Was ist eure These zu der ständigen Frage, ob der Fragesteller schon zu alt ist, um ein Instrument zu lernen?

Hallo liebe Instrumentalisten,

ich weiß nicht, ob es euch auch schon aufgefallen ist, dass hier ständig die Frage kommt, ob der- bzw diejenige schon zu alt zum Erlernen eines Instrumentes ist. Zumal das oft junge Leute von 12-20 Jahren sind. Ich kann mir da irgendwie immer nur an die Stirn hauen, und stelle mir die Frage, was deren Bedenken sind, ob sie sich in ihrem Teenager-Stadium schon soooo alt fühlen, bereits klapprige Finger haben, sich nichtmehr ausreichend bewegen können, quasie schon im Altenheim wohnen (etwas überspitzt gesehen).

Ich habe die These, dass diese Leute sich selbst nur nicht eingestehen wollen, dass sie eigentlich gar keine Lust haben, so viel Zeit dafür zu investieren, um das Instrument zu lernen, bzw ihnen die Geduld dazu fehlt, und einfach nur darauf hoffen, dass alle sagen "Ja, du bist dafür schon zu alt". Ihnen wäre es wohl lieber, man könnte sich einen Chip besorgen, den man in den Kopf einbaut und dann von heute auf morgen der neue Star des Instrumentes ist.

Entweder man will es, oder man will es nicht. Das Alter spielt dabei doch gar keine Rolle. Ich habe letztes Jahr, mit meinen 30 Jahren, angefangen Orgelunterricht zu nehmen, bin natürlich - mit Abstand - einer der ältesten Schüler. Aber das ist mir vollkommen egal. Ich will einfach dieses Instrument Lernen.

Was denkt ihr, warum sich Leute, die ein Instrument lernen "wollen" immer wieder diese Frage stellen?

Musik, Lernen, Gitarre, Klavier, Pädagogik, Instrument, Psychologie, Cello, Geige
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