Wann genau zeichnet man in Chemie den "Keil", Lewis Formel oder räumliche Struktur?

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1 Antwort

Der Keil in HCl hat nichts mit der räumlichen Struktur zu tun. Er soll dort lediglich die unsymmetrische Elektronenverteilung (-> Dipol) veranschaulichen.

Für die räumliche Darstellung benutzt man ausgefüllte Keile (gehen aus der Tafelebene heraus -> "nach vorne") und gestrichelte Keile (gehen in die Tafelebene hinein  -> "nach hinten"). 

Beispiel: Methan 

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/5/5d/Methan_Keilstrich.svg/120px-Methan_Keilstrich.svg.png

Warum sind die Keile jetzt aber sorum, dass die größere Seite des Keils beim H ist ? Ich hab das anders herum gelernt.

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@lateinchiller

Du darfst die Keile beim Methan nicht mit den Keilen vom HCl verwechseln. Das ist komplett etwas anderes. Beim HCl schreibt man selten diesen Keil um zu zeigen, dass die Elektronen mehr beim Cl als beim H sind.

Normalerweise benutz man diese Keile aber um die räumliche Struktur anzugeben. Dort haben sie nichts mit der Elektronenverteilung bei den Bindungen zu tun. Der gestrichelte Keil zeigt dir, dass diese Bindung zum H nach hinten zeigt. Der fette Keil, dass die Bindung zum H nach vorne zeigt. Die normalen Striche sind Bindungen, die weder nach vorne, noch nach hinten zeigen, also in der Tafelebene liegen. Der Keil zeigt auf das Atom, von dem die Bindung nach vorne bzw. hinten zeigt.

Siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Keilstrichformel

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Achso, das wusste ich nicht. Vielen Dank. Woher kann ich immer genau erkennen, was der Keil dann für einen Zweck haben soll ?

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