Sofern der Erzeuger Deiner Mutter keinen Ehepartner hat, ist sie (zusammen mit allen anderen Kindern) bestattungspflichtig. Sie muss sich dann also um die Bestattung kümmern und auch die entsprechenden Rechnungen bezahlen. Die Kosten kann sie im Rahmen einer "standesgemäßen, ortsüblichen Bestattung" vom Erben einfordern.

Wenn Sie Ihrer Verpflichtung nicht nachkommt, wird das Ordnungsamt eine Bestattung von Amts wegen veranlassen und Deiner Mutter den Gebührenbescheid zukommen lassen.

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Die Unfallverhütungsvorschriften sehen eine Drucklastprüfung mit einer Kraft von 0,3 kN in einer Höhe zwischen 0,5 und 1,2 m (möglicht an der Oberkante des Grabmals) vor. In der Praxis wird vom Friedhofspersonal bei der Standsicherheitsprüfung einfach mal kräftig gegen den Stein gedrückt.

Sollte die Standfestigkeit nicht mehr gegeben sein, wird der Nutzungsberechtigte der Grabstätte informiert. Er ist dafür zuständig den Mangel zu beheben.

Ohne Kenntnis des Nutzungsberechtigten kann die Friedhofsverwaltung den Stein nur entfernen wenn der Stein eine Gefahr für die Sicherheit auf dem Friedhof darstellt. Wenn der Stein wirklich zu kippen droht, ist das für andere Friedhofsbesucher möglicherweise lebensgefährlich.

Den Teil der Frage mit den großen Löchern verstehe ich nicht.

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Die Bestattungsgesetze der einzelnen Bundesländer regeln die so genannte Bestattungspflicht. Bestattungspflichtig sind die nächsten Verwandten in einer vom Gesetz Reihenfolge. Ganz an der Spitze stehen Ehepartner, dann folgen Kinder, Eltern und später dann auch Geschwister. Wenn also kein vorrangig Bestattungspflichtiger existiert, ist man als Bruder bzw. Schwester verpflichtet die Bestattung seines Angehörigen zu organisieren.

Wenn man das nicht tut - aus welchem Grund auch immer - tritt das Ordnungsamt des Sterbeortes auf den Plan und ordnet die Bestattung an. Es tritt auch für die dafür entstehenden Kosten in Vorleistung, holt sich diese dann aber von den gesetzlich Bestattungspflichtigen wieder, sofern das möglich ist.

Warum Deine Schwester nicht mit herangezogen wird, können wir hier nicht beantworten. Eventuell, weil sie nicht über die nötigen finanziellen Mittel verfügt.

Über das Recht, Widerspruch gegen die behördliche Entscheidung einzulegen wurdest Du sicher mit dem Schreiben, das Dich erreichte informiert. Ansonsten wäre es eventuell ratsam juristisch fundierten Rat von einem Fachmann einzuholen.

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Da die Heimleitung dann weis, dass derjenige keine Angehörigen hatte, wird das zuständige Ordnungsamt verständigt, welches sich um die Bestattung kümmert. Das nennt sich dann "Bestattung von Amts wegen" und ist für gewöhnlich eine anonyme Feuerbestattung.

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Die Situation ist leider garnicht mal so selten. Bei Streit innerhalb der Familie wird Macht dann auch über einen Sterbefall demonstriert. Das ist menschlich verwerflich. Schließlich sollte jedem klar sein, dass der Verlust eines Menschen eine Vielzahl von Menschen betrifft und jeder davon seiner Trauer Ausdruck verleihen muss.

Rein formell handelt er vermutlich nicht einmal falsch. Als Ehemann war er letztes Jahr derjenige, der sich um die Bestattung deiner Mutter gekümmert hat. Und Teil davon war wohl, dass er die Grabstätte erworben hat. Damit ist das Nutzungsrecht am Grab auf Ihn übergegangen. Die Gestaltung und die Grabpflege obliegt damit ebenfalls Ihm. Da kann dir die Friedhofsverwaltung leider nicht helfen.

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Zum einen gibt es für den Beruf des Bestatters keine besondere gesetzliche Altersvorgabe. Nicht für die Ausübung des Berufs, nicht für die Ausbildung und auch nicht für ein Praktikum.

Zum anderen nehmen aber ohnehin wenige Bestattungsunternehmen Praktikanten an. Bei minderjährigen Praktikanten wird es dann noch schwieriger.

Im Endeffekt musst Du bei den Betrieben vor Ort nachfragen, ob sie das grundsätzlich machen. Und dann eine Bewerbung hinschicken...

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Ein Sterbegeld durch die gesetzliche Krankenversicherung gibt es seit 2004 nicht mehr. Wenn der Tod durch einen Arbeitsunfall eingetreten oder Folge einer Arbeitserkrankung ist, zahlt die zuständige Berufsgenossenschaft. Zudem gibt es wohl in einigen Fällen Leistungen durch den Arbeitgeber, die tarifvertraglich geregelt sind.

Ansonsten kann man natürlich privat eine Sterbegeldversicherung abschließen und erhält dann darüber ein Sterbegeld.

Streng genommen kein Sterbegeld -aber vielleicht hier erwähnenswert- ist die Möglichkeit der Bestattungskostenübernahme durch das zuständige Sozialamt. Wenn die Hinterbliebenen nicht in der Lage sind, eine Bestattung zu bezahlen, können Sie einen Antrag stellen. Die Bedürftigkeit wird wie bei anderen Sozialleistungen zunächst geprüft. Wichtig ist, dass man dann lediglich Anspruch auf eine einfache, ortsübliche Bestattung hat. Das sollte man seinem Bestatter dann auch mitteilen. Zuständig ist das Sozialamt des Sterbeortes. Es sei denn, der Verstorbene hat bereits selbst Sozialleistungen zur Absicherung des Lebensunterhalts bezogen. Dann bleibt das Amt, das zu Lebzeiten zuständig war, der Ansprechpartner.

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Nach §167a StGB ist die absichtliche oder wissentliche Störung einer Bestattungsfeier eine Straftat. Ob der Straftatbestand hier erfüllt ist, ist natürlich eine Auslegungsfrage und wird auch mit dem Abstand zur Beisetzung, der wirklichen Lautstärke, usw. zu tun haben.

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Keine Frage. Ein Führerschein gehört zu den wichtigsten Qualifikationen, die ein Bestatter haben muss. Nicht nur für die Überführung von Verstorbenen, sondern auch um Dekoration zu Friedhöfen zu bringen, um Behördengänge zu erledigen, für Botengänge oder einfach um zwischen den Filialen eine Unternehmens zu pendeln.

Da sind also auch viele viele Dinge dabei, die ein Auszubildender nach kurzer Einarbeitung eigenständig erledigen könnte, wenn ein Führerschein vorhanden wäre. Und gerade für viele kleine Betriebe wird das ein Ausschlusskriterium sein.

Auf der anderen Seiten hast Du ganz klare Stärken. Bespielsweise eine abgeschlossene Ausbildung, die dir bei der Versorgung Verstorbener für eine offene Aufbahrung enorm weiterhelfen kann. Stelle in den Vordergrund, was du einem Unternehmen zu bieten hast. Einen Führerschein kann man nachholen. Und dazu bist du ja auch bereit.

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Sicher geht das. Die Gebührenordnungen der Friedhöfe (für die Nutzungsrechte an der Grabstätte) findest Du meist im Internet. Für den Grabstein müsstest Du dir bei einem Steinmetz ein Angebot machen lassen.

Über den Sinn lässt sich natürlich streiten. Aber auch bei vermissten und für tot erklärten Menschen wird sowas bisweilen gemacht. Inklusive eine fingierten Beerdigung. Die Trauerfeier und der Friedhof sind nunmal kulturell gewachsene Wege der Trauerbewältigung...

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In den Antworten hier werden zwei Fälle mit einander verwechselt: Die "Sozialbestattung" und die "Bestattung von Amts wegen".

Die Sozialbestattung ist der Fall nach dem hier gefragt wurde: Es gibt bestattungspflichtige Angehörige, die sich auch um die Bestattung ihres Verstorbenen kümmern möchten, sich das aber nicht leisten können. In diesem Fall können Sie selbst ihren Bestatter wählen und auch die Bestattungsart ist nicht vorgeschrieben, kann also im Sinne des Verstorbenen bestimmt werden. Der Bestatter erstellt nach einem Beratungsgespräch eine Kostenaufstellung mit der die Angehörigen dann zum Sozialamt gehen und einen Antrag auf Übernahme der Bestattungskosten stellen. Wie immer, wenn man Sozialleistungen beantragt, muss man seine Verdienst- und Vermögensverhältnisse beim Amt offenlegen und dieses entscheidet dann, ob man in der Tat bedürftig ist. In aller Regel haben die Sozialämter mit den Bestatterverbänden Vereinbarungen über den Leistungs- und Kostenrahmen von Sozialbestattungen. So wird bespielsweise nur ein einfacher Sarg übernommen, auf nicht notwendige Leistungen wie Drucksachen oder ein Trauercafe muss verzichtet werden.

Bei der Bestattung von Amts wegen gibt es entweder keine Angehörigen oder die Angehörigen kümmern sich einfach nicht um die Bestattung. Dann tritt das Ordnungsamt ein und ordnet die Bestattung an. Hier wird dann in der Tat die günstigste Variante, meist also die anonyme Feuerbestattung gewählt. Schließlich gibt es niemanden, der die eigentlichen Wünsche des Verstorbenen kennt. Das Sozialamt hat für solche Fälle einen festen Vertragsbestatter, der in einer Ausschreibung das günstigste Angebot gemacht hat.

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Ich hatte mal einen Degu, dem normales Kleintierstreu zu staubig war. Die Dame musste davon auch häufig niesen. Vielleicht probierst du einfach mal eine andere Art Einstreu wie Euro-Lin oder Baumwolleinstreu.

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In Deutschland sind im Jahr 2017 932.538 Menschen verstorben. Wenn Du für jeden von diesen Menschen einen Fernsehbeitrag vom 30 Sekunden Länge senden würdest, kämen da 323,8 Tage Berichterstattung zusammen...

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Das hängt vom Friedhof ab. Jeder Friedhof legt in seiner Satzung fest, wie lange die Mindestruhezeit beträgt und ob ein Grab darüber hinaus verlängert werden kann.

Die Ruhezeit bei Erdbestattungen hängt vor allem mit den Bodeneigenschaften zusammen und soll sicherstellen, dass ein Verstorbener in der Zeit auch verwesen kann. Meist beträgt die Ruhezeit bei Erdgräbern zwischen 20 und 30 Jahren. Bei Urnengräbern hat man da größere Entscheidungsspielräume als Friedhofsträger. Oft gelten auf einem Friedhof aber für Urnen und Särge die gleichen Ruhezeiten.

Ob man ein Grab auch länger erwerben kann, hängt von der Grabart ab. Meist wird zwischen Wahlgräbern und Reihengräbern unterschieden. Wahlgräber kann man sich gezielt aussuchen, man kann die Laufzeit verlängern und später evtl. erneut dort beisetzen lassen. Reihengräber werden "der Reihe nach" vergeben und können nicht verlängert werden, damit sie auch die Reihe nach wieder frei werden.

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Wenn die KriPo/Staatsanwaltschaft keine Obduktion anordnet, weil Sie offensichtlich keine Hinweise auf ein Fremdverschulden gefunden haben, und auch die Berufgenossenschaft keine Obduktion beantragt, bleibt euch lediglich die Möglichkeit auf eigene Kosten eine Privatobduktion in Auftrag zu geben.

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Es ist auf jeden Fall sinnvoll, für seine Bestattung vorzusorgen. Ansonsten lässt man seine Kinder, Enkel, Geschwister, etc. die Zeche zahlen.

Ob dafür eine Sterbegeldversicherung die beste Variante ist, ist eine andere Frage. Eine gute Geldanlage ist so eine Versicherung in der Regel nicht. Man kann auch einfach ausreichend Geld auf einem Sperrkonto parken.

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