Was sagt das Gedicht von Ulla Hahn "Bildlich gesprochen" aus (es steht nichts genaues im Internet)?

1 Antwort

Zuerst: Das lyrische Ich, wohl eine Frau, liebt den Partner scheinbar so sehr, dass es sich ihm vollständig anpasst, Die Metaphern der anscheinend unendlichen Liebe zeigen aber bald verstörende Züge: Sandburgen sind vergänglich; Pflanze ausgraben heißt ja auch, sich als Herr über die Pflanze aufzuspielen; Feuer ist dann schon negativ, zerstörerisch. 

Am Ende kippt es: Die Wünsche sind nun ganz negativ. Der Mann soll in den Untergang gezogen oder gar "abgeknallt" werden. 

Hinter den scheinbar guten Wünschen stehen als versteckte Rache-, Straf und Gewaltfantasien. Eine Frau bricht aus der Unterordnung, die sie lange hingenommen hat, aus. Sie schafft es aber nicht, eine gleichberechtigte Partnerschaft zu denken, sondern sie dreht einfach den Spieß um und fantasiert sich als die Mächtige, Strafende. 

Vielen Dank! Was ist jedoch die kernaussage? Also was sagt das Gedicht aus?

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@stuttgart166

Kernaussage steht in meinem letzten Absatz. Oder kürzer: Aus liebender Unterordnung können Gewaltfantasien entspringen. 

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