Wie ist das jetzt mit dem Spinat? Nochmal aufwärmen oder besser nicht?

4 Antworten

Nicht aufwärmen. Spinat ist ein sogenannter Nitratsammler. Das Nitrat wandelt sich beim Erwärmen, zum Beispiel auch in unserem Körper, in Nitrid um und ist giftig. Kleinkinder bis zu einem Jahr sollte mann überhaupt keinen Spinat geben, diese sind sehr empfindlich. Auf keinen Fall sollte man Spinat aus konventionellem Anbau verwenden, dieser ist durch die hohen Chemiedüngergaben besonderst nitrathaltig. Es gibt übrigens eine Alternative den Neuseeländer Spinat, dieser ist eine ganz andere Pflanze, schmeckt aber genauso.

Spinat sollte nicht zu lange (etwa eine ganze Woche) bei Raumtemperatur gelagert werden. Bei rohem und insbesondere bei gekochtem Spinat (wie auch bei vielen anderen Gemüsen) wird das enthaltene Nitrat, das selbst ungiftig ist, langfristig bakteriell zu Nitrit umgewandelt. Nitrit beeinträchtigt akut den Sauerstofftransport im Körper. Relevante Mengen sind aufgrund des geringeren Körpergewichts nur bei Kindern vorstellbar. Aufwärmen an sich ist jedoch unbedenklich. Bei Anwesenheit entsprechender Aminosäuren und unter Hitzeeinwirkung können aus Nitrit krebserregende Nitrosamine entstehen. Es wird vom gleichzeitigen Verzehr zusammen mit Fischprodukten abgeraten, da in diesen die entsprechenden für die Nitrosamin-Bildung notwendigen Aminosäuren in größerem Maße vorhanden sind. Dennoch sind die entstehenden Mengen nicht mit anderen einschlägigen Quellen wie Grillgut, Pökelwaren oder Brot mit sehr dunkler Kruste vergleichbar.[http://www.zeit.de/stimmts/1998/1998_6_stimmts Zeit.de]

Spinat ist in seiner Verwendung relativ heikel, da er Nitrat enthält. Lässt man das gekochte Gemüse bei Zimmertemperatur stehen, haben Bakterien genügend Zeit, das Nitrat in das gesundheitsschädliche Nitrit zu verwandeln. «Deshalb muss man den Spinat nach dem Kochen sofort essen oder in den Kühlschrank stellen und kalt weiterverarbeiten», erklärt die Fachfrau. Spinatresten sollte man nicht aufwärmen. Julia Koller bzw. Das grüne Gemüse muss erntefrisch sein, Annemarie Wildeisen, Strom 1/2003

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