Warum glauben immer noch so viele, dass die schulische Bildung bzw. das Studium der einzige Weg zum Erfolg sind?

Hallo,

schon seit längerem fällt mir auf, dass in unserer Gesellschaft die Ansicht herrscht, dass nur der Erfolg hat, der ein Studium absolviert hat. Ich kann diese Ansicht aber nicht teilen, denn ich kenne viele Beispiele, in denen einfache Angestellte es zu mehr gebracht haben als Studierte. Zum Beispiel kenne ich aus meinem eigenen Bekanntenkreis einige, die haben studiert und wissen gar nicht, als was sie jetzt arbeiten sollen. 28 Jahre alt und steht da ohne Aussicht auf Job. Eine Andere hat studiert und arbeitet für wenig Geld als Werksstudentin und die Andere verdient nur Mindestlohn als Teil-Dozentin und muss noch einen Minijob nebenbei machen.

So, und eine andere Freundin ist Zahnarzthelferin und der Mann Landschaftsgärtner und haben bald ihr Haus abbezahlt. Ich habe Büroangestellte gelernt, mein Mann ist Handwerker und wir haben auch ein eigenes Haus und viel länger in die Rentenkasse gezahlt, vor allem mein Mann. Dann kenne ich eine Stewardess mit ihrem Mann, der auch eine Ausbildung absolviert hat. Wieder Eigenheim. Und wir alle haben Kinder.

Die Anderen haben ewig studiert, wissen nicht was sie machen sollen, wohnen teilweise noch zuhause bei Mama, haben keine Kinder, keinen Vermögensaufbau.

Damit will ich nicht sagen, dass studieren schlecht ist. Ich kenne auch einen erfolgreichen Wissenschaftler und einen erfolgreichen Anwalt.Aber es ist nicht der einzige Weg um erfolgreich zu sein. Ein Rentner hat letztens zu mir gesagt: "Wer nicht studiert hat, hat heute keine Chance mehr"

Warum hält sich dieses Vorurteil so hartnäckig?

Studium, Schule, Ausbildung, Erfolg, Gesellschaft, Ausbildung und Studium, Beruf und Büro
Familienmitglied liegt im Sterben - wie am besten verhalten?

Hallo,

in dieser Frage geht es nicht um mich, sondern ausschließlich darum, wie sich ein Mensch, der weiß, dass er bald sterben muss, am wohlsten fühlt.

Wir sind ein 4-Generationen-Haus, alles die Familie meines Mannes: Seine Großeltern, seine Mutter, er und ich und unser kleines Kind. Der Opa hat Lungenkrebs und ist in der Chemotherapie, aber es kann nicht mehr geheilt werden, es ist nur Palliativmedizin. Was da im Kopf bei ihm vorgeht, können wir uns natürlich nur schwer vorstellen, aber dass es ihm nicht gut geht, ist klar. Ich finde, dass es am besten ist, wenn man ihn "normal" behandelt, also nicht ständig daran erinnert, dass es ihm schlecht geht und dass es bald zu Ende ist, das weiß er schon selbst. Ich glaube kaum, dass er die letzte Zeit seines Lebens bemitleidet werden will.

Darüber reden möchte er auch nicht, er spricht generell nicht viel.

Meine Schwiegermutter macht jetzt Druck auf meinen Mann, er solle sich gefälligst mehr um seinen Opa kümmern und ihm sagen, dass er ihn liebt - das gefällt meinem Mann gar nicht, weil es sich anhört wie eine Verabschiedung vom Leben. Weder mein Mann noch sein Opa gehören zu den Menschen, die viel reden.

Ich habe meine Schwiegermutter gefragt, ob ihr Vater das überhaupt will, und da hat sie gesagt, dass es ihm nicht gefällt, wenn man ständig fragt, wie es ihm geht. "Warum sollen wir es dann tun?" habe ich gefragt und sie hat gemeint, dass es ihm auch nicht gefällt, wenn keiner fragt.

Ja, was denn jetzt???????

Wie fühlt sich ein Mensch am wohlsten, der bald gehen muss? Ich kann ja nicht in seinen Kopf schauen und seine Gefühle nicht wissen, denn wie gesagt redet er kaum was.

Kann mir da jemand einen Rat geben, wie ich und mein Mann seinen Großvater möglichst würdig und schön in der letzten Phase des Lebens begleiten können?

Familie, Freundschaft, sterben, Tod, Psychologie, Liebe und Beziehung
Wie kann ich meiner Oma helfen, den Tod von Opa zu verarbeiten?

Hallo,

ich versuche, mich möglichst kurz zu fassen:

Mein Opa ist letztes Jahr im Alter von 80 Jahren verstorben und hat eine lange, leidvolle Krankheitsgeschichte hinter sich (2x Krebs, 1x Schlaganfall, 1x Hirnblutung) Wegen dem Schlaganfall hat meine Oma ihm verboten, fette Sachen wie bestimmte Wurstsorten, Fleischsorten, Butter, Sahne, Kuchen usw. zu essen. Sie war auch überfordert mit der Pflege und am Limit, hat sich aber geweigert, Hilfe anzunehmen. Deshalb war sie oft unfreundlich zu ihm und hat ihn angeschrien.

Verstorben ist er nicht an einer seiner Krankheiten bzw. den Folgen davon, sondern sehr plötzlich, als er etwas aus dem Kühlschrank holte und daran erstickt ist. Er ist vor ihren Augen umgefallen und erstickt. Notarzt konnte nichts mehr tun.

Meine Oma ist logischerweise in der Trauerphase, aber sie wird geplagt von makaberen Träumen (Opa steht aus dem Sarg auf und sagt, dass er Wurstbrot essen will usw.), sie meint, sie würde ihn im Schlafzimmer atmen hören oder sie meint im Halbschlaf, er hätte sich über sie gebeugt und würde vorbeischauen.

Ich kann mir denken, was mit ihr los ist: Einmal das schlechte Gewissen, weil sie Opa nicht immer gut behandelt hat und der Schock, ihn ersticken zu sehen. Es ist das Unterbewusstsein, das hochkommt und diese Träume und Vorstellungen verursacht.

Meiner Meinung nach braucht sie eine ambulante Psychotherapie, um alles aufzuarbeiten, aber da weigert sie sich ja auch.

Was kann ich tun, damit sie sich nicht immer mehr in die Vorstellung hineinsteigert, Opa würde mit ihr reden oder sie im Schlaf besuchen kommen? Ich habe Angst, dass sie irgendwann richtige Wahnvorstellungen bekommt...

Familie, Träume, Tod, Psychologie, Gesundheit und Medizin, Trauma, Wahnvorstellungen
Ideologische Verblendung bei vielen von uns?

Hallo,

mir ist aufgefallen, dass es bei vielen Menschen Feindbilder gibt, die ihrer Meinung nach die Umwelt zerstören oder die raffgierige Unternehmen sind. Bestes Beispiel: Ölfirmen (zerstören Umwelt, CO2 Belastung durch Öl), Pharmafirmen (sind raffgierig, verdienen Geld mit der Gesundheit bzw. Krankheit von Menschen), Landwirte (wegen Pestizide, Bienensterben). Und dass ich ein "böser, rücksichtsloser Mensch bin, dem die Gier das Hirn zerfressen hat" , weil ich in diese Firmen per Aktien investiere (Shell, Gazprom, Johnson Johnson, Procter Gamble, Unilever, Novo Nordisk, Bayer).

Aber benutzen tut jeder diese Produkte, jeder braucht was zu essen, Hygieneartikel, jeder muss heizen, verbraucht Strom, viele fahren ein Auto und viele fahren in Urlaub...

Wenn man also Firmen wie Bayer wegen Monsanto meiden soll, dann muss man auch auf die Lebensmittel verzichten, die durch Spritzmittel und Düngemittel hergestellt wurden und sich wieder über den eigenen Gemüsegarten ernähren. Genauso muss man dann auf Medikamente verzichten und krank bleiben und vielleicht dran sterben, wenn Johnson Johnson, Novo Nordisk usw. so böse sind. Auch sollte man dann nicht mit Öl oder Gas heizen und kein Auto fahren, sondern sein Holz selbst schlagen und einen Kachelofen einbauen lassen...

Versteht ihr, was ich meine?

Auf der einen Seite Menschen diffamieren und beschimpfen, weil sie Aktien von Pharmafirmen oder Ölfirmen oder Versorgern halten, aber andererseits diese Produkte tagtäglich konsumieren.

Für mich ist das eine ideologische Verblendung ohne jegliche Logik. Wie seht ihr das?

Umwelt, Menschen, Politik, Ethik, Philosophie und Gesellschaft, Wirtschaft und Finanzen, Gesellschaft und Philosophie
Warum ist das Thema Geld immer noch ein Tabu-Thema?

Hallo Leute,

die letzten Tage habe ich mal wieder die Erfahrung gemacht, dass man bei vielen Menschen das Thema Geldanlage nicht erwähnen darf, weil es für diese sehr negativ behaftet ist:

Habe z.B. nur gesagt, dass an der Börse gerade einiges los ist wegen der GameStop Aktie und Co und da wurde ich belächelt "Du und die Börse, lach". Da habe ich gesagt, dass es auch sehr sichere Aktien gibt, die gute Dividenden zahlen, wie Unilever. Da kam ein entsetztes Gesicht: "Besitzt du etwa Aktien?" "Ja", habe ich gesagt. "Was machst du nur für Sachen, das ist viel zu gefährlich" kam der Vorwurf. Ich habe darauf gesagt, dass das meine Sache ist und nicht weiter diskutiert.

Dann haben die gleichen Leute gesagt, dass es ja auch eine Mode sei, ein eigenes Haus zu besitzen, sie hätten nie "dieses Bedürfnis" gehabt, die Menschen hätten hohe Ansprüche, wenn sie ein eigenes Haus/Wohnung wollen.

Dass aber gerade Aktien und Immobilien der beste Schutz vor Altersarmut ist (vor allem in einer Welt ohne Zinsen), das wollen die nicht verstehen.

Diese Leute besitzen übrigens nichts außer ein paar Euro auf dem Sparbuch, wenn der Mann stirbt, ist die Witwenrente vermutlich so gering, dass Grundsicherung beantragt werden muss. Aber das blenden sie komplett aus. Sie meinen, Geld braucht man nicht.

Warum ist bei so vielen Menschen das Thema Geld und Geldanlage so negativ behaftet?

Finanzen, Geld, Gesellschaft, Tabuthema