Wie analysieren ich eine Textstelle richtig?

4 Antworten

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Einleitung Welche Textsorte (Artikel, Kurzgeschichte etc.), Name des Autors usw. In ....... wird dargestellt/geschildert/berichtet..... Im Textabschnitt handelt es sich um die Situation...

Hauptteil Aussage des Hauptteils (Kernaussage) Mit welchen Mitteln stellt der Autor das dar 1. Satzbildung, viele Verben? viele Adjektive? Welche Sprache (Umgangssprache, Fachsprache) 2. Ist der Text lebendig geschrieben (wörtliche Rede) oder eher fad, langweilig 3. Stilmittel (Metaphern, Vergleiche, etc.) und warum setzt er sie genau da ein, was will er damit "bezwecken"

Fazit Der Text ist geschrieben um (aufzuklären, zu informieren) an die Zielgruppe.... Meiner Meinung nach ist es gelungen , weil nicht gelungen, weil

so in der Art solltst Du es aufbauen!

ja...aber ich meine eine textstelle...das ist ja von einem gedicht, also das mit metaphern und strophenanzahl und so..wie macht man das mit einer textstelle aus einem buch??

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Wie lang muss denn eine Textstellenanalyse sein. Die Stelle ist ca. eine halbe seite lang...

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http://www.ex-cathedra.de/deutsch/aufsatzformen/interpretation-romanauszug.pdf

ist eigentlich ziemlich gut erklärt!! wichtig: bilde anständige, vollständige sätze, die aber nicht zu lang sind. also nicht über zwei zeilen oder so was. liest dich echt blöd und die lehrer mögen es einfach nicht. pass auf kommata auf und komm zum punkt, nicht die ganze zeit um den heißen brei schreiben. die anzahl der wörter ist nicht so wichtig wie der inhalt

muss ich mit deutungshypothese machen? dann muss man doch auch belege haben oder?

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@uhupatafix01

aber das ist dann doch eine interpretation...also der link...ich brauche aber eine analyse eines textauszuges....oder ist das dasselbe?

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Fachmethoden Deutsch

Erzählende Texte schriftlich interpretieren

Umgang mit der Themenstellung

Folgende Themenformen begegnen Ihnen meist:

Aufforderungen zur Interpretation mit oder ohne Arbeitsaufträge im einzelnen. Z. B.: „Interpretieren Sie die Parabel ‚Auf der Galerie‘ von Franz Kafka, und stellen Sie für diesen Autor typische Motive und stilistische Mittel heraus!“
Aufforderung zur Interpretation einer oder mehrerer zentraler Textstellen aus einem umfangreichen Werk. Hier ist zunächst die genaue Analyse der Textstelle gefordert, dann ihre Einordnung in den Gesamtzusammenhang. Z. B.: „Untersuchen Sie die Darstellung der Denkmalsenthüllung in Heinrich Manns Roman ‚Der Untertan‘ im Hinblick auf satirische Stilelemente! Erarbeiten Sie außerdem die Funktion dieser Textstelle im Roman!“
Die Erörterung einer oder mehrerer Fragen und Probleme aus einem Werk. Hier ist nicht die Analyse einer einzelnen Textstelle gefordert, obwohl Sie Ihre Argumente aus dem Text belegen sollten, sondern die nachvollziehende und argumentierende Darstellung gedanklicher Abläufe des gesamten Werkes. Z. B.: „Sind ‚Die Leiden des jungen Werthers‘ von Goethe die Darstellung einer ‚inneren Emigration‘? Erörtern Sie diese Überlegung anhand der wichtigsten Reflexionen Werthers und seiner seelischen Entwicklung!“

Erkennen des Arbeitsauftrags

Damit Sie dem Thema entsprechen, sollten Sie die Arbeitsaufträge genau lesen:

Wo wird präzise Arbeit an einem Text gefordert? 
Wo wird die Erörterung eines übergreifenden Problems erwartet, für die Sie Textstellen als Belege heranziehen müssen?

Aufbereitung des Textes

Bei erzählenden Texten ist besonders zu achten auf:

Anfang und Schluß, 
Schlüsselsätze, 
Wechsel der Erzählperspektive oder des Tempus oder der Erzählperson (z. B. wir - man),
zentrale, auffällige Bilder, 
Wiederholungen.

Gliederungsmöglichkeiten für die schriftliche Interpretation eines Textes

Arbeitshypothese (erste Zusammenfassung dessen, worum es offenbar geht), even-tuell kurze Inhaltsangabe. (vgl. Basissatz!)
Handlungsablauf, inhaltliche Struktur; hierbei Verweis auf zentrale Textstellen und Entwicklungen.
Ausgehend von den zentralen Textstellen: Erarbeitung der sprachlichstilistischen Darstellungsmittel - immer mit Bezug auf ihre inhaltliche Aussage.
Wichtige Details: Titel, Motive, Anfang und Schluß.
Zusammenfassende Auswertung Ihrer Ergebnisse, eventuell mit Korrektur oder Er-weiterung der Arbeitshypothese.

Zusätzlich, nicht additiv, sondern als Beleg für die Interpretation, eventuell Hinweise zum Autor, Verweis auf ähnliche Motive in anderen Werken des Autors oder anderer vergleichbarer Autoren, also eine Einordnung in das Gesamtwerk oder in einen literaturgeschichtlichen Zusammenhang. Schließlich: Ihre persönliche Stellungnahme, falls gefordert oder von Ihnen gewünscht.

Untersuchung einzelner Textstellen im Zusammenhang des gesamten Werks

Häufig wird auch nach der Bedeutung und Durchführung bestimmter Motive gefragt, z. B. dem Motiv der Mühle im Roman ‚Die Deutschstunde‘ von Siegfried Lenz (s. Thementyp 2). Oder es geht um das Herausarbeiten eines durchgängigen Problems (s. Thementyp 3). Mögliche Gliederung:

Einleitende Aussagen zum vorliegenden Text, zum Motiv, zu einer Besonderheit des Autors oder seines Werks je nach der Themenstellung.
‚Festmachen‘ des Problems an einzelnen Textstellen, die Sie entsprechend Ihrem Argumentationsgang schrittweise heranziehen. (Z. B. müßten Sie die phasenweise Ver-stärkung der ‚inneren Emigration‘ Werthers an ausgewählten Textstellen zeigen.)
Besondere Einzelaspekte, wenn nötig.
Zusammenfassende Stellungnahme.

(Mögliche Zusätze wie oben.)

Vermeiden typischer Fehler

Keine Verwechslung zwischen Autor und erzählendem Ich, sofern es sich nicht um eine Autobiographie handelt. 

Keine inhaltlichen Paraphrasen. Stets übergreifende Strukturen, Handlungsstränge suchen und zusammenfassend beschreiben.

Nicht undistanziert schreiben (also nicht: „Hier verändert sich die Situation des Erzählers“, sondern z. B.: „An dieser Stelle..., zu diesem Zeitpunkt...“)

Den Text nicht Satz für Satz durchgehen, sondern Abschnitte, Entwicklungsstationen suchen. Einzeluntersuchungen an den Gelenkstellen des Textes vornehmen, z. B. an Schlüsselsätzen.

Ihre Beobachtungen zu einem erzählenden Text entstehen in der Gegenwart, daher benutzen Sie in Ihrer Untersuchung immer die Präsensform.

Benennen Sie die Merkmale präzise - Sie sparen sich unnötige Worte. Allerdings muß Ihnen die Bedeutung eines Begriffs völlig klar sein. 

Bedienen Sie sich einer Zitiermethode, die den Schreibfluß nicht stört. Wörtliches Zitieren ist bei zeilenweisem Interpretieren sinnvoll, verkürztes Zitieren dann, wenn Sie z. B. inhaltliche Schwerpunkte nacheinander auflisten wollen. 

Belegen Sie alle Ihre Ergebnisse und Behauptungen am Text. Wenn Sie z. B. nur schreiben: „Das Gedicht ‚Prometheus‘ zeigt ein

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