Unterschied Emo, Gothic, Punk

7 Antworten

Emo hat, im Gegensatz zu Gothic oder Punk, seine Wurzeln in vielen Elementen anderer Subkulturen. Während der ursprüngliche Emo nicht ansatzweise so aussah wie das, was man heute als emo kennt, entwickelte er sich sogar aus dem hardcore punk, mit dem er musikalisch noch leichte Gemeinsamkeiten trägt. So ist "emocore" als Musikrichtung beispielsweise eine Mischung aus Pop und Hardcore, die von vielen Hardcorefans geächtet wird. Der moderne Emo ist ein Sammelsurium aus verschiedenen Subkulturen, dessen Stilelemente sich aus verschiedenen musikalischen Vertretern insbesondere des Emocore gebildet haben. Emo stellt sich zumeist aus einer Mischung an einfachen Symboliken wie Sternen, Herzen oder generell verniedlichten brutalen Dingen (oder umgekehrt) dar, während die Farben wirklich oft in schwarz und pink zu suchen sind. Nicht zu verwechseln mit "Scene", einer rein auf das äußerliche bezogenen Subkultur, die sich aus dem Emo entwickelte.

Punk enstand in den 80ern als Gegenbewegung zu den prädominanten Hippies, bzw. als Versuch der Jugend, etwas Neues zu starten. Anfangs einfach gegen alles entwickelten sich späterhin politische Züge, die man insb. aus dem anarcho punk oder einigen linksradikalen politischen Vertretern heraushören kann. Im Gegensatz dazu steht der absolut unpolitische Oi!. Punk zeigte sich insb. anfangs ohne Konventionen und musikalisch auf Krach bedacht, hat aber über die Jahre oft eine gewisse Uniformierung erreicht. Bekannt sind die klassischen Haarschnitte wie der Chelsea, der Iro, Uppercut, Undercut, die "Sonne" u.Ä. zu einem bunten Stil, insb. auf Haare bezogen, und Ramones-artigen Lederjacken. Tatsächlich sucht der punk jedoch keine Konventionen im Aussehen, sondern eine Rebellion, und lässt sich wieder in viele kleine Elemente aufbröseln.

Gothic entwickelte sich ebenfalls in den 80ern aus dem Punk heraus und ist eine eher "düstere" und "todbezogene" Stilrichtung. Heutzutage durch "cybergoth" nichtmehr ausschließlich schwarz war gothic früher insb. auf industrial bezogen nicht so massenkompatibel wie heute und doch recht exklusiv und stiltechnisch extremer,- so waren damals hüftlange, nach oben toupierte Haare die Regel. Heutzutage lässt sich gothic sehr breit fassen und zumeist nur durch die Liebe zum Makaberen und bestimmte Musik zusammenfassen. Dabei auch zu unterteilen in Cyber, generellen Goth und Mittelalter-Gothic.

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google hilft wie immer

Emo (emotional Hardcore) bezeichnet ursprünglich ein Subgenre des Hardcore-Punk, auch Emocore genannt, das sich durch das stärkere Betonen von Gefühlen wie Verzweiflung und Trauer sowie durch die Beschäftigung mit persönlichen Themen wie Liebe und Freundschaft auszeichnet.

Die Gothic-Kultur ist eine vielseitige Subkultur, die ab Anfang der 1980er Jahre stufenweise aus dem Punk- und New-Wave-Umfeld hervorging und sich aus mehreren Splitterkulturen zusammensetzt. Sie existierte in den 1980er und 1990er Jahren im Rahmen der Dark-Wave-Bewegung und bildete bis zur Jahrtausendwende den Knotenpunkt der sogenannten Schwarzen Szene.

Das Basiselement, das die Entwicklung der Gothic-Kultur ermöglichte, war das Zusammenwirken von Musik (Gothic Rock), Faszination an abseitigen Themen wie Tod und Vergänglichkeit sowie einer daraus resultierenden Selbstinszenierung. Wesentlichen Einfluss nahmen hierbei Literatur und Film („Gothic Fiction“), deren Thematik das Erscheinungsbild der Szene zum Teil maßgeblich prägte.

Die Anhänger der Gothic-Kultur werden länderübergreifend als Goths bezeichnet, obgleich diese Bezeichnung innerhalb der Szene eher selten Anwendung findet, bei vielen Szene-Angehörigen gar auf Ablehnung stößt und häufig hinterfragt wird. Gründe hierfür finden sich im Versuch der Wahrung der eigenen Individualität.[1]

Im letzten Jahrzehnt erfuhr die Bezeichnung Gothic eine Zweckentfremdung als Vermaktungsetikett durch die Musikindustrie, aber auch durch die kommerziellen Medien, wodurch sich ein weiterer Grund für die Ablehnung als Szene-Namen entwickelte. So wurden immer häufiger Bands szenefremder Musikkulturen, wie Metal, Mittelalterrock, Neue Deutsche Härte oder Visual Kei, als Gothic vermarktet, während das Zentrum der Gothic-Bewegung schrittweise ins Abseits geriet.

Punk ist eine Jugendkultur, die Mitte der 1970er Jahre in New York und London entstand. Charakteristisch für den Punk sind provozierendes Aussehen, eine rebellische Haltung und nonkonformistisches Verhalten.

Der einzelne Angehörige dieser Subkultur nennt sich ebenfalls Punk (Plural: Punks) oder auch Punk-Rocker; deutsche Bezeichnungen sind auch Punker und für weibliche Punks (selten) Punkette.

Quelle wikipedia.org

Danke! Das hab ich auch gelesen, allerdings sind für mich Emos und Gothic ja wohl nicht so weit auseinander, oder?

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@Brachypelma

Emo ist eine Jugendkultur, Gothic ist eine Lebenseinstellung, eine Lebenseinstellung von Menschen, die distanziert von gesellschaftlichen Normen und Werten leben, selbst ohne diese zumeist tolle Menschen sind, die oft sehr kreativ sind, einen Hang zur Mystik, Fantastik und vor allem Romantik haben und daher des Öfteren etwas realitätsfremd und verträumt wirken. Und ja, das Schwarz steht tatsächlich für eine Abgrenzung. Allerdings nicht im pubertären Sinne, sprich, es geht nicht darum, gegen die Eltern zu rebellieren oder aufzufallen und sich vom Durchschnitt abzuheben. Nein, es ist eine Abgrenzung von den hohlen, oberflächlichen und egoistischen Denkweisen der "Norm", daher sind viele Szene-Mitglieder auch 40 oder sogar 50+. Oft gefällt ihnen die Farbe auch. Mir beispielsweise steht nur Schwarz ;-)

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emo - ritzen heulen

goth - satan

punk: Die meisten Leute verbinden mit "Punks" irgendwelche dreckigen, saufenden und gewalttätigen Typen, die auf der Straße rumhängen und Leute anpöbeln... und für viele ist gleich jeder ein Punk, der sich die Haare irgendwie bunt macht. Aber hinter Punk sein steckt mehr! (klar können Punx auch saufen und mal ausrasten, aber das ist doch keine besondere Punk-Eigenart, oder?)

Punk sein bedeutet z.B. auf jeden Fall tolerant zu sein und sich für seine Meinung einzusetzen. Natürlich könnte man jetzt sagen: "Hey, toll, ich bin ein Punk, weil ich ne tolle entsprechende Einstellung hab." Aber was bringt einem eine Einstellung, wenn die Anderen nichts davon mitbekommen? Wer Punk ist, will der Welt mitteilen, was er will, als Punk setzt man sich öffentlich für seine Ziele ein, ohne sich von anderen beeinflussen oder irritieren zu lassen.

Aus diesem Grund färben sich die meisten Punks die Haare und ziehen sich nicht wie Otto Normalo an. Um aufzufallen, und den anderen zu zeigen, dass sie anders denken. Denn Punk sein heißt auch, sich den Andersdenkenden nicht anschließen zu wollen, und sich nicht anzupassen.

Ein ganz wichtiger Punkt ist aber auf jeden Fall: GEGEN NAZIS zu sein! Und sich auch dafür einzusetzen. Kein Punk ist rechtsradikal!

Punks haben ihre eigene Musik – Punkrock!! Punk ist laut, wütend und Punksongs haben Inhalt! Bei Punk wird immer kritisiert, deswegen hören sich Punx auch nicht allzu gerne so trallalla-Liedchen ála Britney Spears an... einfach zu synthetisch und lieb, zu unpersönlich.

(Quelle : lizzynet.de)

hinter punks steckt mehr als nur saufen,gewalt,... aber hinter emos nur heulen und ritzen und goth beschreibst du allein mit dem wort 'satan' ?

ich teile zwar deine ansichten bei den punks aber sonst...

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Dein wissen bezieht sich wohl nur auf Punks, goeth kann man nicht mit Satan beschreibe und Emos sind nicht gleich Menschen die sich ritzen und nur depri sind. Das sind wenn man es so nimmt Klischees und die stimmen einfach null, nicht jeder emo ritzt sich und is traurig und goeth hat nicht unbedingt was mit satan zu tun

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Die schönen Labels! Heutzutage werden diese Labels ja in erster Linie von Jugendlichen benutzt, die sich dadurch eine Identität schaffen wollen um zu zeigen, daß sie sich von der Masse unterscheiden. Wo jetzt der hauptsächliche Unterschied zwischen diesen 3en liegt, ist in erster Linie die Zeit, in der sie jung waren. Eine Weile waren Punks cool, dann Goths, dann Emos. Andere Namen, kleinen Unterschiede im Outfit (Punks mit Stacheln und Stiefeln, Goths in Schwarz, Emos mit EmoHaaren und engen Jeans) und ansonsten das gleiche: Jugendliche die versuchen anders zu sein in dem sie alle dem gleichen Trend folgen.

Interessante Sichtweise. Ich bin jedoch der Meinung, das du damit in gewisser Weise falsch liegst. Die 3 Unterscheiden sich vorallem durch Musik und die eigene Einstellung. Das man sich damit nur von der Masse abheben will, ist an den Haaren herbei gezogen. Wenn Gothic quasi "Mainstream" werden würde, wäre Ich trozdem noch Goth. Die Leute die es tatsächlich nur machen um anders zu sein, haben dort eh nichts zu suchen. LG

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