Ich quäle mich jeden Tag auf die Arbeit. Was tun?

Hallo Zusammen,

ich habe das Problem das ich sehr unzufrieden mit meinem Beruf bin. Ich habe IT-Systemkaufmann gelernt und bin seit dem immer in IT-Jobs gewesen. Ich habe aber relativ zeitig nach der Ausbildung gemerkt, das wenn ich ehrlich bin, das gar nicht mein Ding ist. Ich habe diese Ausbildung gemacht da meine Eltern sagten das ist ein wachsender Bereich mit guten Chancen und guten Gehältern. Allerdings macht es mir einfach keinen Spaß mehr. Ich quäle mich wirklich im wahrsten Sinne des Wortes jeden Tag auf die Arbeit, zähle die Stunden und Minuten bis es wieder Wochenende ist. Am Sonntag Mittag bin ich schon wieder angespannt, bekomme Magenschmerzen, der ganze Teufelskreis geht wieder los. Das geht nun seit Jahren so, inzwischen würde ich mich als lebenden Toten bezeichnen. Ich durchlebe immer und immer wieder das selbe im 7-Tage Rythmus. Ich habe keine Hobbys mehr und kaum noch Freunde. Hänge nach der Arbeit nur vor dem TV und warte auf den nächsten schlimmen Tag.

Wie kann ich aus dieser Spirale rauskommen? Ich Kann so nicht weitermachen. Allerdings ist das nun mal mein gelernter Beruf in dem ich seit Jahren arbeite. Ich habe kaum eine andere Erfahrung im Lebenslauf stehen. Ich kann mich ja jetzt nicht mal eben als Forstwirt (nur ein Beispiel) bewerben und damit rechnen das da jemals was bei raus kommt.

Könnt ihr mir helfen?

danke.

Leben, Arbeit, Beruf, Job, traurig, Depression, Psyche, Ausbildung und Studium
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Ich traue mich nicht auf der Arbeit krankzumelden. Was soll ich tun?

Hallo Zusammen.

ich stecke im Moment in einer blöden Situation. Kurz zur Vorgeschichte: ich bin seit Januar vergangenen Jahres in einem neuen Job. Ich war dort von Januar bis November insegesamt 6 Tage krank. Mitte November habe ich dann eine Magen-Darm-Grippe bekommen, wegen der ich für 4 Tage krankgeschrieben wurde. Ich habe meinem Chef bei der Krankmeldung gesagt das es mir wirklich sehr schlecht geht und ich telefonisch auf jeden Fall erreichbar bin falls etwas ist. Als ich dann nach den 4 Tagen zurück war wurde ich zur Peronalmeiterin und Abteilungsleiterin gerufen die mir dann beide vorgeworfen haben ich wäre ja viel zu oft krank, es würde für sie sehr nach krankfeiern aussehen, wie ich mir selbst dabei vorkommen würde und lauter so nette Dinge.

Seit diesem Tag habe ich keinen Tag gefehlt, ich habe gerade zu Angst wieder in das Büro gerufen zu werden. Nun schleppe ich mich aber seit gestern mit starken Magenschmerzen und Übelkeit und Kopfschmerzen her. Ich nehme schon morgens eine IBU um es auszuhalten. Ich traue mich aber einfach nicht zum Arzt zu gehen wegen dem letzten Gespräch.

Was meint ihr? Werde ich entlassen wenn ich mich jetzt krankmelde? Würdet ihr zum Arzt gehen in der Situation? Mir geht es momentan echt übel..

danke und sorry für den langen Text..

Arbeit, Beruf, krank, Job, Angst, Arzt, Gesundheit und Medizin, Krankmeldung
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Wie schaffe ich es, mein eigenes Leben zu leben anstatt das meiner Familie?

Hallo Zusammen,

ich bin jetzt fast 30 und leider gibt es in meiner Familie ein paar Rückschläge. Meine Mutter leidet an Morbus Crohn, war erst vor wenigen Wochen wieder auf Intensivstation wegen einem schweren Schub. Das war nicht das erste mal und wird nicht das letzte Mal gewesen sein. Zudem ist meine Großmutter schwer gestürzt und seit Wochen im Krankenhaus. Mal sieht es besser aus, mal wieder schlechter und wir wissen nicht wie das ausgeht.

ich denke, sich da sorgen als Sohn/Enkel zu machen ist normal aber bei mir bestimmen diese Sorgen beinahe mein ganzes Leben. Alles dreht sich um den Gesundheitszustand meiner Verwandten. Wird es ihnen besser gehen? Wird meine Oma sterben? Wie soll das weiter gehen!? Was wenn meine Mutter wieder ins Krankenhaus muss? Hat sie evtl. noch andere schwere unentdeckte Krsnkheiten? Mein Opa ist 83, wie würde er damit klar kommen wenn die Oma stirbt? Wird er dann auch sterben? Wie kommt meine Mutter dann damit klar? Verschlimmert das ihre Krankheit? Wird sie daran kaputt gehen?

solche Gedanken kreisen rund um die Uhr durch meinen Kopf. Ich fahre häufig ins Krankenhaus. Habe so gut wie keine sozialen Kontakte mehr. Kümmere mich überhaupt nicht um mich selbst. Lebe von Tag zu Tag und warte auf Neuigkeiten zum Stand bei meiner Oma. Ich habe das Gefühl gar nicht mehr selbst zu leben. Mein ganzes denken besteht aus Sorgen.

Wie kann ich es schaffen das mir all das weniger Nahe geht? Das ich trotzdem mein eigenes Leben leben kann und auch mal wieder Freude empfinde?

danke euch.

Grüsse

Leben, Familie, Angst, Trauer, Krankheit, Psychologie, Arzt, Depression, Gesundheit und Medizin, Glücklich sein, Psyche, Sorgen, Verlustangst, Zufriedenheit, hilferuf, sorgen machen
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Ist es moralisch vertretbar sich von seiner Familie langsam zu entfernen?

Hallo Zusammen,

ich versuche mich möglichst knapp zu halten. Meine Familie (Mutter, Großeltern, Onkel und Tante) führen ein kleines Familienunternehmen. Ich selbst habe mich entschieden nicht dort zu arbeiten sondern eine Ausbildung zu machen. Mein Cousin sollte dieses eigentlich weiterführen, jedoch ist er leider gestoben und es gibt keine Nachfolge. Und dennoch lebt meine ganze Familie nur für die Arbeit und für nichts anderes. Sie arbeiten sich sprichwörtlich zu Tode. Mein Oma ist 83 Jahre alt und hat bis jetzt jeden Tag viele Stunden dort gearbeitet. Sie ist Körperlich und Seelisch am Ende. Jetzt ist sie schwer gestürzt, liegt im Krankenhaus, wir wissen noch nicht wie es mit ihr weitergeht. Mein Opa steht weiterhin, mit 85, jeden Tag in dem Geschäft.

Meine Mutter arbeitet seit ihrer Jugend dort, 6 Tage die Woche. Sie ist jetzt 50 und hat, vermutlich durch den Stress, seit Jahren eine chronische darmkrsnkheit. Ist immer wieder im Krankenhaus. Zum Teil in kritischem Zustand. Aber kaum kann sie wieder stehen, rennt sie in das Geschäft. Bis zum nächsten Krankenhaus Besuch. Meine Tante hat durch die Arbeit ein so schwaches Herz das sie einen Schrittmacher braucht inzwischen. Sie sollte sich ausruhen und ihr Leben auch mal genießen, genau wie meine Mutter, aber keine Chance. Beide ackern sich wieder im Familienbetrieb ab. Der eh keine Zukunft hat da keine Nachfolge.

Das alles macht mich total fertig. Ich bin echt am Ende. Immer wieder kommen Anrufe wer jetzt wieder im Krankenhaus liegt, wer wieder schwer krank ist. Wenn man mit ihnen redet ist da nichts mehr übrig als tiefste Negativität und Traurigkeit. Keine Freude. Meine Mutter und meine Oma weinen glaube ich jeden Tag.

ich habe mich Jahre lang gekümmert. War in Krankenhäusern und habe ausgeholfen wenn Not am Mann war. Habe getröstet und versucht beizustehen aber ich kann es nicht mehr. Dieser ewige Abwärtsstrudel geht bis ins Grab und ich möchte einfach auch mal nicht sorgenvoll in den Tag starten.

Am liebsten würde ich mich langsam zurückziehen. Weniger meine Mutter besuchen und weniger meine Großeltern. Am liebsten würde ich weit weg ziehen.

Das klingt unglaublich hart und egoistisch. Es tut mir auch total leid aber ich pack es nicht mehr.

wäre so eine Reaktion verständlich? Nachvollziehbar? Sollte ich das tun? Hat jemand einen Tipp für mich?

vielen Dank..

Leben, krank, Familie, Angst, Trauer, Depression, Psyche, weglaufen, hilferuf
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