Das "Hamburger Modell" ist im § 84 SGB IX geregelt und gilt auch für Azubis.

Sprich mit Deinem Arzt, wenn Du diese Wiedereingliederung machen möchtest. Wenn Dein AG der Wiedereingliederung zustimmt, kann man gemeinsam festlegen, mit welcher Stundenzahl/Tag man anfangen möchte und nach welcher Zeit die tägl. Arbeitszeit erhöht wird.

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mich würde es aber trotzdem interessieren, wie es gesetzlich ausschaut.

Es gilt das Entgeltfortzahlungsgesetz.

Das sagt, dass ein AN der krankheitsbedingt nicht arbeiten kann, so bezahlt werden muss, wie er ohne Krankheit gearbeitet hätte. Das nennt sich Lohn- oder Entgeltausfallprinzip.

Geplante Arbeitstage die wegen Krankheit ausfallen, werden entsprechend bezahlt. Tage an denen keine Arbeit geplant war, werden daher nicht bezahlt (außer es ist Urlaub geplant, hier wird bezahlt ohne Urlaubsabzug, da ein kranker AN keinen Urlaub "entgegennehmen" kann)

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Eine Kündigung hat schriftlich zu erfolgen. Vorgeschrieben ist die eigenhändige Unterschrift.

Ob Du das Schreiben handschriftlich oder mit dem PC verfasst, spielt keine Rolle.

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Auf meinen Abrechnungen steht immer Urlaubsanspruch 0,0…

Da kann stehen was will, auch ein Minijobber hat Anspruch auf bezahlten Urlaub.

Der Urlaub wird nicht in Stunden sondern in Tagen angegeben. Wenn Du unregelmäßig arbeitest, wird eine Durchschnittsbetrachtung gemacht. Man muss dann schauen, wie viele Tage Du durchschnittlich in der Woche arbeitest.

Du hast auf alle Fälle Anspruch auf den Mindesturlaub von vier Wochen (20 Urlaubstage/Jahr). Ergibt sich, dass Du durchschnittlich z.B. zwei Tage/Woche arbeitest, hättest Du Anspruch auf acht Urlaubstage/Jahr.

Wenn es im Betrieb mehr als die vier Wochen Mindesturlaub gibt, steht Dir selbstverständlich auch mehr Urlaub zu.

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Ist es theoretisch möglich nur 4 Nächte im Hotel zu bleiben, obwohl man für 5 bezahlt hat?

Es ist auch "praktisch" möglich.

Du hast Dich bei der Buchung verpflichtet fünf Nächte zu bezahlen, das Hotel hat sich verpflichtet, Dir für fünf Nächte ein Zimmer zur Verfügung zu stellen.

Wenn Du nun Deinen Verpflichtungen nachkommst, das Hotel seinen Verpflichtungen nachkommt, Du diese aber nicht komplett in Anspruch nehmen willst, ist das Deine Entscheidung.

Im Hotel werden sie bestimmt nicht "böse" sein, wenn Du einen Tag früher abreist und sie das Zimmer in Ruhe wieder herrichten, bzw. sogar wieder vermieten können.

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Könnte ich schon alles müsste ich ja keine Ausbildung machen. Was soll ich jetzt machen?

Wenn Dich der Kollege wieder einmal dumm anmacht, frag ihn warum er sich so benimmt und ob er in seiner Ausbildung von Anfang an alles gekonnt hat.

Wenn er dann nicht darüber nachdenkt und sein Verhalten nicht ändert, sagst Du ihm, dass Du Dir das nicht länger gefallen lässt und mit Deinem Ausbilder/AG darüber sprechen wirst.

Sollte das nichts bringen, bleibt Dir nur ein Gespräch mit dem Ausbilder/AG.

Diesen ist ja bewußt, dass Du Azubi und kein Facharbeiter bist, sie werden dann sehr wahrscheinlich ein Gespräch mit diesem Kollegen führen.

Viele Betriebe (gerade im Handwerk) sind froh über "Nachwuchs" und lassen nicht zu, dass sie beleidigt oder runtergemacht werden.

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"Sehr geehrte(r) XXXX,

hiermit kündige ich meine Ausbildung zum/zur .................während der Probezeit fristlos nach § 22 Abs. 1 BBiG.

Mit freundlichen Grüßen

XXXX"

Das reicht, da Du keinen Kündigungsgrund angeben musst.

Unterschrift der Erziehungsberechtigten brauchst Du, wenn Du noch nicht volljährig bist

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Auch ein "Minijobber" ist Arbeitnehmer und seit 1. August gilt das neue Nachweisgesetz.

Dein AG ist verpflichtet, Dich über die Arbeitsbedingungen zu unterrichten.

Habe ich ein Recht einen Arbeitsvertrag zu bekommen?

JA!

Muss der Arbeitgeber einen Arbeitsvertrag ausstellen?

JA!

Lies mal hier, was so ein Vertrag beinhalten muss:

https://www.datev-magazin.de/praxis/rechtsberatung/das-neue-nachweisgesetz-81098

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Für die Kündigung eines Azubis nach der Probezeit hat der Gesetzgeber sehr hohe Hürden gesetzt.

Eine personenbedingte (krankheitsbedingte) Kündigung ist auch dann sehr schwer, wenn ein Azubi öfter/länger krank ist. Da ein Azubi zur Ausbildung im Betrieb ist, kann z.B. das Argument der "betrieblichen Beeinträchtigung" nicht vorgebracht werden.

Krankheitsbedingte Kündigungen sind evtl. dann gerechtfertigt, wenn es sehr wahrscheinlich ist, dass ein Azubi bei einer Langzeiterkrankung bis zum regulären Ende des Ausbildungsverhältnisses nicht wieder gesund ist.

Deine fünf Wochen "Gipsfuß" wegen eines Arbeitsunfalls und die jetzige Kurzerkrankung sind bestimmt kein Kündigungsgrund.

Was nach Deiner Genesung ein Gespräch mit der Geschäftsleitung bringen soll, erschließt sich mir nicht.

Du schreibst, dass Du vorher nur wenige Tage/Jahr krank warst und dass Du jetzt einen Arbeitsunfall hattest und mehrere Wochen ausgefallen bist, ist ja einmalig.

Vielleicht möchte Dich Dein Chef auch nur einschüchtern, damit Du evtl. früher wieder in den Betrieb kommst. Du solltest Dich darauf aber nicht einlassen sondern auf Deine Gesundheit achten. Krank geht man nicht arbeiten. Gute Besserung.

Nachtrag: Ich habe zu spät gelesen, dass Du aus Österreich bist.

In Österreich gelten ähnliche Vorschriften/Gesetze wie in Deutschland. Ich habe mir das Berufsbildungsgesetz bei Euch angeschaut, auch hier ist die Kündigung eines Azubis sehr schwer.

Lass Dich bei einem Gespräch nicht einschüchtern, Du hast nichts falsch gemacht und auch nicht zu viele Krankheitstage.

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Kann der AG einen Gang zum Amtsarzt/Vertrauensarzt verlangen?

Nein, kann der AG nicht.

Der AG darf aber von der Kollegin verlangen, dass sie zukünftig schon für den ersten Krankheitstag eine AU-Bescheinigung bringen muss.

Möchte der AG überprüfen lassen, ob die Kollegin krank ist, muss er sich an die Krankenkasse wenden. Die können dann die Kollegin zum MdK schicken.

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Ich hatte 6 Monate Kündigungsfrist.

Ich vermute, Du meinst Du hattest sechs Monate Probezeit.

ab dem 15.09.2022 einen neuen Arbeitgeber.

Ich vermute, Deine Kündigungsfrist beträgt vier Wochen zum 15. oder Ende eines Monats (gesetzl. Kündigungsfrist nach § 622 Abs. 1 BGB).

Dein AG muss Deine schriftliche Kündigung dann spätestens am Donnerstag, den 18. August erhalten. Die Frist fängt einen Tag später an zu laufen und der 15. September ist der letzte Tag der Betriebszugehörigkeit.

Was den Urlaubsanspruch betrifft:

Wenn Du eine Fünf-Tage-Woche hast und der Urlaub von 27 Tagen ist in Arbeitstagen angegeben, hast Du Anspruch auf mindestens den gesetzlich vorgeschriebenen Mindesturlaub von vier Wochen (20 Urlaubstage).

Wenn es im Arbeits-, bzw. anwendbaren Tarifvertrag keine "Zwölftelregelung" gibt, stehen Dir die kompletten 27 Urlaubstage zu.

Nimmst Du den kompletten Urlaub in Anspruch, stehen Dir aber beim neuen AG dieses Jahr keine Urlaubstage mehr zu, bzw. nur noch anteilig vom evtl. mehr gewährten Urlaub

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Wenn Du eine reine Arbeitszeit von 7 Stunden 45 Minuten hast, musst Du spätestens nach sechs Stunden eine Pause von mindestens 30 Minuten machen.

Dann musst Du gesamt 8 Stunden 15 Minuten im Betrieb sein.

Das gilt, wenn Du volljährig bist. Bei Minderjährigen muss spätestens nach 4,5 Stunden eine Pause von 30 Minuten gemacht werden, arbeitet man länger als 6 Stunden beträgt die minimale Pausenzeit gesamt mindestens eine Stunde

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Bei "normalen" Wetter- und Verkehrsverhältnissen am Morgen ca. 15 Minuten, für den Heimweg ca. 20 Minuten mit dem Auto

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Du schreibst Deine Kündigung zum 31. Dezember und gibst sie fristgerecht ab.

Wenn Du noch Resturlaub/Überstunden hast, beantrage im Kündigungsschreiben auch gleich den Freizeitausgleich, dann kannst Du entsprechend früher aufhören und es wird nichts ausgezahlt.

Die Kündigung kannst Du selbstverständlich auch früher abgeben.

Willst Du extra formulieren, dass Du die Kündigung "zum Wohle des AG" früher abgibst? Eigentlich sollte er das selbst sehen, wenn Du nicht vier Wochen sondern einige Monate vorher Deine Kündigung abgibst

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Es gelten sehr wahrscheinilich die Kündigungsfristen nach § 22 Berufsbildungsgesetz.

Dann kannst Du den Vertrag innerhalb der Probezeit (und auch vor Antritt) jederzeit ohne Angabe von Gründen fristlos kündigen.

Ich würde dort anrufen, bzw. eine Mail schreiben, mich für das Angebot bedanken und mitteilen, dass ich die Stelle aus persönlichen Gründen nicht annehmen kann und für die Mühe entschuldigen. Sag dazu, dass Du die schriftliche Kündigung umgehend schickst.

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, welche Kündigungsart wäre nu da die Beste?

Die einzig mögliche: Eine fristgerechte Kündigung

Ein Aufhebungsvertrag ist keine Kündigung, es ist die Auflösung des Arbeitsverhältnisses in gegenseitigem Einvernehmen.

Beim Aufhebungsvertrag müssen beide Seiten einverstanden sein, eine Kündigung ist eine einseitige Willenserklärung.

Bist Du sicher, dass Du die Umschulungskosten zurückzahlen musst? Gibt es dazu eine Vereinbarung?

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Wenn die Kündigung am 4. August eingereicht wurde, läuft seit 5. August die Kündigungsfrist.

Was soll denn bearbeitet werden? Gibt ein AN seine Kündigung ab und die ist fristgemäß, muss ein AG nichts unterschreiben, der AN braucht aber auch keine "Kündigungsbestätigung". Es genügt, wenn er nachweisen kann, dass die Kündigung fristgemäß abgegeben wurde und da gibt es ja wohl genug Zeugen.

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Es soll für Studenten unbezahlt sein, ist dies wahr?

Nein!

Kann mir einer diesbezüglich behilflich sein, inklusive Paragraphen und Gesetze?

Auch für Ferienjob gilt das Entgeltfortzahlungsgesetz. Dort steht im § 2 Abs. 1:

"Für Arbeitszeit, die infolge eines gesetzlichen Feiertages ausfällt, hat der AG dem AN das Arbeitsentgelt zu zahlen, das er ohne den Arbeitsausfall erhalten hätte"

Das nennt man Lohn- oder Entgeltausfallprinzip.

Prof. Dr. Peter Wedde schreibt im Kompaktkommentar zum Individualarbeitsrecht in § 1 EFZG u.a.:

"Für die von der Vorschrift erfassten AN kommt es bezüglich der Anwendbarkeit des EFZG nicht darauf an, wie der zeitliche Umfang der Tätigkeit ausgestaltet ist. Auch Teilzeitarbeitnehmer oder geringfügig oder kurzzeitig Beschäftigte haben den Anspruch auf Entgeltfortzahlung nach dem EFZG"

Dein Chef soll Dir mal die rechtliche Grundlage für seine Behauptung nennen.

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Wenn im Arbeitsvertrag nur steht, dass Du bereit bist in drei Schichten zu arbeiten, bedeutet das nicht, dass Du ein Recht auf kontinuierliche Wechselschicht, bzw. eine bestimmte Schicht hast. Ein "Gewohnheitsrecht" gibt es auch nach vielen Jahren nicht.

Allerdings habe ich gelesen, dass es einen BR und deshalb eine Betriebsvereinbarung gibt, die den Schichtrhythmus vorgibt. Diese BV "schlägt" den Arbeitsvertrag.

Zusätzlich zur BV hast Du ja den BR der die Schichtpläne ja genehmigen muss. Für Termine bei Fachärzten/Untersuchungen, die längere Zeit im Voraus vergeben werden und schwer zu bekommen sind, muss der AG Dir aber auch frei geben, wenn dieser Termin in Deine Schicht fallen würde.

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