Ja, genau wie Abraham Lincoln, der die Sklaven zwar befreite, sie aber nicht für gleichwertig hielt...
Oder Theodore "Teddy" Roosevelt, der aus uraltem Geldadel kam und sich als "lilienweiß" verstand. In seinen Reden und Schriften findet man einen tief verinnerlichten, deshalb oft geradezu beiläufig-selbstverständlich geäußerten Glauben an die ethnisch begründete Überlegenheit der sogenannten weißen Rasse. Und obwohl ein vehementer Gegner der Sklaverei, lag ihm nichts ferner als Gleichstellung der "Rassen". Den schwarzen Bevölkerungsanteil der USA hielt Roosevelt vor allem für ein zu lösendes Problem.
Schon mit Rutherford B. Hayes, 19. US-Präsident ab 1877, wurden Ausnahmen "rassisch" begründeter Privilegien zum informellen Gesetz: Alle Präsidenten bis zum Zweiten Weltkrieg akzeptierten die sogenannten Jim-Crow-Regeln, die in den Südstaaten die Rechte schwarzer Amerikaner immer weiter einengten.
Wie das funktionierte, zeigte William Howard Taft, ab 1909 Präsident der USA, schon in seiner Rede zum Amtsantritt : Formell bestätigte er darin die verfassungsmäßigen Rechte "der N****". Außer wenn deren Wahrnehmung zu öffentlichem Unmut führe - dann hätten Schwarze auf ihre Rechte zu verzichten. In blümeranter Verpackung erklärte er zudem, warum es zum Schutz der "N****" sei, sie von öffentlichen Ämtern fernzuhalten: Auch darüber könne sich ja jemand empören. Prompt folgten weiße Proteste, die binnen kürzester Zeit die Rechte von Schwarzen im Süden der USA kappten.
Was Taft nicht umsetzen konnte, schaffte sein Nachfolger Woodrow Wilson ab 1913. Wilson ermöglichte eine Art Apartheid im öffentlichen Dienst - mit nach Hautfarbe getrennten Büros und Toiletten. Bekannt war Wilson auch für seine abfälligen Schwarzen-Witze in aufgesetztem Pidginenglisch wie für seine Ansicht, "Rassenschranken" übergreifende Beziehungen gefährdeten das "weiße Blut" - bis hin zur Verabschiedung eines Gesetzes in Washington, D.C., das jede schwarz-weiße Heirat zur Straftat erklärte.
Rassismus war und ist bis heute tief im Gedankengut der Amerikaner verankert, und daran wird auch Black lives matter oder Movement for Black Lives nichts ändern, selbst Barack Obama vertrat während seiner Amtszeit mehrheitlich liberal "weiße" Positionen...
Eine einheitlich bunte Multikulti-Welt ist nur eine Utopie in den Köpfen von Weltverbesserern, in der Realität ist jeder, der sich außerhalb seines "angestammten" Kulturkreises aufhält, ein Fremdkörper, selbst wenn er dort geboren wurde.
Und auch wenn es die "Rasse" beim Menschen nicht gibt, sind die Unterschiede in Punkto Aussehen, Kultur und Verhalten so eklatant, dass eine Verschmelzung meist schon allein daran scheitert...
Ein Asiate (generisches Maskulinum) wird sich kaum freiwillig privat mit einem Gaijin oder Farang einlassen, zu groß sind die kulturellen Hemmnisse...
Ausnahmen bestätigen natürlich auch hier, wie immer, die Regel...
Stellt sich mir nur die Frage, was du eigentlich mit deiner Frage erreichen wolltest?