Wie schreiben ich eine GUTE Reportage?

1 Antwort

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Eine Reportage lebt davon, dass sie lebendig geschrieben ist, möglichst spannend, den Leser bei der Stange hält.

Man darf sie aus der Ich-Perspektive schreiben, muss aber nicht.

Es ist gut, wenn sie viele beschreibende Adjektive enthält.

Es muss ein "Film ablaufen" vor dem geistigen Auge des Lesers.

Beschreibst du zum Beipsiel einen Badetag als Bericht, dann würdest du nüchtern die Fakten beschreiben. Etwa so: "Vier befreundete Kinder sind am Sonnabend, 12. Juni 2010, um 12 Uhr in den örtlichen See (20 Grad Celsius) gesprungen, um sich von der sommerlichen Hitze abzukühlen und zu planschen."

Als Reportage würdest du schreiben: "Klara liebt ihren geblümten Badanzug. Die Elfjähige gehört zu einem Freundequartett, das gern und oft baden geht. So wie gestern Mittag. Der örtliche See hatte eine angenehme Wassertemperatur von 20 Grad Celisus. Klara und ihre drei Freunde stapften entzückt in die Fluten und amüsierten sich damit, sich gegenseitig mit Wasser zu bespritzen. Diese Abkühlung machte allen sichtlich Spaß. Klaras Augen leuchteten mit den kleinen Wasserperlen, die auf ihren Wimpern in der Sonne glitzerten, um die Wette....."

Na, das ist jetzt schnell aus der Hüfte geschossen. Aber, du merkst sicher den Unterschied. Bericht: Fakten (die sechs W: wer, was, wo, wann, warum, wie), Reportage: lebendig, ausgeschmückt.

Vielen Dank für deine ausführliche Antwort ;)

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DAnke für diese ausführliche Antwort!! Ich habe eine ähnliche Aufgabe wie realfan und mir hat deine Antwort ebenfalls sehr weitergeholfen. Ich hätte sie auch als hilfrecihste Antwort ausgezeichnet!

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