Nein. Jede Zelle hat dasselbe Genom (sonst könnte man ja auch nicht aus einer pluripotenten Stammzelle jede Körperzelle wachsen lassen) . Der Unterschied besteht nur in der Aktivität der verschiedenen Gene.

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Glaube heißt ja etwas zu wissen glauben, dass sich nicht beweisen lässt, also außerhalb der naturwissenschaftlichen Methodik und Welterklärung steht.

In dem Sinne glaube ich an die Richtigkeit der Menschen- und Freiheitrechte wie sie sich aus dem naturalistischen Humanismus ergeben und ich glaube an die Existenz eines physischen Universum das real außerhalb unserer Vorstellungen existiert.

Ansonsten möchte ich lieber naturwissenschaftlich denken und nicht glauben.

Ob es Götter gibt oder nicht spielt für mich keine Rolle, weil sie offensichtlich nicht belegbar sind und auch für meinen Tagesablauf und meine Lebensplanung keinen Wert haben. Ich könnte mir einen abstrakten Schöpfer vorstellen, der die Entstehung des Universums ausgelöst haben könnte, brauch ihn aber nicht zwingend dazu.

An einen persönlichen Gott oder Götter glaube ich auch nicht und ich sehe keine Evidenz oder auch nur ein rationales Argument das auf die Existenz von Göttern, die sich in unser Tagesgeschäft reinmengen, hindeuten könnte.

Religionen finde ich lächerlich.

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Was beim Putzen mit "Chlorreinigern" so sehr typisch riecht ist kein Chlor (das überlebt man nicht lange :)) sondern Chloramine. Es kann sein, dass die Katze besonders sensibel darauf reagiert und den Geruch dann durch den eigene Geruch überdecken will. Durch das Wälzen und mehr noch durch das Reiben des Köpfchen an Boden und Wänden "markieren" Katzen ihr Territorium, nehmen es quasi dadurch in Besitz...

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Schwer zu sagen, weil Du den Versuchsaufbau nicht beschreibst. D.h. Zündet ihr Metalle an der Luft an oder unter Sauerstoff; liegen die Metalle als Pulver, Späne , Wolle , Band etc vor?

Wenn man einfach Metallstückchen in eine Brennerflamme hält werden einige sehr heftig reagieren und weiterbrennen wenn man die Flamme entfernt, andere brennen nur wenn eine große Oberfläche vorliegt und manche brennen eventuell nicht weiter wenn die Flamme entfernt wird.

Ich würde zum einen die Heftigkeit der Reaktion im Vergleich beschreiben (Hitze, Leuchtkraft, Flammehöhe/Funkenzahl, brennt der Kram alleine weiter...) und zum anderen die Flammenfarbe (die ist oft typisch für das jeweilige Metall und kann der Identifizierung dienen): https://de.wikipedia.org/wiki/Flammenf%C3%A4rbung

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Es gibt eben zwei prinzipiell unvereinbare Positionen in der Gesellschaft. Die eine ist für ein absolutes Verbot aller Drogen außer denen durch Traditions und Gewöhnung als gesellschaftlich akzeptabel angesehen (Tabak & Alkohol), wobei zumindest der Tabak auch bald noch mehr unter Druck geraten wird.

Die andere Position ist für eine Legalisierung von Drogen, die heute noch unter das BTM-Gesetz fallen, wobei hier eine weite Spreizung zwischen Befürwortern einer kompletten Legalisierung und denen einer Freigabe "weicher" Drogen besteht (diese Lager stehen sich zum Teil sehr unversöhnlich gegenüber und blockieren die Bildung eines Mindestkonsens der Befürworter).

Nach allem was ich so an Studien lese scheint die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung gegen weitere Legalisierungen zu sein, wobei der Freigabe von THC-haltigem Zeug eher etwas mehr Zustimmen entgegenkommt.

Die Politik reflektiert letztlich nur die Mehrheitspositionen.

Allerdings kommt der verbotslastige Konsens der Gesellschaft der Politik auch sehr entgegen, weil eine Diskussion zur Freigabe die Politik zu einer Stellungnahme zwingen würde und letztlich auch zur Übernahme der Verantwortung. Und damit haben unsere Politiker ein immer größeres Problem.

Es wäre aber auch unfair das jetzt alleine auf die Politik zu schieben, weil auch hier nur ein gesellschaftlicher Wandel hin zur rundum-versorgt-und-voll-versichert Einstellung abgebildet wird.

Deine Aussage zum "selbstbestimmten Volljährigen" ist insofern falsch, als es in einem Staat der auf dem Konzept der Menschenwürde und Gleichheit aufgebaut ist, keine völlige Übernahme der Verantwortung geben kann. D.h. der Alkoholiker mit seiner Säuferleber oder der Überkiffer mit den psychotischen Störungen müssen von der Gesellschaft finanziert werden (Krankenkasse, Sozialhilfe, Folge- u Begleitschäden für Andere...), egal wie sehr sie, als sie noch klar im Kopf waren, auf Selbstbestimmung gepocht haben.

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Offensichtlich sind alle Naturwissenschaften die im Physikum reingeprügelt werden bei den allermeisten Medizinstudenten unbeliebt.

Allerdings denke ich, dass das weniger an der Naturwissenschaft liegt als an dem völlig sinnentleerten Bulimielernen. Echte naturwissenschaftliche Methodik wird kaum gelehrt, was auch erklärt warum die allermeisten Mediziner keine oder schlechte Wissenschaftler sind. Die wechselseitige Arroganz im Umgang zwischen Medizinern und Naturwissenschaftlern ist auch nicht hilfreich.

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Es gibt keinen Grund den Zufall auszuschließen.

Was Du ansprichst ist eine verflachte Version des anthropischen Prinzips, da geht es eigentlich darum, dass nur die Feinabstimmung der Naturkonstanten (das was unser Universum im grundlegendsten Sinn beschreibt) so wie wir sie im Universum vorfinden, Leben ermöglicht. D.h. Abweichungen um wenige Prozente hätten vielleicht sogar keine chemischen Bindungen zugelassen, jedenfalls niemals Leben wie wir es kennen.

Allerdings ergibt sich durch das Anthropische Prinzip weder eine Kausalität zur Schöpfung noch eine Begründung gegen den Zufall. Die einzige Aussage die immer stimmt ist eine Tautologie, die besagt, dass das AP ist was es ist weil es ist wie es ist. Das klingt quasi clever und wird dann als teleologische Interpretation des AP von Schöpfergottgläubigen und besonders gerne den Kreationisten als Beweis eines ersten Grundes (natürlich Gott) genommen.

In Wirklichkeit ist keine Rückführung des AP auf erste Gründe oder das Göttliche oder das einzig Wahre falsifizierbar und deshalb als Beleg für Götter oder zumindest die Abwesenheit des Zufalls völlig ungeeignet.

Die Multiversenthese via der Stringtheorie räumt auch mit der Einzigartigkeit des AP auf, aber das wird jetzt wirklich etwas spekulativ....

In Grunde kann man auch einfach bei der Kernaussage bleiben, dass das Universum ist wie es ist und wir darum in dessen Grenzen existieren. Man kann die Basis unser Existenz und die Naturgesetzlichkeiten, bis zu der Singularität zum Zeitpunkt des Starts der Expansion (Big Bang) zurückführen. Ob es dort Kausaltäten überhaupt gab oder Götter rummachten ist nicht bestimmbar.

Wie gesagt, die Tatsache, dass die Naturkonstanten so sind wie sie sind und unser Leben ermöglichen ist die grundlegende Beobachtung; ob unsere Existenz jetzt ein großer oder ein sehr großer Zufall war ist auch eigentlich belanglos, da wir ja offensichtlich existieren. Google mal "Überlebensirrtum" & "kognitive Verzerrung", das erklärt Einiges zu dem Thema.

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Absolut!

Kinder sind klasse und ein echte Herausforderung an der man auch wachsen kann!

Dieses ganze jammervolle Getue und Rumgeheule finde ich infantil und lächerlich; jede Zeit hat ihre speziellen Probleme und es ging noch keiner Gesellschaft so gut wie unserer zur Zeit. Wir haben nicht nur einen hohen Lebensstandard, freie Bildung, Mobilität, gute Gesundheitsversorgung und eine große Bespaßungsindustrie, sondern auch die Chance mit wachsender naturwissenschaftlicher Erkenntnis und technologischem Fortschritt immer mehr unserer Problem zu lösen.

Also, nicht ewig jammern, sondern endlich mal den Gluteus Maximus zusammenkneifen Arbeitsbereitschaft zeigen und lernen, studieren und Problem lösen anstatt darüber zu heulen.

Ich freue mich schon auf meine Enkel!

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Aus demselben Grund aus dem es z.B. Homosexualität, das Down-Syndrom und all die anderen angeborenen Behinderungen, Abweichungen von der Normvarianz, Krankheiten etc. gibt. D.h. weil eben der ganze Apparat der genetischen Replikation, geschlechtlicher Vermehrung, Embryonalentwicklung usw. extrem komplex ist. Generell funktioniert er erstaunlich gut, auch weil es jede Menge Reparatur und Rückkopplungsmechanismen zur "Qualitätskontrolle" gibt, aber eine bestimmte Anzahl von Defekten, Brüchen oder wie man es auch immer bezeichnen möchte ist jedem komplexen Mechanismus inhärent.

Einen "Grund" im Sinne von Nutzen/evolutionärer Sinn gibt es nicht.

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Die Bindung zwischen Cl und H ist weniger polar als die zwischen N und H (geringere Elektronegativitätsdifferenz).

Dazu kommt, dass das Chloratom größer ist als das N-Atom und eine negative Teilladung stärker verteilt (also punktuell schwächer) auftritt.

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a) Das Salz dissoziiert: CaF2 <-> Ca++ + 2 F-

b) Das Löslichkeitsprodukt ist einfach nur das Massenwirkungsgesetz bei dem der Feststoff vernachlässigt (als konstant betrachtete werden kann)

K= [Ca++]* [F-]² /[CaF2] unter Vernachlässigung des Feststoffs ergibt sich das Löslichkeitsprodukt als

KL=[Ca++]* [F-]²

Du hast die Konzentration mit 2.177*10^-4 mol/l auch korrekt berechnet, aber wie kommst Du jetzt auf die dritte Wurzel?

2.177*10^-4 mol/l gelöstes CaF2 entspricht auch 2.177*10^-4 mol/l Ca++ und 2 * 2.177*10^-4 mol/l F-

KL= 2.177*10^-4 * (2*2.177*10^-4)² = 4 * (2.177*10^-4)³ = 4.1*10^-11 mol³/l³

Das passt einigermaßen zu den Literaturwerten.

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Reduktion: Cl2 + 2e- -> 2 Cl- Oxidation: 2 K -> 2 K+ + 2e-

Zusammen: 2 K + Cl2 -> 2 KCl

Aluminiumoxid zu Al wäre z.B. die Bauxit-Schmelzflußelektrolyse, wo das Bauxit mit der Kohleelektrode reagiert

Reduktion: 4 Al3+ + 12 e -> 4 Al   Oxidation (Anode) 3 C + 6 O2− -> 3 CO2 + 12 e  

Zusammen 2 Al2O3 + 3 C -> 4 Al + 3 CO2  

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Hier ist eine Liste der E-Stoffe- einfach durchgehen und alles mit ****säure notieren (es müssten so um die 25 sein - Salze und Ester von Säuren gehören natürlich nicht dazu).

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Lebensmittelzusatzstoffe

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Einfach schauen was passiert wenn man den Kram in Wasser löst:

Beim Hydrogensulfat gibt es eine zweite Protolysestufe, d.h. eine Gleichgewichtsreaktion in dem das Hydrogensulfat-Ion [HSO4] weiter zum Sulfat-Ion [SO4]2− dissoziiert:

[HSO4] + H2O  <-> [SO4]2− + H3O+

Es entsteht also H3O+ und die Brühe wird saurer.

Bei dem Phosphat ist es ähnlich, wobei man nur die nächste (zweite) Protolysestufe betrachten muss; es geht noch eins weiter, aber das wird dann zu kompliziert und bringt auch nicht wirklich viel (das Gleichgewicht liegt stark links).

Ammoniumnitrat: das Ammoniumion bildet im Wasser ein Gleichgewicht mit Ammoniak (darum riechen Ammoniumlösungen auch meist etwas streng)-

NH4+ + H2O <-> NH3 + H3O+ (also wieder etwas mehr H3O+ und darum saurer).

Generell kann man sagen, dass Salze aus schwachen Basen und starken Säuren eher sauer in Lösung reagieren und Salze starker Basen und schwacher Säuren eher basisch).

Am besten immer die einzelnen Ionen betrachten und überlegen, ob die unverändert in Lösung bleiben oder eventuell Gleichgewichtsreaktionen eingehen können.

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Weil in Norddeutschland überwiegend Protestanten wohnen die zum Moralinsauren neigen, während Bayern eher katholisch ist und hier viel in Unschuld, vermutlich mit Kernseife, gewaschen wird.

Rein aus dem kulinarisch-chemischen heraus liegt es einfach an der Zubereitung. Im Norden wird Rotkohl eher mit Apfelstückchen serviert oder auch schon mal mit Zitronensaft/Essig abgeschmeckt, während im Süden der Kohl mit Küchennatron eingelegt oder gekocht wird.

Im ersten Fall ist das Milieu sauer und der Kohlsaft rot und im zweiten Fall ist die Brühe basisch und der Saft wird blau.

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Prinzipiell wird es immer schwierig, wenn es um die Frage geht was die Ursachen von grundsätzlichen Vorgängen im Einzelfall sind.

Es gibt Gleichungssysteme um die verschiedensten Enthalpien aus grundsätzlichen Stoffeigenschaften abzuleiten, aber das wird recht schnell sehr komplex und irgendwann auch kaum noch lösbar (Born-Landé-Gleichung für Gitterenrgien ist eine gute Näherung aber auch nur basierend auf Materialkonstanten).

Der Ansatz: "Ist halt so, wir hams halt gemessen" ist, obwohl essentiell korrekt, auch wenig befriedigend.

Ich würde mich aufs Faktische beschränken und noch etwas schlau über Grundsätzliches schwurbeln, dass reicht den meisten Lehrern allemal (nicht zuletzt weil da auch oft die tiefere Fachkompetenz fehlt :) ).

Z.B. Die Brühe wird beim Lösevorgang kalt, weil die Hydratisierung nicht genug Energie liefert um die Gitterenergie zu überwinden (faktisch); die Hydratationsenergie nimmt mit zunehmender Ionengröße ab (kleinere Ionen bilden größere, energetisch günstigere, Hydrationshüllen aus); das Ammoniumkation ist relativ groß und darum ist die Hydratationsenergie relativ gering (grundsätzliches plus etwas geschwurbel).

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Zumindest sind in einem kleinen Rest Seife dieselben Chemikalien drin wie in dem ursprünglichen Seifenstück. Der Unterschied im "Schäumen" ist ein reiner Oberflächeneffekt...

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Nein! Was weggeht ist der dunkle Überzug aus Kupferoxid. Nach einem Bad in der Essig/Salz Brühe glänzen die Münzen wieder in der reinen Kupferfarbe.

Das Oxid wird in einen Hexaaquakupfer(II)-Komplex überführt und durch Ligandenaustausch mit dem überreichlich vorhanden Cl- entstehen Mischkomplexe bis hin zum Tetrachlorocuprat(II). Durch das Überangebot an Chloridionen wird das Gleichgewicht stark nach rechts (weg vom CUO) verschoben und das gesamte CUO geht in Lösung. [Cu(H2O)6]2+ -> -> -> [CuCl4(H2O)2]2+ 

Die Säure dient vermutlich zum Abfangen des Sauerstoffs im CuO (wg. O-- + H20 <-> 2 OH-)

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Summenformeln geben die Anzahl der Elementatome in einer Verbindung summarisch an (als Indizes = tiefgestellte, kleine Zahlen).

Ein Methanmolekül besteht aus 1 C Atom und 4 Wasserstoff , also ist die Summenformel C1H4 die 1 wird normalerweise nicht extra gezeigt also CH4.

Strukturformeln geben auch Informationen zur räumlichen Anordnung von Elementen im Molekül und zeigen die Art und Anzahl der Bindungen zwischen den Atomen an. Bei ​CH4 wäre das dann ein C in der Mitte eines Kreuzes, die Bindungen als die Arme des Kreuzes und die H-Atome am Ende der Bindungsstriche.

Es gibt allerdings verschiedene mehr oder weniger detaillierte Arten der Strukturdarstellung. Für Methan kannst Du auch bei Wikipedia direkt nachschauen: https://de.wikipedia.org/wiki/Methan

Die einfache Strukturformel ist gleich rechts oben in der Ecke und eine etwas detailliertere Form ist 3-4 Seiten weiter unten, rechts als Bild , dass auch die Bindungswinkel zeigt.



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Sowas gibt es eigentlich nicht, weil sich EN nicht auf Moleküle bezieht sondern auf den Elektronegativitätsdifferenz von Bindungspartnern.

Hier wäre das zwischen N (EN 3.07) und H (EN 2.2) die EN-Differenz ist also 0.87. D.h. N zieht die gemeinsame Bindungselektronenwolke näher zu sich und erhält damit eine positive Teilladung und H eine negative, es entsteht also ein Dipol.

Da das Molekül asymmetrisch aufgebaut ist, fallen die Ladungsschwerpunkte nicht zusammen und das gesamte Molekül hat ein deutliches Dipolmoment.

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