Generell sind Materialien aus Naturfasern wie Baumwolle, Wolle, Seide, Leinen oder Viskose (aus Holz-Zellwolle) hochwertiger als solche aus Polyester. Ein gewisser Polyester-Anteil ist jedoch bei Bekleidung, die strapazierfähig sein soll, wichtig, damit der Stoff robuster ist. Es kommt also immer auf den Einsatzbereich an. Für Shirts und andere Oberbekleidung, die am Körper liegt, würde ich Kunstfasern vermeiden, da man eher darin schwitzt, es sei denn, es ist Funktionskleidung aus hochwertigen Microfasern, die extra für den Sport hergestellt werden und in gewisser Weise auch atmungsaktiv sind. Trotzdem müffeln diese und müssen nach einmaligem Tragen in der Regel in die Wäsche. Bekleidung aus Naturfasern hingegen können zum Auslüften ausgehängt und mehrmals getragen werden, bevor sie in die Wäsche müssen.

Bei Hosen oder Jacken stehen andere Eigenschaften als Schwitzen im Vordergrund. Hier gilt es, ein strapazierfähiges und abriebsicheres Material zu haben, so dass Kunstfasern als Beimischung erwünscht sind oder auch Elastan, das engen Jacken und Hosen eine gewisse Dehnfähigkeit gibt, damit sie auch bei Bewegung nicht einengen. Jacken und Mäntel für den Outdoor-Bereich können zusätzlich davon profitieren, dass sie Kunstfaser-Beimischungen haben, oder ganz aus Kunstfasern bestehen, damit sie wasserabweisend sind.

Futter hingegen ist nicht besonders hochwertig aus Polyester, da man darin schwitzt und es sich elektrisch auflädt. Ein gutes Futter besteht aus Viskose oder Acetat (ein Zwitter aus Holz-Zellulose, aber chemisch hergestellt) für die atmungsaktive und angenehme Tragfähigkeit und einer Polyester-Beimischung für die Abrieb- und Strapazierfähigkeit.

Bei einem hohen prozentualen Anteil von Polyester (65%) gegenüber Baumwolle (35%) kann man zwar von pflegeleicht sprechen (bezüglich waschen, bügeln), aber nicht von hochwertig.

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wenn du nicht vor Ort einkaufen möchtest wo du natürlich das Bild mitnehmen solltest, kannst du auch eine mail an einige Online-Versender schicken mit dem Bild und sie bitten, dass sie dir geeignete Vorschläge machen und dann diese Stoffe als kostenlose Muster bestellen.

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Die 115 cm stehen tatsächlich für die Stoffbreite, in Deutschland sind die Stoffe meist 140-160 cm breit, so dass du da kein Problem haben dürftest. Wenn keine Anleitung dabei ist kannst du den Stoffverbrauch selber berechnen: 1x Armlänge + 1 x Gesamtlänge + 20 cm für Nahtzugaben und Einsprung beim Waschen. Wenn Raffungen, Wickeleffekt oder große Kragen und Kapuze dazukommen nimm nochmals ca. 50 cm mehr. Einlagen kannst du gleich Meterweise kaufen oder gleich 3-5m, da man die immer braucht und jedes Mal 30 cm ist doch etwas zu aufwändig und führt zu viel Verschnitt.

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Du kannst die Burda-Schnitte BU-7466 oder BU-2509 nehmen, die du auch beim roten Faden findest, den Rest an "Stand", also richtiger Weite für den Rock macht nämlich der Unterbau aus, dh der Reifrock, also ein nach dem gleichen Schnitt gearbeiteter Unterrock mit 2-4 Tunnels auf verschiedener Höhe, in den Korsettfeder eingezogen ist. Wenn dir das Oberteil von BU-2509 nicht genau zusagt kannst du einfach ein V in den Schnitt des Oberteiles einarbeiten und den mit einem andersfarbigen Stoff ersetzen.

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wenn die Nähmaschine den Unterfaden nicht holt scheint es ja eher ein Problem des Unterfadens zu sein, als dass die Nadel falsch wäre. Evtl. ist die Spule nicht richtig in die Kapsel gesetzt. Tritt denn das Problem nur bei Fleece auf oder generell beim Nähen?

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Nähen: Fleece Stoff versäubern - Zickzack Stich eher wie Puls?

Hallo an die Community.

Nachdem mein Neffe für die Kita ein "Sitzkissen" benötigt wollte ich eines aus Fleece nähen. Oder eher der Stoff sagte "nimm mich" und nachdem er schön warm ist und sich wohl leicht waschen lässt wäre der gut dafür geeignet.

Nun steht in den Anleitungen für die Kissenbezüge, dass man die Nähte versäubern soll.

Jetzt habe ich es getestet.

Meine Nähmaschine hat einen Zickzack-Stick (03), einen Mehrfachen Zickzackstich (Makiert mit einer gestrichelten Linie) und wenn ich die dickere Darstellung vom Zickzackstich neben dem Overlook-Stich richtig verstehe einen 3fachen Zickzack-Stich.

Nun habe ich zum Test erst einmal die Stoffrest-Streifen genutzt um zu gucken wie ich den Zickzack-Stich einsetzen muss und siehe da der Stich ist irgendwie seltsam.

Beim Zickzack sollte doch normal der Stich auf wirklich gleichmäßig als Zick-Zack kommen.

Stattdessen kommt er bei mir mal eine bis 1-4 Zacken, danach 2-5 grade Striche und wieder 1-4 Zacken. Das er bei den "Geraden Stichen" aber auch an die Stelle für die "Zacke" reinsticht sehe ich am Stoff, denn der in an dieser Stelle mit einem Loch gezeichnet von der Nähmaschinennadel.

Der Mehrfach-Stich (06) zeigt wohl noch das beste Bild. Wobei die Zacken da auch eher rund werden.

Könnte mir vielleicht jemand sagen woran es liegt? Ich ziehe den Stoff nicht sondern halte ihn nur gerade. Das dachte ich wäre irgendwie der erste Fehler.

Unten habe ich versucht mit der Webcam Bilder davon zu machen. In der Hoffnung, dass jemand erkennt was ich meine.

Muss Fleece extra versäubert werden? Da scheint ja aktuell zumindest nichts zu fransen. Oder sollte ich nach dem Nähen einfach mit einer Zackenschere durchgehen? Würde sowas reichen.

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Fleece muss überhaupt nicht versäubert werden. Er franst nämlich nicht aus. Das ist das Kriterium für Versäubern.

Was deinen Stich anbelangt scheinst du die falsche Sticheinstellung gewählt zu haben, also einen Zierstich, der sich nach Blindstich anhört. Lies dir nochmals die Beschreibung durch, aber grds. wird der Zackenstich eher oben bei den Rädchen eingestellt und nicht bei den Zierstichen.

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Die Dehnbarkeit bei 100% Baumwolle hängt nicht vom Rohstoff (hier: Baumwolle) ab, sondern von der Herstellungsart. Also: ist es gewebt (Popeline, Batist) wird sich da nichts dehnen, ist es jedoch gewirkt/gestrickt (Jersey, T-Shirt-Ware) wird es sich dehnen, da es Maschenware ist und die ist auch ohne Elastan-Beimischung dehnbar. Wenn dich textile Stoffe und ihre Eigenschaften bzw. der Einsatzbereich interessieren kannst du noch den tiefergehenden Artikel dazu lesen der-rote-faden.de/wordpress/stoffkunde/

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Chiffon schlägt tatsächlich leicht Wellen, wenn du ihn versäuberst und umnähst. Ich empfehle daher FrayCheck / Fransenstopp. Es ist ein geniales Mittel, eine Flüssigkeit, die auf den abgeschnittenen Stoff geträufelt wird, die das Gewebe verklebt, aber ohne dass es nachher "verklebt" aussieht. Die Flüssigkeit trocknet nämlich rückstandslos weg, der Saum wird weder dunkel, wie durchtränkt, noch hart, sondern bleibt schön weich.

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Organza kannst du gut mit FrayCheck versäubern, eine Flüssigkeit die rückstandslos wegtrocknet und die Fasern so verklebt, dass nichts mehr ausfranst

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Es kommt darauf an, welche Art von Abdeckung du suchst. Wenn man auf dem Tisch auch essen soll, empfiehlt sich ein recht heiß waschbarer Stoff, etwa Baumwolle oder Leinen. Soll er nur zu Dekozwecken abgedeckt werden hast du schon mehr Auswahl. Du solltest da auf das restliche Ambiente im Raum achten. Ist es edel, kommen so leicht glänzende Stoffe wie Seide, Cocktail-Taft oder Organza in Frage, beim Landhaus-Stil würde ich eher Leinen, Baumwoll-Popeline oder Canvas empfehlen. Wenn der Stoff zu leicht ist, etwa der auch schön glänzende Futtertaft, könnte er dir bei einem Windstoff vom Tisch gefegt werden, also bedenke auch, ob du Zugluft in der Nähe des Tisches hast.

Du kannst dir einen umfassenderen Überblick über den Einsatz verschiedener Stoffarten mit Strukturbildern der Stoffe auch in folgendem Beitrag verschaffen https://der-rote-faden.de/wordpress/stoffkunde/

Soll der Stoff sehr günstig sein und leichten Glanz aufweisen, wird übrigens auch gern Pannesamt genommen.

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schau mal, hier findest du eine bebilderte Anleitung dafür, wie man solche Flügelärmel nähen kann: https://der-rote-faden.de/wordpress/einhorn-kleid/

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guck im Internet nach, da wirst du viele kostenlose Schnittanleitungen finden. Einen einfachen Rock kannst du machen, indem du ein Rechteck in deiner Hüftweite zuschneidest und in der gewünschten Länge + 5 cm. Du nähst es seitlich zusammen, klappst unten 1 cm als Nahtzugabe um und nähst es ab und oben 4 cm. Dadurch entsteht oben 1 Tunnel, in den du ein 3 cm breites Gummiband einziehen kannst. Am besten nimmst du dehnbaren Stoff, Jersey, Sweatstoff usw.

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Bevor du selber damit beginnst Schnittmuster zu entwerfen, schau dich mal im Internet unter kostenlose Schnittmuster um, da findest du bestimmt etwas, was du einfach nur ausdrucken musst und loslegen kannst. Wenn du es abändern willst nach deinen Vorstellungen und dir der "gute" Stoff zu riskant ist zum Verschneiden, probier den Schnitt erst mal an einem alten Laken oder günstigen Reststoff aus

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Ergonomisch geformte Scheren, die asymmetrisch geformt sind, um den Stoff beim Schneiden möglichst wenig anzuheben sind zwar eine nette Neuentwicklung, aber kein notwendiges Merkmal für eine Schneiderschere. Diese zeichnet sich vielmehr durch besonders harten Stahl aus, der länger scharf bleibt als bei einer normalen (Papier-)Schere. Andere zusätzliche Details, die gute Schneiderscheren oftmals aufweisen, sind eine Microverzahnung, damit der Stoff nicht wegrutscht, gerade wenn er besonders dünn oder glatt ist.

Und wie schon gesagt wurde: nie mit der Stoffschere Papier schneiden, sie wird sonst schneller stumpf.

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Für den ersten Rock solltest du einen Schnitt für einen Tellerrock nehmen. Dann brauchst du noch eine gute Overlock-Maschine, um die Abschlussnaht so fein und schmal hinzubekommen. Du kannst auch einen feinen Nylondraht mitlaufen lassen, damit es sich so wölbt. Der 2. Rock besteht aus einzelnen Volants, die oben kleiner und nach unten immer größer werden, das sind so halbrunde Kreise, oben schmaler unten breiter. Auch hier brauchst du eine gute Overlockmaschine.

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du kannst einen Unterrock aus einem festen gewebten Stoff machen, in A-Linienform und wenn du das Kleid sehr weit haben willst kannst du auch Tunnel darauf nähen und Stahl-Korsettfedern einziehen. Dann brauchst du auch keine 60 m Tüll sondern kommst mit 5-8 m aus, ich habe das alles hier erklärt: https://der-rote-faden.de/de/Modestoffe-Abend/feintuell-extra-weich-signalrot-extra-breit-100-pa-300cm-breit.html

Achte bitte darauf, dass du besonders weichen Tüll bekommst, sonst sieht das Kleid nach Karneval aus.

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Du hast schon recht, Flickstoff ist zum Aufbügeln auf das Loch und damit verstärkt es auch gleichzeitig den Stoff in dem Bereich. Du solltest den Flicken aber am Besten noch mit einer Naht etwas befestigen, sonst löst er sich nach ein paar Wäschen. Welcher Flickstoff geeignet ist richtet sich nach dem Stoff deiner Hose. Meist steht beim Flickstoff dabei, ob es ein Jeansstoff ist oder ein Nylon für Regenmäntel, oder ein Veloursleder für Jacken, die am Ellenbogen kaputt sind usw.

Vlieseline würde zwar auch kleben, von hinten, aber würde sich ebenfalls lösen beim Waschen und müsste nachgenäht werden. Solche Fixiereinlagen sieht man aber auch meist von der linken Seite durch, was wegen der Farbabweichung nicht unbedingt gewollt ist und außerdem sind sie oft nicht stark genug, der Flickstoff, von vorne aufgebracht, ist da am wirksamsten.

Wenn du einen sehr ähnlichen Stoff hast wie die Hose und möchtest ihn von der linken Seite befestigen, damit man möglichst wenig sieht, kannst du Flickpulver nehmen und auf dieses Stoffstück draufstreuen. Das lässt sich dann auch aufbügeln. Aber auch hier solltest du noch eine Stütznaht anbringen, damit es sich beim Waschen nicht löst.

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ja, das Kleid ist dehnbar. Dass Hosen mit hohem Elasthan-Anteil ausleiern ist jedoch nicht ganz zutreffend. Elasthan ist eine hochdehnbare Faser mit hoher Rücksprungkraft, die nicht leiert. Wenn ein Stoff mit Elasthan ausleiert liegt es meistens an den anderen evtl. minderwertigeren Beimischungen, etwa dem hohen Polyesteranteil.

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Grundsätzlich sind erst mal beide Futterstoffe in Ordnung. Die Eigenschaft von Futterstoffen ist allgemein, dass sie gut rutschen, ob nun Acetat, Viskose oder Polyester oder Mischungen daraus. Acetat oder Viskose sind angenehm in den Trageeigenschaften, im Gegensatz zu Polyesterfutter schwitzt man nicht darin. Und endgegen landläufiger Meinung lädt sich Acetatfutter auch nicht statisch auf, da es auch ein Zellulosestoff ist, aus Holz gewonnen und keine Chemiefaser wie Polyester.

Jetzt kommt es aber darauf an, ob dein enges Kleid dehnbar ist oder nicht. Wenn du einen Stoff mit Elasthan verwendest oder sonst ein dehnbares Material, etwa Jersey oder andere "Gewirke" und Gestricke (nicht gewebter Stoff) dann würde ich den aus Viskose, Polyamid und Elasthan bevorzugen, bei einem nicht dehnbaren Material kann es auch das Acetat sein

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es gibt im Internet einige Händler, die neben den Endkundenpreisen auch gewerbliche Preise anbieten. Dazu müsste sie sich nur einen Gewerbeschein beim Amt holen und den dann vorlegen. Oftmals gibt es die Preise auch schon bei kleineren Mengen, was für sie wichtig wäre, da sie ja erst mal Muster nähen und potenziellen Kunden zeigen muss. Der rote Faden bietet dieses Modell für Gewerbetreibende auch an, aber auch einige andere, es steht meist beim login dabei.

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