Kaum ein Event erreicht mehr Menschen auf der Erde. Kaum ein Event wird von Millionen so sehr herbeigesehnt. Kaum ein Event ist jedoch auch genauso umstritten. Es geht um den Eurovision Song Contest. Seit 1956 bringt der ESC Millionen Menschen zusammen. Die erste große internationale TV-Sendung (nach Sportevents). Dieses Jahr nehmen 35 Nationen teil und über 160 Millionen Zuschauer werden erwartet.
Doch wie meist, ist der ESC auch dieses Jahr umstritten. Fünf Nationen (Irland, Slowenien, die Niederlande, Spanien und Island) boykottieren den ESC, da Israel teilnehmen darf. Sie werfen Israel durch den Gazakrieg Völkerrechtsverletzungen vor. Auch über 1.000 Musiker haben einen Boykottaufruf unterzeichnet. Darunter z.B. Sigur Rós oder Pashanim.
Jedes Land hat in Wien, wo der diesjährige ESC stattfindet, ein Kaffeehaus zugeteilt bekommen, wo sich Fans treffen können. Lediglich für Israel wollte kein Kaffeehaus sein Café zur Verfügung stellen. Die Sicherheitsbedenken waren zu groß.
(Bild KI generiert)
Auf der anderen Seite hat der ESC im Kalten Krieg Menschen zusammengebracht. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs wurden die neuen osteuropäischen Länder in die europäische Familie aufgenommen. Hape Kerkeling geht in einem Interview noch weiter. Er sagt: "So lange es den ESC geben wird, hat die Demokratie in Europa eine Chance."
(Quelle: eurovision.de und SWR3)
Er spielt hiermit auf Tendenzen von rechtsnationalen Regierungen an, am ESC nicht mehr teilzunehmen, wie es Ungarn seit Jahren praktiziert.
Was denkt ihr? Ist der ESC genau das richtige in der heutigen Zeit oder überschätzt? Sollte man ihn dieses Jahr boykottieren oder gerade jetzt mit Millionen Europäern zusammensitzen?
Und wer aus dem Starterfeld ist euer Favorit?