wodurch unterscheiden sich die männlichen von den weiblichen Keimzellen?

2 Antworten

Die weiblichen Keimzellen sind die Eizellen, die männlichen die Spermien. Sie entstehen beide während der Meiose. Beim Männchen entstehen pro Meiose (Keimzellentwicklung) aus einer Zelle vier kleine Spermien. Beim Weibchen entstehen zwar auch vier Eizellen pro Meiose, allerdings wird davon nur eine ganz ausgebildet. Die anderen drei werden rückgebildet und verwachsen mit der großen.

Warum ist das so?

Die Spermien des Mannes sind darauf ausgerichtet, die Eizelle möglichst schnell zu befruchten. Damit es auf jeden Fall zur Befruchtung kommt, ist es effizient, möglichst viele Spermien zu produzieren. damit sie die Eizelle auch erreichen, ist es vorteilhaft kleiner zu sein und somit weniger Widerstand zu haben. Außerdem verfügen Spermine in der Regel über einen Schwanz, mit dem sie sich fortbewegen, und eine Kopfkappe (Akrosom), die Enzyme enthält, welche die Hülle der Eizelle auflöst.

Die Eizelle dagegen ist darauf ausgerichtet, den entstehenden Embryo lange Zeit zu ernähren. Deshalb wird hier weniger auf Quantität als auf Qualität geachtet: je mehr Nährstoffe in der Eizelle sind, desto größer sind die Chancen des Embryos. Würde der Nährstoff auf mehrere Eizellen aufgeteilt werden, hätte jeder der Embryonen zu wenig zum Wachsen und alle würden eingehen.

Und ja, die genetische Ausrüstung unterscheidet sich auch bei Spermien und Eizellen. Allerdings anders als hier oft geantwortet: Bei einer Eizelle hast du EIN (!!!) X-Chromosom, beim Spermium EIN (!!!) Y-Chromosom ODER (!!!) EIN (!!!) X-Chromosom. Von der Mutter (XX) kann nur das X weitervererbt werden. Vom Vater (XY) beides. Also ist es für das Kind entscheidend, welches Chromosom der Vater "beisteuert": Erreicht zuerst ein Y-Spermium die Eizelle und kann diese erfolgreich befruchten, dann entsteht ein Embryo mit XY - also wieder ein Mann. Ist allerdings ein Spermium mit X schneller, entsteht ein Weibchen (XY).

X und Y-Chromosom unterscheiden sich auch in der Form, denn das Y-Chromosom ist viel kleiner - auch viel kleiner als alle anderen Chromosome. Übrigens ist das der Grund, warum mehr Jungen geboren werden als Mädchen: Die Spermine mit dem kleineren Y-Chromosom kommern schneller ans Ziel als die mit X. Hat aber auch seinen Nachteil, denn Männer sterben im Schnitt auch früher als Frauen. Letztere haben nämlich in jeder Körperzelle zwei X-Chromosome, ein aktives und ein inaktives. Ist eines mal kaputt, aktiviert sich das andere. In gewisser Wiese haben weibliche Zellen also in Bezug auf das X-Chromosom eine "zweite Chance". Bei Männern kann kein Ersatz mehr gefunden werden. Insgesamt sterben die Zellen hier schneller und die Fitness des Gesamtkörpers sinkt. Aber nur so am Rande... ; )

Bei Männer haben die hälfte der Chromosome ne Y-Form, die andere Hälfte ne x-Form.

Weibliche Gameten haben nur Xe.

Das was Du schreibst gilt für 1 von 23 Paaren.

Das ist ein klein wenig weniger als 50%.

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