Wieso ist Physik so unbeliebt?

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12 Antworten

Ich befürchte es liegt an folgender Kausalkette. Physik benötigt, mehr noch als die anderen Naturwissenschaften die Mathematik. Diese bereitet aber einer Menge Menschen sehr große Schwierigkeiten, denn neben viel Übung ist eine gewisses Talent notwendig, damit Mathematik Freude bereitet. Aus meiner Erfahrung haben dieses Talent nicht sehr viele Menschen. So kann man keine Freude an der Physik empfinden und wird schnell frustriert.

Weiterhin neigen Menschen dazu, Dinge die sie nicht können, die Relevanz abzuerkennen. (Ich habe das selbst getan, als ich Schüler war. "Wer brauch schon diese bescheuerte Gedichtanalyse!") So trösten sich dann viele Menschen damit, dass "den ganzen Quatsch doch eh keiner braucht!". So gerät die Physik in den Fokus von Kritik und Schwarzmalerei.
Diese negative Einstellung fungiert dann als Stimmungsmache sowohl gegen das Schulfach, als auch gegen die Wissenschaft.

Ich finde beides angebracht. Sicher sind die Inhalte des Physikunterrichts für viele später eher nebensächlich. Trotzdem soll Schule ja eine Anzahl an möglicher Blickwinkel auf die Welt eröffnen. Und dazu muss meiner Meinung nach auch der logische Ansatz gehören. Außerdem könnte man wenn man mit diesem platten Ausspruch "Hab ich danach nie wieder gebraucht!" fast jedes Schulfach in Stücke hauen. Da reicht dann wohl die Grundschule, ein bisschen Englisch und die Sexualaufklärung. Physik ist und bleibt ein wichtiges Fach, hinter dem vor allem eine Denkweise steht.

Auch Kritk an der Wissenschaft ist meiner Meinung nach fehl am Platz. Ich habe nie für einen Wissensbereich so tiefe befriedigung empfunden wie für die Physik. Eine solche Perfektion bis ins kleinste Detail ist beeindruckend. Gleichzeitig erfordert die Arbeit des Physikers aber immer Kreativität. Denn die Natur spricht ihre eigene Sprache und wir Wissenschaftler müssen diese in die Mathematik übersetzen. Wenn dass dann so unvorstellbar elegant wie in den Maxwellgleichungen oder den Hauptsätzen der Thermodynamik passiert, dann ist es ebenso ein geistiges Kunstwerk, wie Shakespeares Sonette oder Mozarts Synfonien. Physik ist im steten Fluss, da vielleicht schon morgen jemand kommt und sie umkrempelt. Jemand der in den Zusammenhängen ein anderes Bild sieht und dies dann mit seinen Farben malt.

So lang wollte ich eigentlich gar nicht schreiben ^^ Sorry dafür und gute Nacht von einem Physiker, der Feuer und Flamme für seine Wissenschaft ist.

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Kommentar von ScoreMagnet
23.08.2016, 00:43

Danke für deine Antwort, bei uns machen übrigens mit mir nur 3 Leute ihr Physik Abitur ^^

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Kommentar von ScoreMagnet
23.08.2016, 01:32

kann halt außer den Naturwissenschaften und mathe fast nichts^^ Außer geo

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Ich auch nicht. Definitiv nicht.

Vielleicht ist das wie bei Mathe, dass Physik auch als ödes, trockenes Rechen-Zeugs mit vielen Regeln und Formeln zum Lernen usw. betrachtet wird.

Die wenigsten schauen dahinter und merken, dass unsere ganze Welt aus Physik besteht und dass wir es als nächstes großes Ziel der Menschheit haben, diese zu verstehen und nutzen zu lernen. :)

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Es gab hier schon etliche gute Antworten, ich versuche es dennoch:

Die meisten Fächer sind pures auswendig lernen und nicht gerade anspruchsvoll, ausser von der Zeit die man zum auswendig lernen investieren muss. Da viele Lehrer (nicht alle, aber viele) das auch alles durch auswendig lernen lernten, versuchen sie einem das auch so zu vermitteln.

Das heißt, dass es leider erstaunlich viele Naturwissenschaftliche Lehrer gibt, die einem die Formeln und die Geschichte dazu an den Kopf hauen und erwarten dass man das lernt, anstatt zu erklären WESHALB etwas so ist wie es ist. Dadurch das Schüler die Chance haben etwas zu verstehen und damit neue Dinge aktiv hinterfragen können kann ihr Wissensdurst angeregt werden, doch viele Lehrer wissen das nicht, versuchen es und scheitern, oder interessiert es schlichtweg nicht.

Wenn ich meinen Schülern nachhilfe in Mathe und Physik gebe, dann erklären sie mir auch immer wie die es gelernt haben, dass aber nie erklärt wird, wo es gebraucht wird und weshalb. Wenn man es ihnen erklärt wie alles zusammenhängt, dann haben bisher nahezu alle das direkt verstanden und sich auch dafür interessiert, da sie merkten, dass es eigendlich ziemlich einfach ist (Schulniveau).

Und ich denke da liegt das Problem. Wenn man in 10 Fächern auswendlig lernen muss und in 2 nicht, dann wird man im Normalfall die 2 nicht mögen, da sie vom Rest abweichen.

Ich hoffe diese Lernmethoden ändern sich noch, da sie auch mir eine wirklich nicht leichte Schulzeit darboten.

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Kommentar von ScoreMagnet
23.08.2016, 00:25

bei uns haben viele lehrer nicht die zeit, den Schülern die etwas nicht verstehen die sache genauer zu erklären, da wegen dem g8 der Zeitdruck enorm geworden ist.

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Physik ist, wie du selbst sagst, logisch. Es ergibt sich alles selbst. Man braucht nur genügend Wissen und 'geistige Kapazität'. Außerdem ist Physik, wie du ebenfalls selbst feststellst, nicht nur wichtig, sondern in unserer Welt wesentlich.

Aber das war schon immer so und wird auch für immer so bleiben. In der Physik wird sich nie etwas verändern. Genauso die Logik, dieser Punkt macht Physik wie Mathematik für mich unglaublich langweilig, ob ich den gerade angesprochenen Bereich als leicht oder eher schwierig einschätze ist gleich. Je besser ich ein Thema verstehe, desto langweiliger wird mir.

Physik oder Mathematik und gerade Übungen in den beiden Fächern wirken auf mich so, als würde ich jede Woche aufs Neue die deutsche Rechtschreibung lernen. Das muss ich nicht haben, ich will mich entwickeln, neues Wissen gewinnen, die Welt sehen und verstehen! Sicher braucht man dafür Physik. Aber nur die Selbstverständlichste, wo es keiner weiteren Erklärungen bedarf.

An dem Punkt, wo Physik gewissermaßen 'professionell' wird, wird sie für mich unnötig. Das Wissen, wie ich am effizientesten einen Seismographen baue oder eine Schwingung berechne, wird mir in meinem Leben in keinster Weise weiterhelfen. Ja, es braucht Menschen, die ihr Leben dafür widmen, das zu wissen. Aber ganz sicher nicht alle.

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Ich habe Physik nicht gemocht, weil ich es gar nicht konnte und deshalb schlechte Noten hatte. Dann hat das Fach natürlich keinen Spaß gemacht.

Anfangs, als wir die Themen Optik und Akustik hatten, war es noch interessant und hat Spaß gemacht. Aber irgendwann kamen ganz viele Formeln und Zeichen und ich habe nichts mehr verstanden.

Ich hatte das Gefühl, dass Physik eine Mischung aus Mathe, Deutsch, Chemie, Naturwissenschaft und Geschichte ist.

Nutzlos finde ich Physik aber gar nicht!

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Ist eben nicht leicht zu verstehen. Viele andere Fächer sind stumpfes auswendig lernen. Aber das bringt dir in Physik nicht ganz so viel. Das muss man eben auch verstehen genau wie Mathe. Und wer das nicht tut mag es nicht :). 

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Ich denke das ist einfach nur reines Desinteresse. Auch wird Physik von der Gesellschaft nicht als cool gesehen, sodass es keine Anreize gibt, dass man sich dafür interessieren sollte.

Ich selbst mag Naturwissenschaften allgemein und mag Mathematik, aber bei Physik stören mich die Einheiten. Einige Einheiten haben den selben Buchstaben als Abkürzung und bedeuten aber etwas völlig anderes. Und dann dieses Rumgerechne von einer Einheit in die andere, nur um es dann mit einer anderen Einheit weiterzurechnen, um die richtige Einheit herauszubekommen.

Das finde ich einfach so verwirrend. Und manchmal kann ich es einfach nicht nachvollziehen, wie man jetzt aus Einheit A und B über das Subtrahieren mit Einheit C und Multiplizieren mit Einheit D auf Einheit E kommt.

Das erschließt sich mir nicht wirklich. Das ist der Grund, wieso ich persönlich Physik nicht so gern mag.

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Kommentar von ScoreMagnet
22.08.2016, 23:45

Das gute an Physik ist halt, dass man dadurch versteht, wie alles funktioniert. Aber wahrscheinlich sehen das nur wenige Jugendliche so^^

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Kommentar von ScoreMagnet
23.08.2016, 01:44

die kommt nächstes jahr^^

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   Es wäre ja eine zweite Kulturkatastrofe denkbar wie die Völkerwanderung am Ende des römischen Reiches. Etwa: Reste der Menschheit überleben einen Atomkrieg; ein beliebtes Tema der SF.

   Nur als Antwort auf den großartigen Aufsatz des Gatten von Lise Meitner, der bekanntlich Yan hieß ...

   Was würde passieren? Menschen, die quasi auf die Stufe des Tieres zurück geworfen sind, würden raunen über ein Zeitalter der Autos und Fernseher wie wir heute über die Artusepik.

   Nimm doch nur die Mondverschwörer. Physik wird abgelent in einem der Art starken Maße, dass Millionen glauben, die Mondlandung habe nie statt gefunden.

    Jeder Mensch, der Horoskope liest, ist ein Feind der Physik - und nicht etwa, weil er Matematik ablehnt ( Hinter der Kabbala steckt auch eine Menge Matematik. )

   Es gibt einen Autor; sein Name ist William Golding. In seinem Roman " Lord of the Flies " beantwortet der nämlich die Frage, warum Physik so unbeliebt ist.

   Als ich übrigens einmal eine Romanverfilmung sah, wurde mir Schlag artig klar: Den Lord kannst du nicht verfilmen. Im Film zeigen kannst du nur Action. Dagegen der Lord besteht nur aus Introspektion und Meditation und soll dir bewusst machen, dass tief in uns immer noch Steppe und Urwald brüllen, die mit Physik nicht so arg viel am Hut haben.

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  Teil 2 meiner Antwort. Machen wir uns doch nix vor. Während vieler Millionen Jahre ihrer Existenz glaubten Hominiden an Geister und Hexen
als Welterklärungsmodell - warum auch immer. Und keiner unterzog sich der Mühe, etwa die Gesetze der E-Dynamik zu ergründen.

    Ist die Natur " böse " ? Nein; sie hätte durchaus " nichts dagegen gehabt " , wären schon die Babylonier oder die alten Griechen auf dem mond gelandet.

   SOOO unbeliebt ist nämlich die Physik - rein stammesgeschichtlich gesehen ...

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Das Fach erschließt sich einfach schwerer, als andere. Daher kommt das.

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Kommentar von ScoreMagnet
22.08.2016, 23:47

Kommt auf die Person an, für mich ist zum beispiel die komplette Physik logisch und verständlich (schulphysik bisher) , aber lass mich bloß keine Text Analyse schreiben^^

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Physik ist wie ein Schiedsrichter,keiner kann ihn leiden,aber trotzdem braucht man ihn..
Für die meisten ist Physik aber einfach nur mega schwer,was unteranderem daran liegt,das viele es nur 1 stunde pro Woche haben,und daher nicht genug Zeit ist um den ganzen Stoff unterzubringen.

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Kommentar von ScoreMagnet
22.08.2016, 23:42

aber es ergibt sich doch alles ganz logisch.

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Ich habe Physik gehasst ... Erstens war mein Physik Lehrer der ekelhafteste Lehrer den ich jemals kennen gelernt habe und zweitens hat es mich einfach nicht interessiert kann dir nichtmals sagen warum für mich war Biologie immer um einiges interessanter ... Liegt halt an den Interessen denke ich ... Stand in Physik ständig 5 da ich irgendwann auch nicht mehr gegangen war.

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