Was bedeutet die trikotnummer beim Fußball?

6 Antworten

Früher hatte man mal relativ feste Zuordnungen der Nummern zur Spielposition. Da war zum Beispiel die 10 meist der Spielmacher im Mittelfeld und die 5 der Libero.

http://de.wikipedia.org/wiki/WM-System

Heute sind die Spielsysteme viel unterschiedlicher und die Nummern werden unter Umständen für alle Spieler für die gesamte Saison vergeben. Ein bestimmtes System muss es dafür nicht geben. Sie könnten die Nummern auch nach dem Alphabet vergeben. Manche, die sich als Spielmacher verstehen, möchten halt immer noch gern die 10 haben.

Die Rückennummern dienen eigentlich nur der Identifizierung der Spieler durch den Schiedsrichter. Damit er bei einem Foul oder anderen Situationen die in den Spielbericht gehören erkennen kann wer das war.

Früher gab es keine Namen auf den Trikots und oft sind diese für den Schiedsrichter aus einer gewissen Entfernung nicht erkennbar.

Heutzutage sind die Nummern nicht mehr so wichtig, da auch die Schiedsrichter durch die mediale Präsenz des Fussballs die Spieler am Gesicht erkennen können, aber es dient rein der Erkennung.

P.S. Die Spieler werden nämlich schon im Jugendbereich mit der Rückennummer (die wechseln kann von Spiel zu Spiel) im Spielbericht erfasst, damit evtl. Sperren, gelbe Karten etc. weitergegeben werden können.

Im Fußball wurden Rückennummern nach einigen Quellen erstmals am 25. August 1928 in England in den Spielen des FC Arsenal gegen Sheffield Wednesday und das des FC Chelsea gegen Swansea City verwendet. Andere Quellen führen das englische Pokalfinale 1933 zwischen dem FC Everton und Manchester City als erstes Fußballspiel mit Rückennummern, wobei die Spieler von Everton die Nummern 1 bis 11 und die Spieler aus Manchester die Nummern 12 bis 22 trugen.[1][2] Weitere Quellen postulieren die Nutzung von Rückennummern in Australien bereits ab dem Jahr 1911, als die Sydneyer Mannschaften von Leichhardt und HMS Powerful erstmals Rückennummern trugen, was ab 1912 bei allen offiziellen Wettbewerben des australischen Bundesstaates New South Wales Pflicht wurde.[3] Für internationale Spiele waren ab 1939 für alle Mannschaften Rückennummern von 1 bis 11 vorgesehen, wobei die Nummern Hinweise auf die Positionen der Spieler im taktischen 2-3-5-System gaben: 1: Torwart 2 und 3: Verteidiger 4 und 6: Außenläufer (Stellt im Zweikampf den Spielmacher (Nr. 10).) 5: Mittelläufer 7: Rechtsaußen 8: Halbrechter 9: Mittelstürmer 10: Halblinker (Spielmacherposition) 11: Linksaußen In den aktuellen Spielsystemen, wie im 4-1-2-1-2 z.Bsp., sieht die Verteilung eher so aus: 1: Torwart 4 und 5: Innenverteidiger 2 und 3: Außenverteidiger 6: Zentral defensives Mittelfeld 7: Rechtes Mittelfeld 8: Linkes Mittelfeld 9: Stürmer 10: Zentral offensives Mittelfeld (Spielmacherposition) 11: Stürmer Später war die Rückennummer nicht mehr an eine Position gebunden. Beispielsweise vergaben die Niederländer (mit Ausnahme der Nr. 14 für Johan Cruyff) bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1974 in Deutschland und die Argentinier 1974 (mit Ausnahme der Nummern 1, 12 und 21 der Torhüter) und 1978 sowie 1982 (mit Ausnahme der 10 für Diego Maradona) die Rückennummern alphabetisch. 1986 machten die Argentinier Ausnahmen für Daniel Passarella (Nr. 6), Diego Maradona (Nr. 10) und Jorge Valdano (Nr. 11). 1990 gab es noch eine Mischung von alphabetischer Nummerierung und Ausnahmen, erst 1994 wandten auch die Argentinier das übliche System der Nummerierung der Stammkräfte an. Im deutschen Fußball wurden Rückennummern erst zur Saison 1948/49 eingeführt. Der 1. FC Nürnberg verzichtete trotzdem zunächst auf Rückennummern und übernahm diese erst 1951. Bis einschließlich 1994/95 gab es in den deutschen Vereinen keine festen Rückennummern, so dass in der Anfangself an jedem Spieltag die Rückennummern von 1 bis 11 vertreten waren. Erst einige Jahre nach der Einführung fester Rückennummern gingen die Vereine dazu über, zusätzlich auch die Namen der Spieler auf die Trikots zu drucken. Auch im modernen Fußball werden einige Rückennummern häufig noch mit Bezug zu bestimmten Positionen vergeben. Die Rückennummer 1 bekommt in der Regel ein Torwart, in den meisten Fällen der Stammtorhüter des Teams. Als „Sechser“ wird oftmals ein defensiver Mittelfeldspieler bezeichnet, der jedoch selten die Rückennummer 6 trägt. Die „10“ wird häufig an einen zentralen offensiven Mittelfeld-Spieler vergeben. Die Rückennummer „9“ und „11“ werden auch heute noch häufig an Stürmer vergeben. Die Wahl der Rückennummern unterliegt bestimmten Einschränkungen. International sind grundsätzlich nur maximal zweistellige Rückennummern erlaubt. Eine Ausnahme machte die FIFA für Andreas Herzog in seinem 100. Länderspiel, das er mit der Rückennummer 100 bestreiten durfte. Bei internationalen Turnieren wie Weltmeisterschaften oder Europameisterschaften sind seit 2008 fortlaufende Rückennummern vorgeschrieben.[4] Die Deutsche Fußball Liga legt den Vereinen der Fußball-Bundesliga und 2. Fußball-Bundesliga grundsätzlich nahe, eine durchgehende Nummerierung der Rückennummern vorzunehmen, so dass die höchste Rückennummer in Relation zur tatsächlichen Größe des Spielerkaders steht. Ein Verbot für hohe Rückennummern gibt es jedoch nicht. Mit der Rückennummer „77“ trug Andreas Görlitz in Diensten des Karlsruher SC während der Saison 2007/2008 die höchste jemals vergebene Rückennummer im deutschen Profifußball. Im Fußball ist die Größe und Position der Rückennummer in der Regel genau geregelt. Zum Beispiel verfügte die FIFA für die Weltmeisterschaft 2006, dass die Nummern zwischen 25 und 35 Zentimeter groß sein mussten, sowie sich farblich deutlich von der Trikotfarbe abzusetzen hatten. Zur Überprüfung hatten die teilnehmenden Verbände Mustertrikots vor dem Turnier einzusenden. Die Rückennummern werden seit einigen Jahren nicht mehr nur auf der Rückenseite des Trikots, sondern zunächst auch auf der Vorderseite der Hosen (bei Weltmeisterschaften erstmals 1974) und dann auch auf der Vorderseite der Trikots (bei Weltmeisterschaften erstmals 1994) getragen. Dies soll die Arbeit des Schiedsrichtergespanns erleichtern.

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