Rettungssanitäter Prüfungsfragen?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

In welchem Bundesland machst du denn die Prüfung und bei welcher Schule?

Ich war in der DRK Landesschule Baden-Württemberg und muss sagen, die Prüfung war wirklich gut schaffbar.Der schriftliche Teil war ein Multiple-Choice Test. Da war das schwierigste die zum Teil seltsamen Fragestellungen. Frage einfach 3 mal lesen bis man sie verstanden hat und notfalls per Ausschlussverfahren gehen. Die Fragen kamen aus allen Bereichen, waren beantwortbar, wenn man sich die Themen für die mündliche gut angeschaut hatte. 

In der mündlichen mussten wir ein Thema ziehen, einfach frei ein bisschen darüber erzählen und dann wurden Fragen dazu gestellt. Ich hatte Hitzenotfälle und Fragen waren beispielsweise: "Sie werden zu einem Fußballspiel gerufen. Ihr Patient sitzt auf dem Spielfeld und erzählt ihm sei ganz schrecklich schwindlig geworden. Er sieht außerdem ziemlich blass und verschwitzt aus. Wie gehen sie vor?" Dann beschreibt man eben den Ablauf und dann werden vielleicht noch Detailfragen gestellt wie : "warum könnte das EGK bei einer Hitzeerschöpfung wichtig sein". Oder allgemeine Fragen: "Was unterscheidet die Hitzeerschöpfung von einem Hitzschlag?"

In der Praktischen sieht das aus wie in der mündlichen, nur dass man nicht beschreiben muss was man machen würde, sondern alles wirklich machen. Ganz wichtig ist die Patientenbetreuung. Ich weiß es ist super schwer sich in die Situation zu versetzen, weil alles sehr offensichtlich gespielt ist aber auch wenn der/die Mime nicht wirklich verletzt ist muss man so tun als wäre er/sie es. Also nicht einfach angerannt kommen und die Blutdruckmanschette dranklatschen :D Ein echter Patient fühlt sich auch deutlich wohler wenn man ihm die Hand gibt, sich ersteinmal vorstellt und dann ankündigt was man vorhat. 

Im Prinzip musst du überhaupt nicht wissen was dein Patient eigentlich hat. Im Endeffekt bleiben die Maßnahmen die gleichen. Also versteif dich nicht zu früh auf eine Verdachtsdiagnose, so dass du etwas vergessen könntest. Geh einfach nach C-ABCDE vor. Dann übersiehst du wirklich nichts.Wenn dein Patient dir antwortet und erklärt sein Arm tut weh, weil er eben draufgefallen ist, musst du natürlich nicht seinen Mundraum kontrollieren. Aber wenn du kurz fragst, ob er genug Luft bekommt oder sein Brustkorb wehtut, schadet das nicht, du hast den Prüfern gezeigt, dass du das Schema beherrschst und es hilft dir strukturiert zu bleiben.

Wenn du irgendwelche Fragen hast, melde dich.

Viel Erfolg bei der Prüfung wünsche ich dir jedenfalls!

Da wird dir hier keiner helfen können, da Prüfungsfragen, Fallbeispiele etc von Schule zu Schule unterschiedlich sind - in Kooperation mit der Prüfungsbehörde

Ja, ich bin seit geraumer Zeit Rettungssanitäter.

Der Test war ziemlich popelig. Es kamen nur Standardthemen dran.

Fallbeispiele waren auch billig. Ich hatte z.B.  nen Rauchgasintox...

Keine Panik, das ist locker zu machen.

Wie kann man heute noch den RS machen? Entschuldigung. Dir sind doch Rückenschmerzen und eine frühe Berufserkrankung, wenn nicht Berufsunfähigkeit vorprogrammiert. Der RS sitzt doch nur noch auf dem KTW und schleppt einen Kranken nach dem anderen.

Das Minimum an Ausbildung ist doch der RA, um zumindest Fahrer auf dem RTW sein zu können und dem NotSan assistieren zu können. Man schleppt sich auch nicht den Rücken krumm. 

RS ist ein aussterbender Beruf, obwohl ein guter RS sehr wohl einen RA ersetzen kann und sicher auch einen NotSan, da es nur Namenskorrekturen waren, weil sich der Gesetzgeber nicht auf die erlaubten Arbeiten einigen konnte.

Aber das war nicht die Frage. Meine RS- sowie RA-Prüfungen sind schon lange her. Die RS-Prüfung schafft man mit dem medizinischen Wissen, das man im Einsatz haben müsste, also Reizleitungssystem des Herzens oder Atmung.

Den RA gibt es garnicht mehr:) Den RS macht man i.d.R als Ehrenamtler, daher sind Berufsunfähigkeit usw. irrelevant.

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Das verwechselst du: Der RettAss stirbt aus. RettSan wird auf dem KTW und als Fahrer auf dem RTW eingesetzt. 

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Seit inkrafttreten des Notfallsanitätergesetzes 2014 gibt es die Ausbildung zum RA nicht mehr. An diese Stelle ist nun die dreijährige Ausbildung zum Notfallsanitäter getreten. Der Rettungssanitäter kann als Fahrer auf dem RTW eingesetzt werden und wir das zumeist auch. Die Gesetzesänderung hat in vielen Landkreisen den Personalmangel noch verstärkt, da bis 2021 ein RTW mit min. einem NotSan besetzt werden soll und die RA's nun alle zur Weiterqualifizierung müssen.

Natürlich bleibt aber Hauptaufgabe des RS Verantwortlicher auf dem KTW zu sein, da hast du recht.

Aber auch auf dem RTW schleppt man sich den Rücken krumm. Die Notfallpatienten müssen ja auch irgendwie zum Auto kommen.

Ich finde du urteilst ein bisschen hart über die Entscheidung des Fragestellers. Ja Rettungsdienst ist nicht der einfachste, sicherste oder bestbezahlteste Job. Aber jeder hat seine Gründe für so eine Entscheidung. Vielleicht macht der Fragesteller nur ein FSJ oder er macht das wie ich, weil er diese Arbeit eben trotz allem gerne tut :)

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@AlphaSierraAdv

Da ich aus Altersgründen und wegen 'nur' ehrenamtlicher Tätigkeit im RD keine Ambitionen mehr auf den NotSan habe, hatte ich mich auch nicht mehr darum gekümmert.

Bei uns heißt es jedoch, dass der RA mit dem NotSan fährt und der RS die Krankenfahrten macht, konform mit der BF! Deshalb meine Antwort.

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@verreisterNutzer

Die Regelung mit NotSan und RA auf derm RTW finde ich super. Klar ein guter RS mit entprechender Erfahrung macht auch in der Rettung einen guten Job, meistens sind die RS aber die FSJler. Bei uns im Süden kann es sich leider kaum ein Rettungsdienst personaltechnisch leisten RTWs zuverlässig so zu besetzen.

Wo fährst du denn Rettung?

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