Wie wird man zum Unternehmensberater?

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5 Antworten

Du kannst sofort damit beginnen und benötigst keine besonderen Voraussetzungen dafür. Dieser Beruf lebt jedoch, hauptsächlich von Mundpropaganda. Somit sollte es auch in deinem Interesse sein, die Kunden gut zu beraten, damit sie dich weiter empfehlen. Wenn sich einmal rumgesprochen hat, dass du nicht kompetent genug bist, dann wird es schwer, diese Behauptung zu widerlegen.

Was das Alter angeht, da bin ich nicht der Meinung, dass ein Unternehmensberater ein gewisses Alter errecht haben muss, um von den Kunden als kompetent angesehen zu werden. In der heutigen Zeit der Vernetzung und immer stärker werdenden Kompetenzen im Netz, werden sogar jungen Berater oft eher gefragt als die älteren.

Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass das Alter keine Rolle spielt. Vorausgesetzt, man betreut das passende Klientel. Wer jedoch nicht die neue Generation akzeptiert, der akzeptiert auch nicht die Onlinebewegung und verpasst garantiert sein Ziel.

Wenn Du denkst, du kannst ein Unternehmen sicher beraten und bei allen Fragen effektiv helfen, dann ist dieser Beruf der richtige für dich.

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Wie meine Vorredner schon angedeutet haben, gibt es keine spezielle Ausbildung oder kein spezielles Studium zum Unternehmensberater. Betriebswirtschaftliche (und mathematische) Kenntnisse sind sicherlich von Vorteil, aber kein Muss. Auch Geisteswissenschaftler können z.B. Unternehmensberater werden. Ansonsten kommt es auch ein bisschen darauf an, wo du dich bewerben möchtest, glaube ich. Willst du dich nämlich bei den großen Consulting-Firmen, wie Bain, McKinsey oder BCG bewerben, dann solltest du sich intensiv auf das Bewerbungsprozess vorbereiten. In diesen Firmen wirst du nämlich mit einer oder mehreren sogenannten Case Studies konfrontiert. Bei einer Case Study muss sich der Bewerber in die Rolle des Unternehmensberaters hineinversetzen und einen geschäftsbezogenen Fall in kurzer Zeit lösen. Beispiel: Wie viele Matratzen werden pro Jahr in den USA verkauft? Dabei geht es nicht darum, eine hundertprozentig richtige Antwort auf die Frage zu nennen, sondern der Weg auf eine mögliche Antwort ist eher das Ziel. Die analytischen und organisatorischen Kompetenzen des Bewerbers werden getestet. Eine Case Study zu lösen erfordert viel Übung. Deshalb sollte man sich im Vorfeld gut auf diese Case Studies vorbereiten; am besten, indem man sie mit Freunden oder anderen Bewerbern simuliert. Hier gibt es auch eine gute Internet-Community, www.preplounge.de, die sich speziell auf das Case Interview konzentriert, d.h. dort kannst du andere User bzw. Case Partner finden, mit denen du Cases üben kannst. Dass man ein gewisses Alter haben muss, um von Kunden als kompetent angesehen zu werden, kann ich so nicht unterschreiben. Gerade in den großen Unternehmensberatungen ist die Fluktuation sehr hoch, da die meisten ‚nur‘ ein paar Jahre bleiben, denn Work-Life-Balance hat man dort nicht gerade.

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Kommentar von pakistan
02.04.2015, 23:04

Vielen Dank für eine so ausführliche Antwort

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Unternehmensberater darf sich jeder nennen. Es ist kein geschützter Beruf. Also entscheidest erst Du ob Du Dich so bezeichnest und dann der Markt ob Du Unternehmensberater bist oder nicht.

Ich bin z.B. gelernter Fachgehilfe in steuer- und wirtschaftsberatenden Berufen. Kann trotz dieser freien Berufsbezeichnung schon sagen, dass ich was gelernt habe. Das sollte aber jeder Berater. Es gibt auch esotherische Beratungen in dem Bereich, aber der betriebswirtschaftlichen Beratung gebe ich persönlich mehr Chancen.

Gerade bei kleinen Kunden ist der Generalist gefragt. Organisation, also Arbeitsabläufe auf der einen Seite, Kosten- und Ertragsstrukturen auf der anderen Seite. Aber auch das Marketing. Auftreten des Unternehmers, der Familie und Mitarbeiter. Also eigentlich Mädchen für alles.

Bei großen Kunden ist häufig der Spezialist notwendig. Zumindest als Mitglied eines Teams.

Du siehst es kommt vieles auf Dich als Unternehmer an. Der Markt ist nicht einfach. Kollegialität zwischen den Beratern hab ich insoweit noch nicht erlebt. Alles wird als Firmengeheimnis gewertet. Ob das übertrieben ist oder nicht, dass sei mal dahin gestellt.

Achso, Du fragtest nochmals nach den Qualifikationen: Sicherlich je nach Einsatzgebiet sind auch Praktiker tätig. Sei es, dass leitende Angestellte freigesetzt wurden und keine andere Chance auf dem Arbeitsmarkt sehen. Sei es Betriebswirte, aber auch Ing.s sind vertreten. Beispielsweise um Marktreife von Neuentwicklungen einzuschätzen. REFA-Fachleute gibt es natürlich auch. Im wahrsten Sinne - Die Welt ist bunt ;-)

Formal kommen die Leute aus zwei Richtungen. Aus Betrieben in denen sie sich bestimmtes Wissen erworben haben (häufig in herausgehobener Position) oder über den Studienweg.

Bei den sogenannten Big Five werden Hochschulabsolventen auch eingesetzt. Und können dann den Aufstieg machen. Das sind allerdings die Berater, die in der Praxis erst gar nicht und später, wenn viel Beratungserfahrung erworben wurde dann sehr hoch angesehen werden. Auf Kundenseite.

Noch ein Hinweis zum Thema Kunden. Man braucht ein gewisses Alter um von Kunden als kompetent angesehen werden zu können. Dabei ist es egal ob man vielleicht ein Wunderkind ist.

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Nützliches Infos findest du auch auf den Seiten vom Bundesverband deutscher Unternehmensberater: www.bdu.de

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