Stall gemeinsam führen?

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3 Antworten

die arbeit untereinander aufteilen ist wahrscheinlich die einfachste sache. das wichtigste ist, was passiert im streitfall? auch wenn man ähnliche vorstellungen hat, sieht es im alltag doch ganz schnell anders aus.. da kommen meinungsverschiedenheiten auf, daraus wird streit, einer will aus der gemeinschaft raus.. oder 2 wollen dass einer geht.. was macht ihr in so einem fall? meiner erfahrung nach funktioniert das ganze nur, wenn man eine person festlegt, die die ganze sache leitet. es können ja alle ihre ideen einbringen, vorschläge machen und gestalten. aber einer muss halt das sagen haben wenns wirklich zum ernstfall kommt. auch wenn ihr euch aktuell noch so super versteht, setzt euch mit einem anwalt zusammen und arbeitet einen fairen vertrag aus, der eben auch den streitfall beinhaltet. alles muss haargenau durchgesprochen und abgemacht werden, damit man am ende eben nicht dumm da steht.

auch das finanzielle sollte genau geklärt sein. so ein eigener stall kostet meist deutlich mehr als eine pensionsbox. heu,stroh,futter,instandhaltung,strom etc ist klar.. aber wer bezahlt  z.b. die versicherungen? wer kommt dafür auf, wenn ein pferd durch den zaun geht und man nicht weiss welches es war? was wenn es streit gibt, weil einer mehr heu verfüttert als der andere und der nicht einsieht das gleiche für weniger zu zahlen?

das sind alles dinge, die im alltag aufkommen werden.
wünsche euch viel glück bei dem gemeinsamen projekt

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Kommentar von Mikado13
25.08.2015, 12:54

Ok, danke. Hoffentlich erklärt sich ja doch jemand bereit, das ganze zu übernehmen - nur ich möchte das ungern machen, da ich von uns die jüngste bin, noch studiere und von diesen Dingen noch am wenigsten Erfahrung habe. Wie es im Streitfall aussieht, werden wir auf jeden Fall genau durchsprechen. Versicherungen ist ein guter Punkt, der blieb bei unseren Überlegungen bisher recht außen vor.

Bin aber eigentlich recht guter Dinge, da wir alle recht vernünftige und zuverlässige Menschen sind :)

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Hallo Mikado13.

Ich kann deine Situation wirklich verstehen. Ich habe mit meiner alten Stute ständig den Stall gewechselt weil immer was anderes war was auf einmal nicht passte. Schlechte Heuqualität, zu wenig Heu, zu wenig Auslauf, Pferde stehen nur im Schlamm, Versprechungen werden nicht eingehalten, Miete wird immer teurer und und und.

Meine beste Freundin war zwar immer an einem anderen Stall, war dort aber auch nicht vollends zufrieden.

Wir suchten nach Wiesen die wir kaufen oder pachten können, stellten aber ziemlich schnell fest dass man dort meist keine Ställe bauen darf....

Durch Zufall sprach uns selbst ein Bauer der davon gehört hat dass wir was für unsere Pferde suchen. 2 ha große Wiese mit Weideunterstand und Scheune für Heulagerung. Den Weideunterstand durften wir vergrößern und renovieren. Seit 5 Wochen sind wir in unserem Stall und es ist einfach herrlich! Herrlich ruhig! Herrlich entspannt!

Wir teilen geldlich natürlich ALLES genau auf.

Arbeit macht derjenige der grade mehr Zeit hat und eher da ist.

Mein Freund übernimmt die Koppelpflege und die Reparaturen.

Ich kenne meine Freundin allerdings auch über 10 Jahre und wir wollten schon immer unsere Pferde genau gleich und super artgerecht halten.

Das ist eine ganz wichtige Voraussetzung, die scheint bei euch ja schonmal gegeben zu sein :)

Ich würde auch, wie DeinName schon sagte, einen Vertrag aufsetzen wo die wichtigsten Dinge geregelt sind. Wie wird gezahlt, wie wird die Arbeit aufgeteilt, wer zahlt falls XY eintritt, was passiert wenn einer gehen möchte.

So seid ihr auf der richtigen Seite.

Trefft euch mal und sprecht ALLES ab. Es gibt so viel zu klären. Wo kommt Heu und Einstreu her, wer holt den Mist ab, wie wollt ihr die Zäune gestalten (vielleicht sind kleine Ponys dabei die einen sichereren Zaun benötigen), wollt ihr 24h Weide machen und wenn nicht, wer macht die Wiesen auf und zu, wollt ihr 24h Heu füttern und und und.

Denkt bitte auch an einen befestigten Paddock. Nichts ist schlimmer als dass die Pferde im Winter nur im Schlamm versinken.

Viel Glück und Spaß, ich würde es DEFINITIV machen.

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Also ich bin jetzt diese Woche noch in einem Privaten Stall und damm ziehe ich in Vollpension! Wir hatten 8 Pferde 4 Besitzer und eine RB. Zudem zwei Männer die Heu fahren und sich um anfallende Dinge gekümmert haben. Also wenn was zu reparieren War oder wenn die Koppeln gepflegt werden müssen und und. Also Punkt eins macht euch einen genauen Plan, wer wann Dienst hat, also wer an welchem Tag Mistet und füttert und das sollte dann auch ziemlich fest sein. Und sprecht euch wirklich genau ab, wann wer im Urlaub ist und wer in dieser Zeit Mistet. Macht euch im März schon Termine für dem Koppel Bau und für die Pflege der Koppeln. Wenn ihr keinen Arbeitsplan macht wird das im Chaos enden und der ein oder andere ist sauer weil er mehr macht. 10 Pferde sind eine Riesen Aufgabe für 3 Personen. Zudem muss immer mal wieder was erneuert werden und so weiter. Ich weiß nicht wie es mit dem Heu aussieht, bekommt ihr das geliefert? Wie macht ihr das mit dem Futter? Bekommen alle das selbe? Im Offenstall ist es sehr schwierig, jedem Pferd was anderes zu füttern.wir haben das so geregelt das die Pferde alle eine Schaufel Kraftfutter bekommen haben und wer was anderes oder extra Füttern will, hat es selbst gemacht. Wer kümmert sich um die Versicherungen und die Abwicklung der Pacht,? So eine Stall Führung braucht eine gute Planung, sonst geht es in die Hose. Dann solltet ihr auch planen wie ihr anfallende Anschaffungen bezahlt, es geht immer mal wieder was Kaputt oder muss erneuert werden, da muss geklärt sein wie ihr das zahlt. Ihr solltet ein Konto für den Stall einrichten, wo ihr z.b eine Einstellergebühr und noch was extra jeden Monat drauf überweist. Damit Futter und allesmögliche Bezahlt werden kann. Lg

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