Hilft eine große Klappe im Leben weiter?

Hatte mich das heute gefragt. Ich (24) arbeite nun seit 2 Monaten in meiner neuen Stelle. Ich bin niemand, der immer Ja und Amen sagt, aber wenn mal was "angemerkt" wird oder "leicht gemeckert" wird, dann ignoriere ich das meist einfach stumpf und bin still, gehe halt dann einfach mein Zeug weiter machen. Bin halt einfach sehr müde von Diskussionen und ähnlichem. Hatte davon genug die letzten Jahre.

Glaube aber, dass dieses "Stille" Verhalten mich davon abhält im Leben das zu erreichen, was ich möchte. Auch Frauen möchten Männer mit Schneid.

Da dachte ich mir heute generell so:

Kommt man mit einer großen Klappe im Leben weiter? Kriegt man so immer das was man will? Denn das gegenüber will auch keinen Stress und ich kenne das von einigen älteren Damen, dass diese z.B. wenn Sie mit Ihrem Hotelzimmer unzufrieden sind anfangen zu meckern, bis das Hotel nachgibt und Sie umbucht.

Beispiel:

Wenn mein Arbeitskollege (übrigens 50+) das nächste mal z.B. sagt "Joa heute relativ wenig oder?"

soll ich dann mal sagen:

"Ist doch völlig egal. Ich mache wie viel ich mache und gut ist."

statt nur zu schweigen?

Auch Manuellsen (Rapper) meint, dass man immer "Palaver" machen soll, wenn man etwas will. Stimmt das? Ich meine, wenn man schweigt, dann kriegt man nicht das was man möchte und gibt sich mit wenig/anderem zufrieden oder?

Freizeit, Leben, Arbeit, Geld, Wirtschaft, Menschen, Psychologie, Körperlich, Kollegen, Liebe und Beziehung
Würde ich damit einen Fehler begehen?

Ich bin 24 und habe in der Vergangenheit viel falsch gemacht. Mache aktuell den Führerschein und arbeite in Vollzeit. Komme aus ärmeren Verhältnissen und starte quasi bei 0.

Freunde habe ich nur eine Hand voll und die gehen auch eher Ihre Wege, also mit Treffen ist nichts. Meine letzte Freundin hatte ich mit 20 und ich möchte aktuell auch erstmal keine weitere.

Nun arbeite ich in Vollzeit für knapp 14€ die Stunde (wird mit der Zeit noch steigen durch Weiterbildung etc.) und kann theoretisch auch Samstags arbeiten. Wäre also eine 6 Tage Woche mit etwa 44-45h pro Woche Arbeitszeit. Etwa 190-200 Stunden pro Monat, je nach Monat (Arbeitstagen).

Dazu plane ich noch nach der Arbeit einen Minijob zu suchen. So ~ 30 Stunden pro Monat halt.

Dazu mache ich noch andere Tätigkeiten - die eher "Hobbys" sind, aber dennoch Geld abwerfen können (Dafür nehme ich den halben Sonntag her) - Also in etwa nochmal 8-10 Stunden Arbeit.

UND DAZU möchte ich mich noch nebenbei gewerblich anmelden, um im Bereich Grafikdesign Geld zu verdienen, wann immer die Zeit es halt zulässt.

Ich steuere damit also etwa auf 250-280 Stunden Arbeitszeit pro Monat hin. Ich würde sonst eh nur rum sitzen oder zocken.

Was meint Ihr? Zu viel und ich begehe damit einen Fehler (jung nicht richtig zu leben) oder ist das eher gut?

Dazu muss ich sagen, dass von den 2200-2500+ Netto dann 3/4 gespart werden bzw. ein kleiner Teil auch in Crypto und ETF eingezahlt wird.

Leben, Arbeit, Finanzen, Geld, Wirtschaft, Menschen, Beziehung, Sex, Psychologie
Habt Ihr Mitleid mit armen Menschen?

Ich bin selbst eigentlich arm. Wir hatten nie viel Geld. Urlaub war nie drin. Sitzen zwar im Haus, aber das Konto ist paar tausend im Minus (meiner Eltern) - eigentlich immer gewesen. Man hat halt irgendwie überlebt.

In Podcasts oder so bekomme ich häufig mit, dass man mit fast allen armen Menschen Mitleid hat. Keiner kann was für seine Situation. So ähnlich wie "Wir sitzen alle im Knast, obwohl wir unschuldig sind!".

Ich hab jetzt bis 24 nichts auf die Kette bekommen. Zumindest bis vor ein paar Wochen.

Jetzt arbeite ich als ungelernter bis zu meiner Ausbildung für knapp 14€ in der Fabrik. Gehalt Netto: 1557€

Im Mai sind es 22 Arbeitstage + ich kann Samstags noch arbeiten (was ich morgen tue) - somit kann das ganze theoretisch auf bis zu 1.900-2000€ Netto steigen, wenn ich jeden Samstag mitnehme.

Würde ich mir noch einen Minijob holen, dann wären das nochmal ca. 200-300€

Natürlich arbeite ich dann aber auch etwa 200+ Stunden im Monat. Nach der Ausbildung nächstes Jahr verdiene ich dann mehr und ich muss nicht mehr soviel arbeiten, aber mir macht Geld verdienen viel Spaß.

Sogar ich könnte dann "genug" verdienen als ungelernter.

Ich kenne auch Leute die haben 3 Jobs. Kann es sein, dass viele vor allem ältere Menschen einfach faul sind oder sich zu fein sind für Jobs?

Denn theoretisch kann jeder sich selbst aus dem Schlamm ziehen, oder nicht?

Habt Ihr Mitleid?

Gesundheit, Finanzen, Geld, Menschen, Beziehung, Psychologie, mitleid, Philosophie und Gesellschaft
Lohnt sich das Leben überhaupt so?

Ich weiß, dass man in Deutschland schnell und gerne zu Therapeuten rät, aber ich hab das damals probiert und es ist nichts für mich.

Ich bin an sich auch nicht gefährdet, komplett traurig oder so, aber nachdenklich aktuell.

Ich bin 24 - gehe Vollzeit arbeiten und vieles aus "meiner Zeit" oder "meiner Jugend" ist nicht mehr da oder "cool" bzw. schon "alt".

Nehmen wir mal die Musik: Viele alte Künstler wurden durch die neuen abgelöst. Grade die heutige Zeit (Spotify, Schnelllebigkeit...) hat das vermutlich noch beschleunigt. Selbst Justin Bieber ist jetzt bald 30 und zwar ein Weltbekannter Mensch, aber eben nicht mehr so im Rampenlicht.

Fast alle Oldschool Youtuber sind weg. Wenige wie Montanablack sind noch da. Inscope wird Vater, andere sind weg/tod/machen was anderes oder sind schlicht nicht mehr bekannt.

Die Zeit bleibt nicht stehen. Es ist schwer für mich etwas neues und schönes zu finden in der heutigen Zeit. Selbst die Gesellschaft wandelt sich. Ich kann mit den meisten Menschen einfach nichts mehr anfangen und meide deshalb komplett jeglichen Kontakt... Moral, generell Werte sind über Bord geworfen in der heutigen Zeit. Treue ist ein Relikt alter Zeit und Vertrauen kannst du auch kaum noch jemandem. Zumindest ist das meine bisher 24-jährige Erfahrung.

Für mich heißt es jetzt nur noch in Vollzeit arbeiten bis zum Tod und fertig. Das kann doch nicht alles gewesen sein? Ich hatte immer davon geträumt auch mal etwas zu werden. Mehr zu verdienen, irgendwas krasses zu machen. Die Welt zu sehen.

Meine Eltern werden älter, mein Bruder ist ein erwachsener Mann geworden.

Ehe man sich versieht, wird man auch schon bald alt und stirbt. Ein Leben, dass ins Leere gelaufen ist. Ich habe Angst vor dem älter werden und vor der Zeit.

Ich sehe mich schon bald schimpfen "diese Jugend von heute!!" - wenn ich dann der alte Sack bin, der zu weit von den jungen Menschen entfernt ist.

Was meint Ihr?

Leben, Psychologie, Depression, Gesellschaft, Sinn, Socialmedias