Ich will Priester werden, keiner versteht es.

Ich bin ein Mann und nächstes Jahr will ich gerne anfangen Theologie studieren. Ich habe sehr lange überlegt und nach Jahren der Überlegung entschied ich mich dafür katholischer Priester werden zu wollen.

Meine Familie kann oder will es einfach nicht verstehen, niemand bis jetzt. Bis jetzt habe ich es so auch nicht ausgesprochen, aber ich habe es vor, bald allen zu sagen.

Meine Familie sagte immer schon : ,,immer schön weltlich bleiben". Oder so sachen wie: ,, du willst doch eine familie später haben und eine freundin".

Es ist einfach so, dass ich nie eine Freundin hatte und auch keine will und ich kann es mir einfach nicht vorstellen eine Familie zu haben. Ich fühle mich einfach von Gott berufen und jetzt nachdem ich im Kloster einige Zeit als Gast war wurde ich mir endgültig sicher.

Ich weiß nicht, wie mein Vater oder die anderen reagieren werden und ich habe Angst, dass sie mich fallen lassen und mich finanziell zum Beispiel vollkommen alleine lassen.

Ich weiß, so etwas klärt man nicht auf gutefrage.net, aber es ist mein Leben und ich gehöre Gott und wenn Gott mich einberuft und ich dem Ruf folgen will, dann ist daran doch nichts auszusetzen. Meine Familie ist mehr oder minder gläubig, aber das Zölibat verstehen sie einfach nicht.

Wahrscheinlich werde ich es zu erst demnächst mit meinem Pfarrer besprechen und ihm auch die Lage schildern und dann gehe ich eben meinen Weg, koste es was wolle.

Meine Frage an euch ist eigentlich, direkt gestellt: ,,Wie könnte ich meine Familie doch überzeugen bzw. habt ihr irgendwelche Tipps für mich, wie ich mit der Situation umgehen könnte bzw. was würdet ihr tun?

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Du musst nur bedenken, dass es eben nicht nur DEIN Weg ist.

Diesen Weg hat dir Gott aufgezeigt. Zögere nicht, ihm zu folgen!

Dieses Jahr im Sommer habe ich auch Gottes Ruf gespürt. Ich möchte auch ins Kloster gehen. Weißt du, es war echt total schwierig für mich, als ich das gemerkt habe. Ich habe die ganze Zeit gedacht: Das kann ja wohl nicht wahr sein, warum lässt mich das jetzt nicht mehr los? Ich fühle mich nirgendwo richtiger als in der Kirche, als bei Gott!

Und ich habe aber gezögert und hatte Angst irgendjemandem davon zu erzählen, aber es hat sich angefühlt wie eine Verleugnung Jesu.

Ich würde in deiner Stelle Priester werden! Ich werde wohl in einigen Jahren eine Ordensschwester werden.

Wenn Jesus sagt "Folge mir nach" dann tu es! Bitte. Es ist eine Einladung ins Paradies. Deine Familie wird merken, wie glücklich du wirst.

Alles andere wird sich regeln. :)

Viel Erfolg und Gottes Segen!

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Nein das ist keine Gotteslästerung.

Es gibt verschiedene Arten von Sünden. Deine war eine lässliche Sünde (wenn überhaupt). Das liegt daran, dass du sie nicht bewusst begangen hast. Aber wie gesagt, du hast sie offensichtlich nicht mal selbst begangen. Und wenn du dich dagegen auch noch wehrst ist alles in Ordnung.

Mach dir keine Sorgen :) Gott ist mir dir!

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Ich glaube, dass du Gott sehr unterschätzt. Ich finde es toll, dass du an Gott glaubst und im Gebet mit ihm sprechen möchtest. Auch ist es richtig, dass man um Vergebung bitten sollte, wenn man weiß, dass man etwas falsch gemacht hat.

Du darfst aber niemals vergessen, dass Gott gnädig ist. Das bedeutet, er liebt und unverdient. Also auch, wenn du etwas falsch gemacht hast. Deshalb sollte ein Gebet zum größten Teil aus Dank bestehen. Denn gnädig wie Gott ist, kann unser Dank niemals werden.

Gott ist Barmherzigkeit. Liebe.

Und nicht Folter. Man darf vor Gott keine Angst haben. Weißt du denn nicht, dass er seinen Sohn (sich selbst) für uns geopfert hat, damit unsere Sünden vergeben werden? Das hat er gemacht, damit wir wissen, wie sehr er uns liebt. Damit wir keine Angst haben, er würde uns bestrafen für alles.

Daher sollte man keine Angst vor Gott haben sondern nur Erfurcht und Demut. Man muss begreifen, dass Gott größer und mächtiger ist als alles! Gewalt ist begrenzt, Liebe aber nicht. Deshalbt würde es Gottes Allmacht einschränken zu behaupten, er wäre gewaltsam.

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Jaa! Mir ging es vor einigen Jahren genauso!

Und du kannst sehr froh sein, dass du immerhin die Erkenntnis gewonnen hast jetzt. Das ist nämlich der erste Schritt, um etwas zu verbessern.

Ich habe mich damals auch schrecklich gefühlt. Ich meine, man lästert und denkt sich danach, wie es wäre, wenn ein andere über einen selbst so lästern würde.

Bei mir im Freundeskreis lästern auch manchmal welche. Ich will und kann dabei aber nicht mehr mitmachen. Ich "zerstöre" dann immer das Gespräch, indem ich die guten Seiten an der Person erwähen, über die gerade gelästert wird. Probier das mal. Das hilft wirklich!

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Ich würde es, ohne einen genaueren Kontext zu kennen, folgendermaßen verstehen:

Der Gewinner schreibt immer die Geschichte. Deutschland hat im zweiten Weltkrieg verloren, von daher wird natürlich auch von den Gewinnern die schlechte Geschichte über Deutschland geschrieben.

Es gibt bei einem Krieg natürlich aber immer zwei Seiten. Kein Land ist in einem Krieg unschuldig. Deutschland wurde auch Unrecht angetan. Oder deutschen Bürgern oder, oder.. Jedenfalls ist es für Deutschland nach sehr schweren (und natürlich auch größtenteils berechtigten) Anschuldigungen schwierig auch die Opferrolle zu zeigen, weil das von der Welt schnell falsch verstanden werden kann.

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Hallo :)

Ich dachte ich hätte schon auf diese sehr interessante Frage geantwortet. Offensichtlich wurde die Nachricht aber nicht ordentlich versendet. Also noch mal:

Ich finde es zum Beispiel nicht so schlimm, wenn man sich als Christ tättowieren lässt. Ich finde es ist vergleichbar mit der priesterlichen Kleidung oder einer Kreuzkette. Es ist ein öffentliches Zeichen für den Glauben und ich finde sowas gut :D

Es gibt allerdings überlieferte Bilder von Jesus Christus, die von Wundern stammen. Zum Beispiel das Schweißtuch Jesu. Das Bild stammt mit dem Gesicht vom Turiner Grabtuch überein. Du kannst mal googlen "Turiner Grabtuch Jesus Gesicht". So denke ich mal, dass er aussah. Und wenn du dir trotzdem Sorgen machst, ob es falsch ist sich ein Bild von Jesus zu machen, dann schau doch einfach mal in verschiedenen Kirchen nach. Es gibt in jeder Kirche ein Kruzifix und jeder Jesus hat ein anderes Gesicht. Also kann das schon mal kein Problem sein, wenn selbst in der Kirche eine Abbildung Jesu zu sehen ist.

Zu dem Thema, dass man sich kein Bild von Gott machen soll, denke ich, dass das oft falsch verstanden wird. Denn Gott hat doch selbst ein Bild von sich gemacht, als er Jesus auf die Erde geschickt hat. Und ein Bild ist ja auch ein Einstellung zu etwas. Ein Zuschreiben von Eigenschaften. Zum Beispiel würde man sich ein falsches Bild von Gott machen, wenn man sagt, dass er irgendjemanden für seine Sünden hassen würde. Dann hat man sich ein Bild von Gott gemacht, das nicht mit dem übereinstimmt, wie Gott sich den Menschen bisher geoffenbart hat. Bei dem Bild geht es also nicht um eine Fotografie oder eine Zeichnung, sonder um die Vorstellung von Gott. Gott ist einzig. Das bedeutet auch, dass alle die an Gott glauben, den Glauben nicht alle unterschiedlich auslegen können, denn dann macht man sich ein (falsches) Bild von Gott.

Liebe Grüße und Gottes Segen!

PS: Was hat der Priester denn gesagt eigentlich?

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Also wenn du mit der Geburt anfängst könnte man dazu sagen, dass das Leben von Gott geschenkt ist. Also sobald eine Frau schwanger wird ist Gottes Hand mit im Spiel. Das heißt, jeder Mensch auf dieser Welt ist von Gott gewollt! Wir sind niemals zufällig entstanden und auch wenn uns scheinbar niemand mehr liebt, ist Gott immer noch da, der uns geschaffen hat, weil er wollte, dass wir leben.

Weitere Etappen im katholischen Glauben sind die sieben Sakramente.

Daszu gehören die Taufe, die Erstkommunion, die Firmung, die Priesterweihe, die Beichte, die Ehe und die Totensalbung.

Die Taufe ist die Aufnahme in die Gemeinde. Diese wird bei den Katholiken schon im Kleinkindalter durchgeführt, weil man durch die Taufe ein Christ wird. Das bedeutet, dass man schon als kleines Kind in die Gemeinschaft mit Jesus tritt und gesegnet aufwächst.

Die Erstkommunion ist der erste Empfang von der heiligen Eucharistie. Das heißt, dass du zum ersten Mal den Leib Christi entgegennehmen darfst. Das ist eine große Feier, die aber in der Regel auch noch von den Eltern bestimmt wird. Die Kinder sind meistens in der 4. Klasse. Auf jeden Fall noch Kinder und keine Jugendlichen.

Die Firmung ist die Feier, bei der der Jugendliche (circa ab einem Alter von 14 Jahren) selbst entscheiden sollen, ob sie der Kirche weiterhin angehören wollen. Sie entscheiden sich bewusst für den Glauben und ein Leben nach Gottes Willen. Bei der Firmung wird der heilige Geist gespendet.

Die Priesterweihe ist die Weihe zum Prister. Klar :D Diese bekommen nur Männer. In der evangelischen Kirche gibt es keine Priesterweihe, soweit ich weiß. Es gibt drei Weihestufen. Die erste ist die Diakonweihe. Die zweite die Priesterweihe und die dritte die Bischofsweihe. Priester haben durch die Weihe die Vollmacht bekommen, Sakramente zu spenden. Also alle, die ich hier aufzähle. Sobald man die zweite Stufe der Weihe gespendet bekommen hat und somit zunächst einmal zum Kaplan gemacht wird, lebt man nach den drei evangelischen Räten (genauso wie es die Ordensbrüder und -schwestern machen). Das heißt, sie leben ehelos (enthaltsam und zölibater), in Armut (bedeutet die Ablehnung der materiellen Welt und Konzentration auf den Geist) und gehorsam (natürlich nur Gott gegenüber, dass bedeutet aber auch, dass man sich in der katholischen Kirche den Dogmen annimmt und höhergestellte Kleriker als solche achtet).

Die Beichte ist das Sakrament der Vergebung. Die erste heilige Beichte findet vor der Erstkommunion statt. Danach sollte man mindestens einmal im Jahr zur Beichte gehen, aber eigentlich immer dann, wenn man sich schwerer Sünden bewusst ist. Die Beichte ist ein Gespräch mit Gott, in dem du deine Sünden vor ihn trägst, sie bereust, versprichst, sie in Zukunft zu unterlassen und um Vergebung von Gott zu erbitten. Diese Vergebung ist nur durch Jesus ermöglicht worden, der am Kreuz dafür starb. Daher hat die Beichte, genauso wie die Kommunion einen besonderen Stellenwert im christlichen Glauben.

Die Ehe ist das Versprechen vor Gott, dass man mit einem anderen Menschen bis zu seinem Tod zusammenlebt, sich liebt, sich unterstützt und offen ist für Nachkommen, die Gott einem schenkt (dazu gehört auch die Ablehnung von Verhütungsmitteln). Die Ehe ist unauflöslich, wenn sie einmal gültig vor Gott geschlossen ist. Wer heiratet, kann nicht die Pristerweihe erhalten und umgekehrt ist es so, dass wer die Priesterweihe erhalten hat nicht heiraten kann (außer in der orthodoxen Kirche, dort kann man heiraten, bevor man zum Priester wird, kann dann allerdings nicht mehr Bischof werden). Daher sind die Ehe und die Priesterweihe vergleichbar. Die Ehe ist der Bund mit einem Menschen. Und die Priesterweihe ist der Bund mit Gott und die Einwilligung dazu, dass man sich der Gemeinde schenkt und nicht nur einer Person.

Die Totensalbung ist die letzte Segnung vor dem Tod. Dazu gibt es oft auch noch einmal die heilige Kommunion die dann "Wegzehrung" genannt wird. Vor dem Tod wird dem Menschen, wenn er dies will, auch noch einmal die Beichte abgenommen und der Priester spricht die Absolution über ihn aus, damit er sündenfrei vor Gott treten kann, wenn er stirbt.

Also ich hoffe, dass war ein "kleiner" Überblick. Ich könnte dir allerdings noch einen Haufen mehr dazu erzählen. Falls du also Interesse daran hast, schreib mich einfach an und frag :)

Liebe Grüße!

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Hallo :)

Ich empfehle dir, nicht nach "Alltagssünden" zu suchen, nur um etwas zum Beichten zu haben.

Wie du bestimmt weißt besteht die Beichte nicht nur aus einem Gespräch mit dem Pfarrer und der Lossprechung. Zu Beichte gehört auch die Gewissensforschung und natürlich die Reue! Du kannst also nicht einfach ein Verhalten suchen, dass man beichten könnte. Du solltes Dinge beichten, die du tief bereust.

Altagssünden, ich würde sie auch gesellschaftsbedingte Sünden nennen, sind zum Beispiel

  • Drogenkonsum (Zigaretten, Alkohol, etc)
  • Unkeuschheit (Immer neue Partner, Ehebruch, Sex vor der Ehe)
  • Stolz (Dazu gehört dann auch, dass man sich selbst als sündenfrei betrachtet)
  • Völlerei (jegliche Form von Verschwendung und Übermaß - zum Beispiel zu viel Essen, Kleidung, ein Ich-bezogenes Leben führen)
  • Ungehorsam Gott gegenüber (Nicht einhalten der Sonntagsruhe, Unregelmäßiger Kirchengang, kein Beten, fehlende Nächstenliebe)
  • Lügen (im Alltag aber auch im Gottesdienst. Zum Beispiel gibt es viel zu viele Leute, die das Glaubensbekenntnis aufsagen, ohne es tatsächlich zu glauben)
  • Fehlende Weiterbildung (man sollte täglich in der Bibel lesen und sich auch in sonstigen Formen im Glauben Wissen aneignen, um seinen Glauben besser zu verstehen

Weiterhin könntest du noch folgende Dinge überprüfen, die vielleicht nicht direkt im Beichtspiegel enthalten sind. Dazu gehören die sieben Todsünden:

  • Warst du hochmütig? (hast du dich im Vordergrund gesehen? Dich als etwas besseres empfunden?)
  • Warst du habgierig? (Hast du nur auf dein eigenes Wohl geachtet?)
  • Warst du wollüsitg? (oder auch ausschweifend, Gott vergessend, andere Dinge in den Mittelpunkt stellend?)
  • Warst du zornig? (Hast du deiner Wut freien Lauf gelassen, wolltest du sogar Rache?)
  • Warst du maßlos? (siehe Völlerei)
  • Warst du neidisch? (hast du anderen etwas nicht gegönnt, sie deshalb schlechter behandelt?)
  • Warst du faul? (Dazu gehört Trägheit, Feigheit - standest du nicht zu deinem Glauben, hast du Gutes unterlassen?)

Und hast du die sieben Tugenden eingehalten?:

  • Hast du immer auch Gott vertraut? Hattest du immer Hoffnung?
  • Hast du Gott geliebt, liebst du ihn in jeder Situation? Und liebst du seine Schöpfung und handelst also jedem gegenüber in Nächstenliebe?
  • Glaubst du überhaupt? Bist du dankbar, dass Gott seinen Sohn für uns geopfert hat?
  • Warst du gerecht? Hast du die Nächstenliebe gelebt und Gott alleine das Recht zum Richten gelassen?
  • Warst du tapfer? (start verbunden mit der Hoffnung)
  • Warst du weise / klug? Hast du vorausschauend gehandelt und nicht nur den Moment genossen ohne darauf zu acheten, welche Konsequenzen das nach sich zieht?
  • Warst du maßvoll? (siehe Völlerei)

Ich hoffe, jetzt hast du genug Ideen und kannst dein Gewissen noch einmal prüfen. Viel Erfolg und Gottes Segen!

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Wollust

In meiner Frage, die ich mir seit langer Zeit stelle geht es um die Wollust als Bestandteil der sieben Todsünden.

Es wäre schön, wenn alle Antworten auf eine objektive Art und Weise oder durch Textstellen (Bibel, Koran) fundamentiert werden - will hier keine Debatte starten und auch nicht zwangsweise persönliche Meinungen kennen lernen, die man nicht nachvollziehen kann sonst bin ich bei gf ja wohl falsch.

Alle anderen Sünden und allgemeine Meinungen zu Religion oder zu den Todsünden sind eher unerwünscht - weiterhin spielt die Wollust vermutlich in allen Religionen eine bedeutende Rolle als Sünde. Ich bin dankbar für alle Ansichten, egal welcher religiösen Partei man angehört - Danke schon mal dafür :)

Mein Input zur Frage:

Wollust gehört ja nach allgemeinem Verständnis zu einer schwerwiegenden Sünde. Darunter definiere ich exzessiven Geschlechtsverkehr sowie alle Arten von Fetischen, die durch die Religion "verboten" werden.

Frage:

Nehmen wir an man masturbiert häufig, egal in welcher Form - dazu gehört auch der psychische Aspekt, sich bestimmte Dinge vorzustellen, die laut Glauben eher verwerflich sind oder auch zu praktizieren.

Ist es nun so, dass es eine "Strafe" nach sich zieht? Ist also auch Selbstbefriedigung jeglicher Form verboten? Man kann ja theoretisch jungfräulich sterben und trotzdem oft daran gedacht oder es sogar oft getan haben.

Ferner sogar:

Ein Zitat besagt, dass man rechtlich gesehen erst für Taten bestraft wird, moralisch gesehen, ist man aber schon schuldig wenn man daran denkt.

Die Frage dazu:

  • Jemand hat eine sexuelle Vorliebe, die laut Religion verboten ist

  • er/sie lebt diesen Fetisch oft gedanklich aus oder praktiziert alleine

  • da er/sie aber genau weis, dass es verboten ist und dass er/sie sogar anderen damit schaden könnte, nimmt er/sie es mit ins Grab, ohne es wirklich in der "Realität" oder mit anderen ausgeübt zu haben

Wäre es nun verboten, diesen Fetisch gedanklich zu leben? Da man sowas vielleicht sogar angeboren bekommt ist es doch teilweise auch lobenswert, das ganze, aus Respekt/ Furcht nicht in der "Realität" auszuüben? Solange man anderen dadurch nicht schadet?

PS:

Da ich wirklich keine Lust darauf habe, dass diese Frage gelöscht wird, würde ich jeden, der Antworten will darum bitten, dass er jegliche sexuellen Orientierungen, Fetische, Volksgruppen oder Lebenseinstellungen allgemein und NICHT SPEZIFISCH erwähnt.

Hier soll niemand kritisiert oder gedemütigt werden - es geht mir auch nicht um die diversen einzelnen Verbote, über die sich streiten lässt:

  • die eigentliche Frage bezieht sich auf den Aspekt, dass man es alleine oder gedanklich macht und weiterhin auf die Quantität. WAS genau man nun als Fetisch definieren möchte oder nicht spielt für mich absolut keine Rolle.

Danke für alle Antworten. Es ist hier eine reine Interessen-Frage - bitte respektiert euch und mich. Will keine verbale Schlacht auslösen ;)

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Hallo, sehr interessante (und umfangreiche) Frage!

Ich versuche den Teil zu beantworten, von dem ich glaube die Antwort zu wissen:

Du fragtest danach, ob es bereits eine Sünde sei, wenn man eine Sünde in Gedanken auslebt. Dazu empfehle ich dir die Exerzitien von Ignatius von Loyola zu lesen. Er hat das ganz gut zusammengefasst. Es gibt drei Stufen der Sünde: Der Gedanke, das Wort und die Tat.

Innerhalb dieser drei Stufen gibt es lässliche und schwere Sünden. Todsünden sind immer schwere Sünden. Sie heißen Todsünde, weil sie ein Sterben der Seele nach sich ziehen. Todsünden sind die Grundlagen für das sündige Handeln.

Wer also einen Gedanken zulässt der sündig ist, begeht eine lässliche Sünde. Wer an dem Gedanken Gefallen findet und ihn ausbaut begeht eine schwere Sünde.

Zum Thema Selbstmord: Das ist eine schwere Sünde. Das liegt an folgenden Dingen: Sünden werden von Gott vergeben, wenn der Mensch diese bereut und verspricht sich zu bessern. So, wie man es im Beichtsakrament macht. Ein Selbstmörder allerdingt weiß, dass Selbstmord eine Sünde ist und führt diese trotzdem in vollem Bewusstsein aus. Das besonders schlimme an dieser Sünde ist, dass der Mensch keine Möglichkeit findet, dass die Sünde noch vergeben werden könnte. Denn wenn jemand tot ist, wie will er seine Sünde dann noch bereuen?

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Also ich denke ich kann dich gut verstehen. Du suchst wohl Bücher, die Sinn machen und nach denen man nicht denkt "Wow, Zeitverschwendung -.-"

Aber du musst aufpassen bei den Klassikern. Da gibt es auch viele Nieten darunter, die von Literaturwissenschaftlern so zerfetzt wurden, dass es einen Sinn erhalten könnte, aber nicht tut.

Daher sag ich dir jetzt einfach mal, welche Klassiker ich als lesenswert empfinde und die auch alle auf meiner Lese-Liste stehen:

  • Die Bibel
  • Robinson Crusoe (Daniel Defoe)
  • Die Weihnachtsgeschichte, Oliver Twist (Charles Dickens)
  • Der alte Mann und das Meer (Ernest Hemingway)
  • Die Pest (Albert Cumas)
  • Der Große Gatsby (F. Scott Fitzgerald)
  • Das Bildnis des Dorian Gray, Die Märchen (Oscar Wilde)
  • Die Elenden (Victor Hugo)
  • Die drei Musketiere (Alexandre Dumas)
  • Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr Hyde (Robert Louis Stevenson)
  • Der Sandmann (E.T.A. Hoffmann)
  • Der kleine Prinz (Antoine de Saint-Exupéry)
  • Die Verwandlung (Franz Kafka)
  • Hamlet (William Shakespeare)
  • Ilias, Odyssee (Homer)
  • Nathan der Weise (Gotthold Ephraim Lessing)
  • In achtzig Tangen um die Erde (Jules Verne)
  • Die Sturmhöhe (Emily Brontë)
  • Harry Potter (J.K. Rowling)
  • Gesammelte Hausmärchen (Gebrüder Grimm)
  • Erählungen (Edgar Allan Poe)
  • Alice im Wunderland (Lewis Carroll)
  • Das Parfüm (Patrick Süßkind)

Und soooooooooo.. viele mehr :D

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Mein herzliches Beileid! :(

Zu der Frage: Bei uns sind auch sehr viele Kirchen geschlossen. Unser Pfarrer begründete das einmal damit, dass es zu viele Vandalismus gibt. Das liegt auch an der Gesellschaft. Wohnst du denn im Osten Deutschlands? Dort wo es nur noch wenig Christen gibt, gibt es einen größeren Hass auf die Gläubigen und das verlock nun mal leider dazu, alles, was uns heilig ist, zu schänden.

Dann liegt es noch daran, dass es kein Aufsichtspersonal gibt. Also bei uns gibt es eine Kirche, die am Wochenende ein paar Stunden offen hat. Da sitzen dann immer freiwillige Rentner und passen auf, dass nichts passiert. Aber solche Leute sind nun mal selten, und wenn niemand aufpasst kann die Kirche auch nicht offen bleiben.

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Abgesehen von den schon genannten Tipps würde ich in deinem Fall mal mit dem Pfarrer sprechen.

Du musst dich auch nicht scheuen. Du solltes ihm ganz einfach sagen, dass du nicht gefirmt werden möchtest. Der Pfarrer darf das auch nicht tun, wenn es unfreiwillig ist. Du könntest also auch den Pfarrer bitten, mit deiner Mutter zu sprechen.

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Ja beten hilft! Gott erhört jedes Gebet, denn er ist unser Freund und wenn wir mit Problemen vor ihn treten, will er uns helfen.

Doch Gottes Wege sind oft unergründlich. Oft passieren Dinge, die uns nicht passen. Wir wünschen uns Dinge, die schlimme Folgen haben könnten. Wenn du deinen Freund nicht wieder zurückbekommst bedeutet das, dass Gott dir einen Gefallen tut. Denn Gott ist weitsichtiger als alle Menschen. Wenn dein Freund dir in der jetztigen Situation das beste zu sein scheint, kann es sein, dass in der Zukunft der wahre Mann auf dich wartet. Der Mann, den du dann lieben sollst. Der besser zu dir passt.

Das heißt also, Gott kenne dein Problem und will dir auch helfen. Aber es ist einfach so, dass nicht alles, wofür wir beten, auch gut für uns ist. Und Gott will nur das Gute für uns.

Ich finde es im übrigen lobenswert, wie du dich verhältst. Was du geschrieben hast zeugt davon, dass du deine Freundin nicht hasst. Denn sonst würdest du ihr doch nicht etwas gutes wünschen oder? Hass zerstört den Menschen und trennt von Gott. Deshalb bitte ich dich, zu Gott zu beten, dass er dir diese Liebe erhält. Es ist nicht schön was sie gemacht hat, aber jeder Mensch begeht Fehler. Und bald wirst du sehen, dass jedes Geschehen Sinn macht - letztendlich.

Liebe Grüße und Gottes Segen!

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Hallo :)

Es hängt nicht davon ab, wann du angefangen hast mit dem Klavierspielen. Es gibt einen berühmten Pianisten, Amir Katz, der auch erst mit 11 Jahren angefangen hat.

Wenn es wirklich dein Ziel ist Pianist zu werden, solltest du dir ordentliche Unterstützung suchen. Das heißt, du musst deinen Eltern erst mal zeigen, wie ernst es dir ist, damit sie dich auch richtig unterstützen können. Dann brauchtst du einen richtig guten Lehrer, der schon von Anfang an Wert auf Technik legt. Das ist einfach die Grundlage für Pianisten. Das Gefühl natürlich auch, aber das sollte man eben im Gefühl haben xD Ohne Technik wirst du allerdings nie auf großen Bühnen auftreten können.

Beim Üben kommt es dann auch nicht auf die Dauer an, sondern auf die Konzentration. Und es kommt auch nicht auf den Schwierigkeitsgrad der Stücke an, sondern auf die Interpretation dieser. Das heißt, du kannst ein noch so einfaches Stück spielen, wenn du richtig gut bist, klingt es perfekt. Wenn du aber schlecht bist und schwierige Stücke spielst, ist es eben nicht gut.

So ich wünsche dir ganz viel Erfolg und Ausdauer vor allem! Man kann alles schaffen, wenn man es wiklich will!

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Rein theoretisch könnte man die Bibel wie ein ganz normales Buch lesen.

Man sagt aber, die Bibel muss betend gelesen werden. Das hat einfach damit zu tun, dass man beim Lesen Gott für sein an uns Menschen gerichtetes Wort dankt.

Das Wort Gottes ist Mensch geworden in Jesus. In diesem Sinne sollte man die Bibel betend lesen, da es Gottes Offenbarung ist.

Viel Spaß und Gottes Segen!

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Hallo :) Das ist eine sehr schöne und wichtige Frage! Ich stelle sie mir auch regelmäßig. Ich glaube, eine schon etwas passende Antwort gefunden zu haben, nach der ich mich jetzt grade auch orientiere um ein wahrer Christ zu werden.

Es gibt die sogenannten drei evangälische Räte. Sie heißen: Armut, Keuschheit und Gehorsam.

Speziell auf Teenager bezogen heißte das für mich folgendes:

Armut: Ein Teenager sollte sich bewusst werden, dass die Konsumgesellschaft schlecht für den Menschen ist. Denke nur mal daran, was heute als "modern" gilt. Jeder braucht ein Smartphone um cool zu sein, neue Schuhe und mindestens 10 Hosen, teure Schminke, und andauernd Partys mit Alkohol und anderen Drogen (Zigaretten, etc.) All diese Dinge könnte man mit dem Gruppenzwang erklären. Also heißt das für den Teenager, dass er bewusster über sein Handeln nachdenken sollte und in einer Armut leben sollte, die nicht bedeutet, dass man auf der Straße betteln sollte, sondern, dass man sich auf das nichtmaterielle Leben konzentriert. Den Blick mehr auf das wahre Leben richtet und nicht der Gesellschaft folgt, sondern Gott. Zur Armut gehört aber nicht nur das Ablehnen von materiellen Werten, sondern auch die Demut. Demut bedeutet, dass der Mensch sicht selbst zurücknehmen soll. Man soll nicht mehr ichbezogen, also egoistisch leben. Das hängt schon stark mit der Konsumgesellschaft zusammen. Denn für wen kauft man beispielsweise ein paar schöne Schuhe? Man möchte jemanden damit beeindrucken, um sich selbst bestätigt zu fühlen. Das ist nicht richtig, dann den einzigen, den wir beeindrucken wollen sollten, ist doch Gott oder? Das bedeutet, dass man seinen Stolz ablegen muss. Wenn du also etwas gutes machen möchtest, dann prahle nicht mit deiner tollen Tat, denn das zerstört alles wieder. Das ist reine Selbstdarstellung vor dem Menschen. Aber ein Christ lebt für Gott.

Keuschheit:Ja das ist ein Thema, welches viele Menschen an dem Christentum stört. Und ganz speziell die Jugend. Immerhin wird heute doch überall den Teenagern erzählt, man müsse sich "ausprobieren" und "Erfahrungen sammeln". Ist das wirklich so? Muss man erst drei Beziehungen gehabt haben, um einschätzen zu können, wen man wirklich liebt? Muss man schon mit 14 den ersten sexuellen Kontakt gehabt haben, nur weil alle anderen Freunde das auch schon hatten? Keuschheit bedeutet allerdings gar nicht, dass zum Beispiel ein Ehepaar unrein wäre, wenn sie Geschlechtsverkehr hätten. Keuschheit bedeutet eigentlich nur ein verantwortungsvollen Umgang mit den Mitmenschen und sich selbst, also auch mit seinem Körper. Man sollte nie vergessen, dass der eigene Körper das Haus für den heiligen Geist ist. Er wohnt in uns, so sollten wir also auch unseren Körper pflegen. Dass man keinen Sex vor der Ehe haben sollte, hat damit zu tun, dass man sich im Ehesakrament ein Versprechen gibt. Und das Versprechen sollte den höchsten Stellenwert haben, immerhin ist die Ehe ein Sakrament, ein Bund vor Gott.

Gehorsam: Dieser Rat bezieht sich auf das Folgen Gottes. Der Mensch muss Gott als seinen Vater akzeptieren und mit der Hilfe des Heiligen Geistes und der Erlösung durch Jesus Christus Gottes Gebote befolgen. Das heißt also, dass Gott an erster Stelle stehen sollte im Leben. Gott ist nicht so eine Person, die man einmal in der Woche für eine Stunde in der Kirche besucht und in der Schule dann peinlich darüber schweige, wenn jemand fragt, ob man gläubig ist. Gott ist das Höchste! Es gibt nichts, was wichtiger ist. Und dafür sollte ein guter Christ ein Zeugnis ablegen. Das muss nicht bedeutet, dass man gleich Missionar werden soll, aber man müsste sich mit seinem Glauben genügend auseinandersetzten, um anderen einen Einblick in das Leben mit Gott zu ermöglichen. Zum Gehorsam gehört bei mir auch dazu, dass ich jeden Sonntag und alle gebotenen Feiertage in die Kirche gehe und jeden Tag bete. Das ist sehr wichtig für eine Freundschaft, dass man mit den Freunden spricht. Also sollte man auch mit Gott sprechen, im Gebet.

Ich hoffe, ich konnte dir helfen. Wenn du noch ein paar Fragen hast, dann schreib mich einfach an :)

Liebe Grüße und Gottes Segen!

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Hybris bedeutet soviel wie Überheblichkeit. Oder eben Hochmut oder Arroganz.

Das ist glaub ich in dem Zusammenhang mit Klassik so zu verstehen, dass die tragischen Gestalten in Dramen zu ihrem Schicksal selbst beitragen, weil sie glauben diesem entgehen zu könne (also hochmütig und stolz sind) und sich damit nur noch mehr Schwierigkeiten bereiten.

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