das gehört mit zu seinem Mandat. Sag ihm, er hätte Dich vorher besser aufklären sollen über die kostengünstigere Art und Weise, Dein Recht zu wahren. Nun möge er mit dem Rechtsschutzversicherer klären, warum der die Zahlung ablehnt. Entweder geht es um Schadensersatz - dann ist der Rechtsschutzversicherer raus - oder um Unterlassungsansprüche, dann muss er zahlen.


Und im übrigen überleg Dir mal, warum Du in dieser Angelegenheit dreimal unvollständige Informationen aufgenommen hast:

Lag das ausschließlich am unfähigen Versicherungsvertreter, am übereilt vorgehenden Anwalt und am dummen Sachbearbeiter der Rechtsschutzversicherung?

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Nein - dazu musst Du schon mit dem Vermögensverwalter selbst sprechen, den Du in die engere Wahl gezogen hast.

Aber um Dir einen Anhanltspunkt zu geben:

Ein ordentlicher Vermögensverwalter ist Volkswirt, Jurist oder Mathematiker oder hat sogar mehrere Studiengänge absolviert. Er beschäftigt einen Stab qualifizierter Mitarbeiter, den er von seinen Einnahmen finanzieren muss. Er wird also bestrebt sein, pro Stunde zwischen 150 und 1500 € zu verdienen, um die Kosten seines Betriebes decken zu können.

Wenn die Verwaltung Deines Vermögens nicht mehr Zeit als eine Stunde pro Jahr in Anspruch nimmt, weißt Du also schon mal den ungefähren Rahmen, den Dich seine Tätigkeit kostet. Gehst Du realistisch an die Sache heran, kannst Du davon ausgehen, dass eine sorgfältige Verwaltung Deines Vermögens ein paar mehr Stunden pro Jahr kostet. Wieviel Zeit hast Du denn bisher selbst dafür aufgewandt? Er wird es schneller und professioneller machen als Du, aber gestehe ihm mindestens die Hälfte Deiner bisherigen Arbeitszeit für die Vermögensverwaltung zu. Dann rechne aus, was Dich sein Job günstigstenfalls (Stundanzahl x Stundensatz von 150 €) oder schlimmstenfalls (Stundenanzahl x Stundensatz von 1500 €) kostet.. Damit hast du den ungefähren Rahmen.

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Sprich den Verleiher nochmal an und frage ihn:

Wieso ist der Lenker abgebrochen? Materialfehler? Das wäre ein möglicher Grund, den der Verleiher zu vertreten hätte. Dann muss er die Kosten selber tragen!

Oder war es Dein Fehler - weil Du mit einem fragilen Rahmen durch steiniges Gelände gebrettert bist? Dann musst Du die Kosten tragen!

Nächste Frage: Wie hoch ist der Schaden nun genau? Lass Dir das detailliert und nachprüfbar aufschlüsseln. Die bloße Behauptung, der Schaden sei soundso hoch, solltest Du niemals akzeptieren!

Letzte Frage: Warum hat sich der (professionelle?) Fahrradverleih nicht gegen solche Schäden versichert? Oder möchte er zweimal kassieren? Hat er Dir angeboten, gegen einen kleinen Aufpreis eine solche Kasko-Versicherung abzuschließen? - Wenn nicht, ist der unversicherte Schaden im Zweifel ebenfalls sein Problem!

Ich find's klasse,dass Du das nicht einfach auf sich beruhen lässt und am Ball bleibst. Lass Dich aber nicht über'n Tisch ziehen!

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Lass Dich nicht irre machen. Wenn Dich das Thema wirklich interessiert und fasziniert, wirst Du Deinen Weg machen.

Beachte bitte folgende Ratschläge zur Strategie:

Leg als erstes fest, wieviel Geld Du investieren willst: 100 €, 1.000 €, 10.000 €? Das Risiko, dass plötzlich alles weg ist, kannst Du niemals ausschließen. Also leg als erstes fest, mit wieviel Geld Du einsteigst. Und wenn das dann weg ist, ist's eben weg. Dann machst Du etwas anderes und steigst aus den Aktien aus, klar?

Wenn Du das beherzigst, bist Du auf der sicheren Seite. Wenn nicht, wirst Du zum Zocker - und dann kannst Du irgendwann nicht mehr in den Spiegel schauen!

Nächster Schritt: Wenn Du mit einem Deal Gewinne machst, leg das gewonnene Geld beiseite. Als erstes zieh Deine Kosten ab. Merke: jeder Trade kostet Geld - umsonst ist nichts im Leben! Alter Börsenspruch: "Hin und Her macht Taschen leer!" Also als erstes Deine Kosten decken und Dein "Kostenkonto" auffüllen.

Als nächstes teilst Du Deinen Gewinn auf - ich empfehle: halbe-halbe. Die eine Hälfte re-investierst Du in Deinen nächsten Deal, die andere Hälfte legst Du auf ein "Sparkonto". Egal, wie viel oder wie wenig das ist: leg es erst mal weg - sagen wir: bis zu Deinem Geburtstag oder bis Weihnachten oder bis zu einem anderen fixen Datum. Vorher nicht wieder anfassen! Erst danach! Wichtig!

Diese Aufteilung und das anschließende Weglegen muss Dir in Fleisch und Blut übergehen. Du musst Dich unbedingt an die von Dir selbst festgelegten und akzeptierten Regeln halten - sonst kommst Du ins Schleudern!

Noch ein Hinweis: Keine Bank will Dir Böses. Viel schlimmer:

Die Banken wollen sich selbst Gutes tun, das ist ihr Geschäftsmodell. 90% der Banker, die Du kennenlernst, sind erstens diesem Geschäftsmodell treu - und zweitens, und das ist das Schlimme - dümmer als Du. Die sind nicht böse oder gemein, die sind einfach dumm. Dumm, dümmer, Banker. Je karierter die Krawatte, desto weniger Hirn obendrüber. Merk Dir das. Das wirst Du auch nicht ändern. Die wenigen BANKIERS, die es gibt, bekommst Du wahrscheinlich nie zu Gesicht. Die haben wirklich Ahnung - aber die reden wohl kaum mit Leuten wie uns. Die drehen andere, tausendmal größere Räder.

Leider kommst Du aber nicht ohne Bank aus. Du brauchst dort Konto und Depot. Also mach gute Miene zum bösen Spiel, sei nett zu Deinem Banker und höre niemals auf seine Tipps. Der hat mit ziemlicher Sicherheit keine Ahnung. Aber Du brauchst seine Werkzeuge - ohne die geht es leider nicht!

Dann kannst Du loslegen. Mach Dich schlau. Lies viel - im Handelsblatt (dringend zu empfehlen), auf onvista.de (sehr illustrativ) oder auf anderen Kanälen, die Du Dir selbst suchst.

Dann kauf Dich in einen Aktienfonds ein - nimm irgendeinen, der möglichst transparent ist. Investiere die kleinstmögliche Summe - nur, damit Du einen solchen Fonds "am laufen" hast. Danach kauf einzelne Titel, die in diesem Aktienfonds auch enthalten sind, auf eigene Faust dazu. Versuche, geschickter damit zu handeln als der Fonds. Mach Dir Dein eigenes Bild - und tritt gegen einen Gegener an, der Profi ist. Entweder der Fonds läuft besser - oder Dein selbst gemanagtes Depot. Finanziell gewinnst Du in jedem Falle, und Du hast immer eine Möglichkeit, Deine Erfahrungen zu kontrollieren.

Zieh das Spiel solange durch, wie Du willst - aber leg die Zeit VORHER fest: 1 Monat, 1 Jahr, 1 Jahrzehnt - scheißegal. Aber fixiere das, bevor Du anfängst! Wichtig!

Danach Aktien und Aktienfonds verkaufen, Geld auf's Sparkonto, nicht mehr hingucken bis Weihnachten (oder was weiß ich welchen blöden Fixtermin Du wählst). Dann Buch führen, aufschreiben und prüfen: Was war gut, was lief beschissen?

Sei ehrlich zu Dir selbst: Wo warst Du gut, wo nicht? Was machst Du im nächsten Turn anders und hoffentlich besser?

So, das reicht für's erste. Fang endlich an - und hab ganz viel Spaß dabei!

Wenn Du Fragen hast, melde Dich unter stephans_buero at hotmail dot com. Eigentlich will ich aber keine Fragen hören, sondern Erfolgsmeldungen. Und von Deinem ersten "richtigen" Gewinn (was genau das ist, definierst Du), gibst Du einen aus.

Prost!

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Vorschlag: Ihr bespart ein auf beide Namen lautendes Investmentsparkonto. Das kostet ab 25,- € jährlich an Gebühren. Ihr zahlt von einem oder von beiden Konten monatlich 250,- € ein und könnt jederzeit kurzfristig auf Euer Geld zugreifen: Innerhalb von 3-4 Bankarbeitstagen ist das Geld zurück auf Eurem Konto, falls Ihr es braucht.

Das empfiehlt sich, wenn man flexibel bleiben will. Außerdem könnt Ihr im Falle einer Trennung so am besten das Ganze auseinanderdividieren.

Wenn Ihr vernünftige Investmentfonds nehmt, kommt Ihr auf etwa 3 - 6 % Rendite p.a. Viel Erfolg!.

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Wie hier schon gesagt wurde: Dazu kann man viel schreiben. Macht auf diesem Weg aber keinen Sinn.

Meine Empfehlung: Nimm Dir Zeit! Zieh erstmal zuhause aus und prüfe, wie Du mit Dir selbst und mit Deiner Familie klarkommst, wenn Du nicht mehr zuhause wohnst. Wärst Du "mein Schwarm", wäre ich mit Sicherheit irritiert, wenn ich plötzlich ferststelle, dass Du noch bei Deinen Eltern lebst. Das wäre - ehrlich gesagt - eine Belastung für unseren gemeinsamen Weg. Und das nicht, weil Deine Familie aus Albanien stammt, sondern weil man von einem erwachsenen Menschen erwarten kann, dass er (oder sie) für sich selbst sorgt. Dazu gehört auch eine eigene Wohnung (oder ein Platz in einer vernünftigen WG - aber eben nicht mehr bei den Eltern).

Sobald Du nicht mehr zuhause lebst, wirst Du den (tatsächlichen oder vermeintlichen?) Erwartungsdruck Deiner Familie nicht mehr als derart wesentlich empfinden, und Du tust Dich leichter, andere Menschen kennen zu lernen. Und darum geht es ja eigentlich:

Lerne den Mann, der Dir so gut gefällt, doch erstmal näher kennen. Dann weißt Du auch, ob er Dich versteht. Und ich sage Dir: Wenn er Dich nicht nur nett findet, sondern sich in Dich verliebt, dann wird er alles verstehen, was Du ihm erzählst. Absolut alles!

Also: Nimm Dir Zeit, werde selbstständig - und folge Deinem Herzen!

Viel Glück! :-)

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Warum investierst Du denn nicht einfach in Investmentfonds? Wenn Du da mit ein wenig Sachlichkeit drangehst, wirst Du über 5 Jahre in etwa Deinen Zielzins von 4 - 6 % erwirtschaften.

Wie hier schon wiederholt gesagt wurde, gibt es die Quadratur des Kreises nicht:

Entweder Du gibst Dein Geld jemandem, der damit vernünftig arbeiten kann - und dann wirst Du wohl oder übel mindestens 10, besser 20 oder 30 Jahre lang darauf verzichten müssen, um eine hohe und sichere Rendite zu bekommen. Oder Du willst alle fünf Jahre wieder selbst drauf zugreifen können, weil Dir offenbar Deine Liquidität wichtiger ist. Dagagen ist überhaupt nichts zu sagen, denn Liquidität ist ein hohes Gut. Nur kann in so kurzer Zeit niemand mit Deinem Geld hohe und zugleich sichere Renditen erwirtschaften. In solch kurzen Zeiträumen kann man nur spekulieren. Das muss Dir bewusst sein.

Deshalb empfehle ich meinen Kunden, denen die mittelfristige Liquidierbarkeit ihres Vermögens ein vordringliches Anliegen ist, grundsätzlich Investmentfonds. Eine ausgewogene Streuung in europäische, nordamerikanische und asiatische Titel macht Sinn; wer mag, darf auch in Rentenpapiere investieren. Das halte ich aber in einem 5-Jahreszeitraum für wenig zielführend.

Für Fragen melde Dich gerne unter pm3 (at) stephansbuero.de - oder schau einfach mal bei Google, was Du selbst herausfindest. Viel Erfolg!

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