Spiegelverkehrt

8 Antworten

Menschen vergleichen sich mit ihrem gegenüber gespiegelten Bild, indem Sie das Spiegelbild gedanklich in der vertikalen Achse um 180 Grad drehen und neben sich positionieren, damit beide Objekte in die gleiche Richtung schauen. - Und tatsächlich: die Seiten Rechts und Links sind vertauscht, oben und unten ist unverändert!

Merke: Bild seitlich gekippt und neben dem Original platziert = rechts und links sind vertauscht, oben und unten ist unverändert.

Viele ahnen es wohl schon: Es handelt sich hierbei nur um eine von zwei gleichberechtigten(!) Vergleichsmöglichkeiten, für die wir uns unbewusst entscheiden. Zumal das Wissen um die andere Option hierbei meist sogar vollständig fehlt. Wir sind geprägt von den - vermeintlich unveränderlichen - Bezugspunkten Erde (unten) und Himmel (oben). Ein Haus, einen Menschen oder sonst was (auch nur gedanklich) über die horizontale Achse zu kippen, dafür gibt es in unserem Alltag einfach keinen Grund.

Den Beweis für meine These lässt sich sehr einfach führen: Das Spiegelbild wird jetzt mal bewusst(!) gedanklich andersrum, also in der horizontalen Achse um 180 Grad gedreht und über (oder neben) dem Original platziert. Und tatsächlich: Jeder Betrachter sieht nun, dass ausschließlich oben und unten vertauscht ist!

Für eine bessere Verständlichkeit kann man auch mit einem originalen sowie spiegelverkehrten Bild (Foto oder Zeichnung) wie beschrieben hantieren. Und wenn das Bild keinen Menschen, sondern z.B. ein Quadrat mit verschiedenfarbigen Seiten zeigt, wird alles noch klarer.

Übrigens zeigt ein Spiegelbild IMMER eine vertauschte Vorne-Hinten-Perspektive: JEDES Spiegelbild von der Rückseite betrachtet entspricht dem Original! Und umgekehrt ist jedes Original rückseitig betrachtet ein Spiegelbild. Dies kann jeder mit ausreichend transparenten Bildern oder Zeichnungen selbst überprüfen.

Im Grunde vertauscht der Spiegel gar nichts. Er bildet ganz exakt jeden Punkt gegenüber der Spiegelfläche ab. Der scheinbare Unterschied zwischen dem rechts-links- und dem oben-unten-Verhältnis entsteht dadurch, dass wir uns zwar problemlos zur Seite drehen, aber uns nicht so ohne weiteres auf den Kopf stellen können. Falls wir es doch tun, vertauscht der Spiegel scheinbar oben und unten statt wie gewohnt links und rechts. Probiers mal aus.

Ergänzend dazu: Dass wir uns belibig drehen können, bewirkt, dass Rechts und Links relativ sind (hat zunächst nichts mit dem Spiegel zu tun). Oben und Unten dagegen sind zumindest auf der Erdoberfläche absolut. Die Sysmmetrieachse, auf dem das Bild gekippt wird, kann es immer nur einmal geben: Senkrecht oder waagrecht, je nach Betrachtung.

Im schwerelosen Raum, wo man sich beliebig drehen kann, vertauscht der Spiegel ggf. auch Oben und Unten.

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Das Spiegelbild vertauscht NUR vorne mit hinten! Und zwar in dem Sinne, dass durch das gegebene Prinzip von gespiegelten Objekten „Einfallswinkel ist gleich Ausfallswinkel“, sich zwangsläufig immer eine „rückseitige Perspektive“ ergibt. Also genau so, wie wenn man z.B. ein auf Glas gemaltes Bild von der falschen Seite betrachtet.

Um nun das gespiegelte Bild mit dem Original zu vergleichen, dreht man dieses üblicherweise so, dass die „Blickrichtung“ wieder übereinstimmt. Hierfür gibt es jedoch 2 gleichberechtigte Möglichkeiten: Das Spiegelbild wird horizontal ODER vertikal (um 180 Grad) gekippt. - Dem entsprechend ist dann rechts mit links ODER oben mit unten vertauscht!

Rechts mit links wird also nur dann vertauscht, wenn man sich – bewusst oder unbewusst – dafür ENTSCHEIDET, die Bezugspunkte oben und unten (anstatt rechts und links) beizubehalten.

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Hi, öh...ich habe da irgendwie ein Problem und zwar bin ich vor kurzem auf die Idee gekommen, dass ich vielleicht umtrainierter Linkshänder bin, denn ich habe früher das J spiegelverkehrt geschrieben und meine Schrift war grauenvoll! Sie sah in der Grundschue aus, wie ein rechtshänder, der mit links schreibt. Außerdem, als ich links und rechts zu unterscheiden gelernt habe, da haben mir alle immer gesagt, dass rechts die Hand ist mit der ich schreibe. "Ja, äh...mit welcher Hand schreibe ich denn?" Aber so genau weiß ich das nicht mehr. Ich habe keine Legasthenie, aber dafür extrem ADHS und Aufmerksamkeitsprobleme und solche Dinge halt, die auch oft bei Leuten auftreten, die umtrainiert wurden.

Deshalb mache ich jetzt verschiedene Übungen, weil ich beidhändig begabt sein möchte. Ich schreibe öfters mit der linken Hand. Natürlich bin ich darin nicht so gut, wie mit der rechten, aber eigentlich klappt es richtig gut. Wenn ich langsam schreibe, dann sieht meine linkshändige Schrift ganz normal aus. Auch beim Klavierspielen habe ich jetzt angefangen parallel mit gleichen Händen das gleiche zu spielen und außerdem das gleiche nur halt nicht parallel sondern spiegelverkehrt und außerdem spiele ich mit den Händen überkreuzt ( also linke Hand spielt den Part der rechten und umgekehrt). Und außerdem schreibe ich nicht nur mit links ganz normal, sondern auch manchmal von rechts nach links, und dabei drehe ich alle Buchstaben um, sodass der Text am Ende dann spiegelverkehrt dasteht.

Es heißt, dass umtrainierte Linkshänder wieder anfangen sollten mit links zu schreiben.

Aber woher weiß ich, ob ich wirklich Linkshänder bin? Ich mache für gewöhnlich die meisten Dinge mit rechts, also eigentlich alle. Ich darf doch nicht auf einmal anfangen mich umzutrainieren, wenn ich in Wahrheit gar nicht linkshändig bin.

Ich dachte mir, okay, dann werde ich halt jetzt einfach mal beidhändig begabt. Das ist kein Problem, es klappt eigentlich ganz prima. Ich habe auch mal die Maus vom Computer nach links gestellt.

Aber jetzt lese ich im Internet, dass es gar nicht so gut ist beidhändig begabt zu sein. Wie jetzt? Soll ich etwa wieder damit aufhören? Nicht dass ich da jetzt etwas total falsch mache!

Ich habe auf einmal irgendwie Angst bekommen, weil es heißt, dass es viele Probleme bei so etwas geben kann, also bei Beidhändigkeit oder Umtrainierung der Händigkeit, es sei denn man tut sich sozusagen umumprogrammieren, also wieder so, dass es richtig ist.

Aber wenn ich jetzt doch Rechtshänderin bin, dann müsste ich ja jetzt eigentlich Rechtshänderin bleiben, oder? Aber das will ich gar nicht! Die rechte Gehirnhälfte ist doch die stärkere, Linkshänder sind oft viel begabter. Ich will also Linkshänderin sein.

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