In welchem Werk werden Meisteranker-Uhren produziert?

10 Antworten

Habe mir grad eine Meister Anker gekauft mit Quartz-Werk von Myota (Citizen), 10 Bar wasserdicht, tolles Lederband, schönes Chronographen-Zifferblatt. Den Preis darf ich gar nicht sagen, so günstig habe ich sie bekommen. Sie geht haargenau und ist ein echter Hingucker. Meister Anker war mal eine Quelle-Marke. Nach meinen Informationen wurden dort nie echte Valjoux-Werke, sondern chinesische Nachbauten verwendet. Mein Uhrmacher weigert sich, diese zu warten, weil er deren Qualität nicht über den Weg traut. Und auf ihn höre ich, weil er echt Ahnung hat.

Bis ca. 1987 wurden verschiedene mechanische Armbanduhren aus der Produktion VEB / GUB Glashütte und Ruhla in großen Stückzahlen über die Generalvertretung der DDR Uhrenindustrie, die Firma Manfred Raisch in Pforzheim verkauft. Diese Uhren kamen nicht nur unter der Quelle Hausmarke MEISTERANKER in den Verkauf, sondern unter anderem auch unter "Fantasiemarken" wie GENEVE oder CLIPPER wurden diese Uhren in fast jedem Kaufhaus angeboten. Besonders beliebt waren dabei die mechanischen Kaliber 09-20 aus Glashütte, ein Werk das über 3,3 Mio. mal gebaut wurde und die Quarz Kaliber aus Ruhla. Übrigens, fast alle MEISTERANKER Wecker vor 1985 sind auch aus Ruhla Produktion. Die "DDR"-Massenprodukion hat mit der Manufactur Glashütte wie man sie heute kennt nichts gemeinsam.

Nichts gemeinsam? Es ist der gleiche Betrieb!!!

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Eine Uhr die es bei Preisen ab 2 EUR gibt kann es sich nur um Chinesische Billiware handeln. Da es sich wohl nur um Quarzuhren handelt sollte das aber kein Problem sein.

Ich kann die Kritik an solchen Uhren die immer wieder aufkommt aber nicht immer verstehen, wenn die Batterie leer ist fliegt die eh in den Müll (natürlich korrekt entsorgt) und wenn die ein oder zwei Jahre hält... hat sich doch gelohnt.

Habe im UHRFORUM eine Meisteranker-Herrenuhr mit dem schweizer Qualitätswerk Valjoux 7730 gekauft.Die Uhr ist ca.40Jahre alt und läuft mit Handaufzug problemlos genau!War selber 32 Jahre Quellemitarbeiter;deshalb wollte ich eine Erinnerung.Also Meisteranker hat nicht nur BILLIGUHREN eingeschalt,sondern die unterschiedlichsten Kaliber.Gruss.

Waren denn ALLE Uhren von Meisteranker (der alten Firma, vor der Wende) aus DDR-Produktion?Immerhin hatte Quelle jahrelang eine sehr gut gemachte erschwingliche Variante des Porsche-Chronographen im Programm. Mattschwarz und mit dem anerkannt soliden ETA7750 Automatik-Kaliber ist diese Meisteranker KEINE Billigst-Uhr gewesen (um 1976 ca. 298DM?), wird allerdings heute extrem überhöht in Auktionen angeboten.Mir fehlt sie in meiner Chronographen-Sammlung, weil ich damals lieber auf Citizens 8110A vertraute.Das ehemalige Schnäppchen soll wirklich aus den VEB-Werken stammen; wie kamen die denn an die Schweizer Kaliber heran? Selber machen konnten die das komplizierte Werk damals bestimmt nicht, schon wg. der Patentlage.Dass RUHLA unter dem eigenen Namen in BRD-Versandhäuser simple Uhren anbot, war immer offensichtlich. Bei Meisteranker und deren Bandbreite an preiswerten UND auch teuren Komplikations-Uhren bin ich heute noch am Staunen, dass die allesamt aus dem 'Kommunisten-Valjoux'-Tal stammen sollen..

MeisterAnker war niemals eine Firma sondern es ist ein Uhrenmarke, die früher dem Versandhaus Quelle gehörte und heute dem Versandkonzern Klingel.

Unter der Marke MeisterAnker wurden und werden Uhren unterschiedlichster Herkunft verkauft. Wenn Du eine MeisterAnker mit einem Valjoux-Werk hast, dann wurde die Uhr nicht in der DDR hergestellt.

Dein Staunen über das "Kommunisten-Valjoux" kannste stecken lassen. Die Ost-Hersteller haben bis 1990 keine schweizer Werke verbaut. Der Ost-Hersteller Ruhla hat eigene Werke und in geringem Umfang importierte sowjetische Werke verbaut. Der Ost-Hersteller Uhrenwerk Glashütte hat immer ausschließlich eigene Werke verbaut.

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