The Man in the high Castle Erklärung Ende?

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Der Film beschreibt die Überzeugung eines Japaners, dass den Dingen eine Kraft innewohnen kann, die von demjenigen kommt, der sie geschaffen hat (Szene mit dem Amulett Sitting Bulls). Der Handelsminister hält in dieser Szene das Herz in den Händen und visualisiert die Liebe, mit der es geschaffen wurde.

Der Mann im hohen Schloss ist meiner bisherigen Interpretation nach Hitler (er lebt ja auch wortwörtlich in einem hohen Schloss und besitzt dutzende dieser Filme).

Nun zum Handelsminister und den Filmen: Ich glaube, dass es in dem Universum, in dem The man in the high castle spielt, mehrere Universen gibt, in denen die Geschichte jeweils anders verläuft. Woher die Filme kommen ist unklar, wie sie entstanden sind auch, aber man weiß, sie dienen als Fenster in diese anderen Universen. Sprich, dass, was man in den Filmen sieht, ist zwar genauso real, wie die Realität, in der die Charaktere handeln, aber der gravierende Unterschied ist, dass diese Geschichten eben in anderen Universen geschehen/geschehen werden/schon geschehen sind.

Ich denke, dass es zwei Personen gibt, die entdeckt haben, dass die vermeintliche Wirklichkeit in Wahrheit relativ ist und es unendlich viele "Wirklichkeiten" gibt

Der erste ist Hitler. Wahrscheinlich ist, dass ihm ein solcher Film zufällig in die Hände gekommen ist. Während seine Berater denken, dass es sich um professionelle Propaganda handelt, hat er bemerkt, dass mehr dahinter stecken muss. Mit der Zeit gelangen immer mehr Filme zu ihm und er sieht Szenen, die eindeutig beweisen, dass es sich nicht nur um einfache Filme handelt. Er sieht seinen eigenen Untergang, den Triumpf der Alliierten und vielleicht sogar das Resultat eines Krieges zwischen Deutschland und Japan... Jedenfalls sind all dies Dinge, die gar nicht sein können, weil z.B. auftretende Personen wie Churchill oder Stalin längst von ihm eleminiert wurden.

Die zweite Person ist er Handelsminister. Er kennt zwar die Bedeutung der Filme nicht, spürt jedoch mit seinem durch den Buddhismus geschulten Geist, dass die Wirklichkeit der Relativität unterliegt und es dadurch mehr als nur eine Wirklichkeit geben muss. Am Ende gelingt es ihm durch tiefe Meditation seine Realität zu verlassen und in ein Universum zu reisen, welches dem unseren zu entsprechen scheint (Kuba Krise 1968, Kennedy usw.).

Aber das sind alles nur Spekulationen meinerseits.

Gruß

Dass der Mann im hohen Schloss Hitler ist, ist ja nun geklärt. Zu dem Handelsminister: Das System in der Serie ist ein Modell der Paralleluniversen; die Handlungsstränge und somit die Zustände der Universen entspringen alle einem Urzustand/-punkt. Durch alle Handlungen innerhalb eines Universums, die sich von denen anderer Universen unterscheiden, und somit andere Resultate hervorbringen, unterscheidet sich der neue Zustand von Universum zu Universum. Das kann durch kleine Vorfälle passieren, wie zB: Joe fällt auf der Fahrt in die neutrale Zone in einen Sekundenschlaf, baut einen Unfall und stirbt. Von diesem Zustand verläuft die komplette Handlung anders, als wenn Joe lebt. So verstricken sich Zustände der Universen über ein gigantisches Netz von unabhängigen Realitäten.

Grüße


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