Wieso dauert ein DNA-Test ein bis zwei Wochen oder länger?

5 Antworten

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Die Bearbeitungszeit einer DNA-Spur ist der Zeitraum von der Spurenbeschreibung, der ersten Spurenabnahme vom Spurenträger über die Extraktion der DNA aus den Zellen, die Verviel-fältigung, Auftrennung und Auswertung bis zum fertigen Buchstaben-/Zahlen-Code, inklusive eventueller Wiederholungen bis hin zur Gutachtenerstellung. Hier werden nur Minimal-/Maximal-zeiten angegeben, da die Voraussetzungen bei jeder Spur unterschiedlich sind.

Die Bearbeitungszeit kann schon nach zwei Tagen abgeschlossen sein oder auch mehr als ein Vierteljahr in Anspruch nehmen, wenn es sich z. B. um Mischspuren handelt. Die Bearbeitungszeit einer DNA-Analyse ist der Zeitraum von der Extraktion der DNA aus den Zellen über die Vervielfältigung, Auftrennung und Auswertung bis zum fertigen Buchstaben-/ Zahlen-Code.

--> Die Bearbeitungszeit einer DNA-Analyse kann mit ca. zwei Tagen angesetzt werden. Die weitere Beantwortung der Fragen bezieht sich ausschließlich auf Speichelproben.

http://www.cosmiq.de/qa/show/1107516/Wie-lange-dauert-eine-DNA-Analyse/

cheRyy

Danke für den Stern!

cheRyy

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weil die menschlliche DNA sehr komplex ist. Nim zwei 2 Meter lange bunte Wollfäden (die Mehrere Farben haben) und vergleich die miteinander. SO ist auch mit der DNa da muss auch jedes einzelne Basenpaar veglichen werden. was natürlich sehr aufwendig ist.

Man vergleicht nicht jede einzelne Base miteinander. Man vergleicht sogenannte Minisatelliten, immer gleiche Abfolgen bestimmter Basen, die sich je nach Mensch auf jedem Chromosom unterschiedlich oft wiederholen. Also z.B. kannst du auf Chromosom 2 einen Minisatelliten mit 20 und mit 25 Wiederholungen haben, einen davon hast du von der Mutter, den anderen vom Vater geerbt. Es sind bei Minisatelliten 2-10 Basen, die sich wiederholen, also z.B. ..AATC AATC AATC... dann eben 25x oder so. Gibts auch mit längeren abfolgen, dann sind es keine Minisatelliten mehr. Generell nennt man das VNTR (Variable number tandem repeats).

Man untersucht meist 12-15 dieser Minisatelliten, da man immer 2 Chromosomen hat jeden davon 2x. Statistisch kann man sich dann bei dieser Menge sicher sein, dass man nur einen Menschen unter den 6 Mrd. auf der Welt findet, der genau diese Kombination aus Minisatelliten aufweist.

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Um eine graphische Darstellung der DNS zu erstellen, bedarf es komplizierter und aufwendiger chemischer Prozesse.

Das geht nicht so schnell, und ist ausserdem auch nicht gerade billig.....

Also ich schaff das an einem Tag, Kostenpunkt vielleicht 5€ + mein Gehalt für einen Tag (wenn die Geräte vorhanden sind). Die Sache ist nur, dass man in solchen Laboren nicht nur eine Probe hat (zum Glück, denn dann würde es teuer werden ;) )

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Vorgehensweise bei der Spurensicherung/DNA?

Salut. Ich beschäftige mich gerade (ja, ich weiß wie spät es ist :) ) mit folgender Thematik :

Unmittelbar nach einem Verbrechen wurden dem Opfer sowohl eine Speichelprobe- als auch mittels "Wattestäbchen" Proben von den Händen entnommen und darüber hinaus ein gekautes Kaugummi sichergestellt. Diese Proben wurden zum Lka geschickt um sie auf Fremdmaterial zu untersuchen. Wochen später musste das Opfer erneut zur Kriminalpolizei um eine Speichelprobe abzugeben. (Vermutlich zur Feststellung der "reinen" eigenen Dna). Ich nehme an ,dass daraufhin in den ersten Proben Fremd-DNA festgestellt wurde, weil die bis dato bereits ermittelten Täter zur Probenentnahme aufgefordert wurden. (richtig?)

Von Täter 1 wurde kein Material in der Probe des Opfers gefunden. Das Gutachten liegt der Kripo vor. Und nun folgt etwas, dass ich nicht nachvollziehen kann. Die Tat ist mittlerweile knapp 2 Jahre her. Auch bzgl. der Probe des 2.Täters wurde ein Gutachten erstellt. Dieses wurde von der Kripo allerdings wieder zum Lka zurueckgeschickt mit der Aufforderung ein neues zu erstellen, da aus dem 1. nicht eindeutig hervorging ,ob es sich bei dem vermutlich gefundenen Fremdmaterial um das des 2.Täters handelt.

Wie kann ein solches Gutachten unpräzise bzw nicht vor Gericht verwertbar sein? Ich war der Annahme , dass es in punkto DNA Abgleich lediglich 2 Antwortmöglichkeiten gibt. Entweder es handelt sich zu 99,9....% um die DNA des Täters oder aber mit 100%-iger Wahrscheinlichkeit nicht?!

Wieso dauert es derart lange, bis die Spuren ausgewertet worden sind? Knapp 2 Jahre ist dann doch ungewöhnlich lang.

Vllt hat Jemand Ahnung von der Materie und kann mich ein wenig aufklären Lg

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