Selektion und Isolation

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Unter Selektion wird im Rahmen der Evolutionstheorie üblicherweise die sog. "natürliche Selektion" verstanden. Eine populäre Verkürzung dafür ist "Survival of the Fittest" (Überleben der Tauglichsten). Der Biologe Ernst Mayr hat sie so zusammengefasst:

Jede Spezies bringt weitaus mehr Nachkommen hervor, als von einer Generation zur nächsten überleben können. Alle Individuen einer Population unterscheiden sich genetisch voneinander. Sie sind den Widrigkeiten der Umwelt ausgesetzt, und fast alle gehen zu Grunde oder pflanzen sich zumindest nicht fort. Nur wenige - im Durchschnitt zwei Individuen je Elternpaar - überleben und bringen ihrerseits Nachkommen hervor. Diese Überlebenden sind aber keine Zufallsstichprobe aus der Population: Dass sie weiterleben können, haben sie zum Teil bestimmten Eigenschaften zu verdanken, die das Überleben begünstigen.

Bei der Selektion geht es also im Grunde darum, welche Individuen ihre Gene in welcher Häufigkeit in die nächste Generation bringen können. Dies seien überproportional die "Tauglichsten" (d.h. diejenigen, die am besten an ihre Umgebung angepasst sind).

Daneben kennt die Evolutionstheorie noch weitere Selektionen, z. B. die sexuelle Selektion. Das würde aber jetzt zu weit führen.

Isolation ist ein Evolutionsmechanismus, der bei der Artenbildung eine große Rolle spielt. Darwin beobachtete auf den Galapagosinseln die räumliche Isolation bei den sog. Darwin-Finken: Die Finken pflanzten sich nur auf ihren jeweiligen Inseln untereinander fort. Auf jeder Insel waren die Lebensbedingungen (z. B. die Nahrung) leicht unterschiedlich. Hierdurch entwickelten sich die Finken auf ihren jeweiligen Inseln auseinander. Sie waren ursprünglich mal alle gleich, doch nach vielen Generationen sahen die Finken auf der einen Insel anders aus als auf einer anderen.

Ganz typisch ist auch die reproduktive Isolation: Beispielsweise können sich Menschen nicht mit Schimpansen kreuzen. Dafür gibt es in der Natur unterschiedliche Mechanismen:

  • Entweder sind die Nachkommen einer solchen Kreuzung nicht überlebensfähig,
  • oder sie sind überlebensfähig, können aber selbst keine Nachkommen haben,
  • oder es findet keine Befruchtung statt,
  • oder die Kreuzung gelingt auf natürliche Weise nicht (z. B. weil die Geschlechtsorgane der Männchen der einen Art nicht zu den Geschlechtsorganen der Weibchen der anderen Art passen (d.h. es existieren Fortpflanzungsbarrieren).

Wesentlich für den Begriff der Isolation ist, daß die Änderung eines Merkmals (zB Schnabelform) VOR der Selektion und VOR der ISOLATION erfolgt. Die ursprüngliche Art der Darwinfinken hat (durch Mutationen) Varianten mit verschiedener Schnabelform hervorgebracht. Sie konnten sich aber nur auf den Inseln behaupten, deren Nahrungsangebot der Schnabelform entsprach.

Wenn nun weitere Mutationen die ISOLIERTEN Populationen der Darwinfinken so veränderten, daß sie mit den anderen Varianten keine fruchtbaren Nachkommen erzeugen konnten, dann wäre eine neue Art derFinken entstanden, etwa die Krummschnabel-Darwinfinken.

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Bei der Selektion werden Dinge (in der Biologie z.B. Nachkommen) aussortiert. Also z.B. in der Biologie wird durch das Selektionsverfahren nur die Starken Nachkommen überleben. Und bei der Isolation, naja das kannste dir ja denken oder googlen ;))

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