Schallisolierung:Steinwolle oder glatter Schaumstoff?

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4 Antworten

Ja, jetzt sind wir wieder bei dem Thema Schaumstoff / Steinwolle / Glaswolle und was nehme ich für den Schallschutz. Oh, die Rohdichte (Raumgewicht) in Kg/m3 wurde hier auch eingeworfen.

Als allererstes möchte ich mal feststellen, dass es egal ist welches Material eingesetzt wird. Jedes poröse Material kann Schall absorbieren. Mal schlechter mal besser.

So, Schaumstoff ist ein leichter Absorber und hat einigermassen eine akzeptable Absorptionsfähigkeit. Dabei ist es Egal wie die Oberfläche aussieht. Achtung das Zeug brennt, auch wenn es schwerentflammbar ist. Wenn es brennt dann brennt es.

Steinwolle wird im technischen Bereich als Absorber fast ausschließlich wegen dem Schmelzpunkt >1000°C eingesetzt. In der Regel wird eine Rohdichte von 40 Kg/m3 bevorzugt. Hier liegt der Strömungswiderstand bei ca. 8 KPa*s/m2. Der Strömungswiderstand eines Absorbers ist hauptsächlich für die Absorptionsfähigkeit eines porösen Dämmstoffs verantwortlich. Steinwolle brennt nicht.

Glaswolle wird vorwiegend im Hochbau eingesetzt weil es billig ist und hervorragende Wärmeisoliereigenschaften hat. Jetzt, Achtung, was gut Wärme isoliert und porös ist, absorbiert auch gut den Schall. EPS und XPS sowie PUR sind nicht porös, sind aber gute Wärmeisolierer.

Die Glaswolle hat bei halber Rohdichte ungefähr den gleichen Strömungswiderstand wie die Steinwolle, schmilzt jedoch schon ab ca. 450°C ist aber nicht brennbar.

Für den Wohnungsbau würde ich für die Schallabsorbtion Glaswolle einsetzen, wie . Bsp. eine ISOVER SSP1 oder SSP2. diese hat einen Strömungswiderstand von ca. 11 kPas*s/m2 und hat somit die gleichen Absorptionseigenschaften wie eine ca. 50-60Kg/m3 schwere Steinwolle. Bevor jetzt das ganze gejammere wieder los geht "Glasfaser etc." die meisten Glaswolleprodukte im Hochbau haben den "blauen Engel" kuckt mal ob der Schaumstoff den hat :-).

So, jetzt genug gefachsimpelt, generell je höher der Strömungswiderstand (bis max. 30kPas*s/m2) und je dicker der Dämmstoff, desto besser die Schallabsorbtion. und wenn ich noch einen Masseträger (Bsp. Gipskartonplatte) vorne dran setzte, dann habe ich auch eine Schalldurchgangsreduktion. Was das ist vielleicht beim nächsten mal.

So, viel spass noch.

Ich habe mit den Steinwolle-Dämmkeilen recht gute Erfahrungen gemacht und zwar bei einer Teilung eines großen Raumes in zwei kleinere. Mir wurde damals von verschiedenen Handwerkern dazu geraten und ich wurde nicht enttäuscht, m.E. trägt auch der Teppich in beiden Räumen zur unterstützenden Isolierung bei. Habe mal in einem Altbau die großen offenen Rolladenkästen mit Steinwolle zur Kälteisolierung gedämmt und dabei sogar noch als Nebeneffekt eine gute Schallisolierung erzielt.

Rockwool Dämmplatten,WLZ 035........  Kauf das Material beim nächsten Isolierbetrieb,bessere Preise und besseres Material.

potpot 22.03.2011, 23:17

Danke ,ich war heute in einem Profi-Baustoffhandel und der Verkäufer hat mir Rockwool Thermarock 40 angeboten.Was hälst Du davon?Ist Dein Vorschlag besser?Bin etwas irritiert umso mehr ich mich damit befasse denn jeder sagt was anderes.Hast Du Erfahrung damit gemacht?

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Dog79 23.03.2011, 10:55
@potpot

Bischen übertrieben für Schallschutz,das sind Feuerschutzplatten.  :-)

<a href="http://www1.rockwool.de/graphics/RW-Austria/A_daten2010/NEU%20AB%2005/Produktdatenbl%E4tter/RWA-DB_Termarock_2010-01.pdf" target="_blank">http://www1.rockwool.de/graphics/RW-Austria/A\_daten2010/NEU%20AB%2005/Produktdatenbl%E4tter/RWA-DB\_Termarock\_2010-01.pdf</a>
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potpot 22.03.2011, 23:19

Was für eine Rohdichte hat die WLZ035?

Danke im vorraus.

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Dog79 23.03.2011, 11:02
@potpot

Schau mal auf der Rockwool HP :http://produktwegweiser-rocknavi.rockwool.de/produktwahl-nach-anwendung.aspx

Geh wie gesagt zum Isolierer,dort gibt es die Fachberatung und bessere Preise.Die kaufen locker mal mit 60-80% Rabatt beim Großhändler.

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80mm Sonorock von Rockwool, 40mm ist viel zu dünn. Oder 120er "Klemmrock". Je dicker desto besser. Am allerbesten: mind.100mm Schaumstoff (aber viel teurer)

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